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Projekt Druckfestigkeit bei Äpfeln

Die Freiwillige Qualitätskontrolle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bei Obst und Gemüse erfolgt nach den aktuell geltenden Vorschriften und Normen für das jeweilige Erzeugnis damit eine ordnungsgemäße Aufbereitung, Sortierung, Verpackung und Kennzeichnung von Obst und Gemüse für den Frischmarkt und die industrielle Verarbeitung gegenüber Dritten nachgewiesen werden kann. Zudem hat die Qualitätskontrolle das Ziel, qualitative Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Durch eine Rückmeldung in den Produktionsprozess kann so frühzeitig auf Veränderungen reagiert werden.

Das Team der Freiwilligen Qualitätskontrolle mit Sitz in Stade-Agathenburg prüft neben einigen anderen Obstarten als Hauptprodukt den Apfel in der Obstbauregion an der Niederelbe. Ein Qualitätskriterium bei Äpfeln ist die Druckfestigkeit, die bestimmten Anforderungen genügen sollte, um in den Handel gelangen zu können.

Im Frühjahr 2016 wurde durch verschiedene Projektpartner bestehend aus Produzenten, Vermarktungsorganisationen, Handelsbetrieben, ESTEBURG und AMI (Agrarmarkt-Informations-GmbH) an der Niederelbe ein gebietsübergreifendes Qualitätsmanagement initiiert, um weniger feste Ware vom Markt fern zu halten. Dazu wurde auf Basis einer freiwilligen Selbstverpflichtung eine Mindestfestigkeit für Äpfel aus dem Niederelbegebiet vereinbart. Die Freiwillige Qualitätskontrolle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat innerhalb dieser Initiative den Auftrag erhalten, als unabhängiger Kontrolleur das Qualitätskriterium ´Druckfestigkeit´ zu prüfen und zu dokumentieren.

Die Kontrolle wird durch eine eigens für dieses Projekt eingestellte Mitarbeiterin mit Unterstützung weiterer Qualitätskontrolleure und -kontrolleurinnen durchgeführt. Die während der kontinuierlichen Kontrolltätigkeit aufgezeichneten Daten werden aufbereitet und den Projektpartnern für eine detaillierte Analyse durch die Projektpartner zur Verfügung gestellt.

So ist im Hinblick auf die Qualität von Äpfeln im Obstanbaugebiet an der Niederelbe eine fundierte Einschätzung auf solider Datenbasis möglich. Auf Basis dieser Daten können die Projektpartner zielgerichtet reagieren und Tätigkeitsfelder für die nachfolgende Saison aufstellen. Damit unterstützen die Kontrolleure die Marktakteure dabei, dass dem Verbraucher ein ansprechendes Produkt aus dem Obstanbaugebiet der Niederelbe angeboten wird. Außerdem können die Produzenten von einer besser gesteuerten Vermarktung profitieren. In der Tat wurde nach inzwischen 2 Jahren Laufzeit das Projekt evaluiert und der Auftrag für ein weiteres Jahr erteilt.

Die Qualität von gartenbaulichen Produkten des Obst- und Gemüsebaus wird von vielen Rahmenbedingungen beeinflusst, aber kaum ein Faktor ist so bedeutend wie die Witterung. So wird neben der Erntemenge auch die Druckfestigkeit vom Wetter bestimmt. Die Kontrolleure/-innen sind so in jedem Jahr mit seinen spezifischen Gegebenheiten und Witterungsbedingungen mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert. Gerade die Jahre 2017 und 2018 mit ihren in manchen Gebieten zum Teil extremen Witterungsbedingungen machten dies wieder einmal deutlich. 


Kontakt:
Melanie Seehausen
Koordination Freiwillige Qualitätskontrolle Obst und Gemüse
Telefon: 0511 4005-2310
Telefax: 0511 4005-2200
E-Mail:


Stand: 15.10.2018