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Wie die Düngung - so die Ernte

Zu viel? Zu wenig? Jede falsche Düngung schadet!

  • macht Pflanzen anfällig
  • mindert die Qualität
  • belastet die Umwelt

Tipps:
Eine umweltschonende Bewirtschaftung von Haus- und Kleingärten ist nicht nur von der Höhe der Düngung abhängig. Als Bewirtschafter stehen Ihnen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung, um mögliche bzw. unerwünschte Nährstoffverluste zu minimieren. In der folgenden Übersicht haben wir die wichtigsten Tipps nochmals für Sie zusammengestellt:

  1. Düngung der einzelnen Kulturen entsprechrend ihres Nährstoffbedarfes.
  2. Kein Einsatz von mineralischen (Mehr-) Nährstoffdüngern, wenn ausreichend Kompost oder Mist
    vorhanden ist.
  3. Begrenzung einer jährlichen “Grunddüngung” mit Kompost oder Mist auf eine Menge von einer Schubkarre pro 20 m2. Zusätzliche Gaben nur bei Mittel- und Starkzehrern zu den einzelnen Pflanzen.
  4. Höhere Gaben von Kompost oder Mist nur zu Kulturen mit langer Vegetationszeit (Spätkartoffeln, Spätkohl).
  5. Aufbringung von Kompost und Mist nur im Frühjahr und nicht im Herbst.
  6. Anbau von leguminosenfreien Zwischenfrüchten (Phacelia, Ölrettich, Senf) nach früh räumenden Früchten.
  7. Zwischenfruchtbestände abfrieren lassen und erst im Frühjahr umgraben bzw. einarbeiten.

Angepasste Stickstoffdüngung reduziert neben anderen Kulturmaßnahmen auch den Nitratgehalt der Gemüsearten. Da 70 % des aufgenommenen Nitrats im Körper aus Gemüse stammen, ist die richtige Düngung auch Schutz der menschlichen Gesundheit!


Grundsätzlich unterscheidet man bei Gemüsearten nach ihrem Bedarf an Stickstoff (N) zwischen:

Schwachzehrern Mittelzehrern Starkzehrern

Bundzwiebel
(Schalotte)
Buschbohnen
Chicorree
Erbsen
Feldsalat
Puffbohnen
Radieschen
Stangenbohnen
Zwiebeln

Fenchel
Grüner Salat
Grünkohl
Gurken
Kartoffeln
Kohlrabi
Kürbis
Mangold
Möhren
Paprika
Rettich
Rote Beete
Schwarzwurzeln
Spinat
Tomaten
Zucchini
Zuckermais

Blumenkohl
Brokkoli
Chinakohl
Porree
Rhabarber
Rosenkohl
Rotkohl
Sellerie
Steckrübe
Weißkohl
Wirsing


Wie viel Nährstoffe brauchen die Pflanzen?

  Stickstoff (N)
g N / m2
Phosphor (P)
g P2O5 / m2
Kalium (K)
g K2O / m2
Starkzehrer 12 2 10
Mittelzehrer 8 2 8
Schwachzehrer 5 1 5

Unser Rat:
Lassen Sie alle drei bis vier Jahre eine Bodenprobe bei der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) untersuchen.


Kontakt:
Erika Brunken
Leiterin Niedersächsische Gartenakademie
Telefon: 04403 9796-32
Telefax: 04403 9796-62
E-Mail:
Mechtild Ahlers
Niedersächsische Gartenakademie
Telefon: 04403 983812
Telefax: 04403 983827
E-Mail:


Stand: 04.03.2019



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