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Coronavirus: Aktuelle Informationen zur Ausbildung und zu Prüfungen

Das Coronavirus stellt uns derzeit alle vor Herausforderungen und wirft viele Fragen auf. Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zur Ausbildung.

Berufsschulbesuch und überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen

Die gesamtgesellschaftlichen Einschränkungen in Wirtschaft, Kultur und bei sozialen Kontakten werden fortgesetzt, deshalb ist auch in den kommenden Wochen ein Beitrag des Bildungsbereiches zur Kontaktreduzierung erforderlich. 

Im Falle des „verbindlichen Lernens zu Hause" sind die Auszubildenden nach Rücksprache mit dem Kultusministerium und gemäß § 15 BBiG durch den Ausbildungsbetrieb, den Träger, die jeweilige Einrichtung im Umfang von 6 Zeitstunden dafür freizustellen. Alles, was darüber hinaus geht, ist eine Frage der innerbetrieblichen Absprache.

Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) Echem hat seinen Bildungsbetrieb geöffnet. Im Zuge der Corona-Infektionsschutzmaßnahmen zur Sicherheit und zum Schutze der Beschäftigten und aller Lehrgangsteilnehmenden gilt die 3G-Regel als ergänzende Maßnahme zu den bestehenden Hygieneschutzmaßnahmen (AHA-Regeln plus Lüften). Die offizielle Bestätigung eines negativen Covid-19-Tests darf bei einem Antigen-Schnelltest maximal 24 Stunden alt und bei einem PCR-Test  maximal 48 Stunden alt sein.

Link zu den Corona-Auflagen des LBZ Echem.


 Anwesenheit der Auszubildenden im Betrieb

Die Pflicht zur Ausbildung wird grundsätzlich nicht berührt. Bei Schließung der Berufsschule muss der Auszubildende an den Berufsschultagen, sofern nicht ein Online-Unterricht erfolgt, im Betrieb erscheinen. Dies gilt nicht, wenn er unter Quarantäne gestellt ist oder der Ausbildungsbetrieb dem Auszubildenden untersagt, den Betrieb zu betreten. Bitte beachten Sie, dass gemäß den aktuellen Rechtsvorgaben auch bei der Ausbildung, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen 2 Personen einzuhalten ist. Im Einzelfall kann ein Arbeitgeber bei einer konkreten Gefährdung im Rahmen seiner Fürsorgepflicht, den Auszubildenden von der Arbeit freistellen oder Teile der Ausbildung (zum Beispiel das Führen des Berichtsheftes, Lernen von Inhalten des Berufsschulunterrichtes) zu Hause erlauben. Die Freistellung und das Arbeiten im Homeoffice muss im Ausbildungsnachweis/ Berichtsheft notiert werden. Die Freistellung ist kein Urlaub und sollte sinnvoll mit Themen rund um die Ausbildung gefüllt werden. Bei betriebsbedingten, längeren Freistellungszeiten ist, unter Fortzahlung der Ausbildungsvergütung, auf Antrag des Auszubildenden eine Verlängerung der Ausbildungszeit möglich. Dies gilt insbesondere, wenn das Ausbildungsziel in der noch zur Verfügung stehenden Zeit nicht erreicht werden konnte. Im Einzelfall kommt ggfls. auch eine Umstellung auf eine Teilzeitausbildung in Betracht.

Insbesondere während der Ferienzeit kann auch Urlaub in Anspruch genommen werden. Bereits beantragter Urlaub ist zu genehmigen. Weitere Urlaubstage sowie ggfls. der Abbau von Überstunden können im gegenseitigen Einvernehmen vereinbart werden. Auszubildende können allerdings nicht entgegen ihrem Einverständnis pauschal in den „Zwangsurlaub“ geschickt werden.


Kurzarbeit und Kündigung

Für Auszubildende kann in der Regel keine Kurzarbeit beantragt werden. Es besteht seitens der Betriebe die Verpflichtung alle Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Dafür kommen gegebenenfalls auch die Umstellung des Ausbildungsplanes und der Verbund mit einem anderen Ausbildungsbetrieb in Frage. Der Verbund kann kurzfristig vereinbart werden und ist der Landwirtschaftskammer zur Genehmigung vorzulegen. Nur im Ausnahmefall kann Auszubildenden gegenüber Kurzarbeit angeordnet werden. Sie haben aber auch dann gem. § 19 Abs.1 Nr.2 BBiG Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens 6 Wochen.

Die vorübergehende Einstellung der Arbeit in einem Betrieb oder eine Kurzarbeit stellt keinen Grund für die Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses dar. Erst wenn die Arbeit und damit auch die Durchführung der Ausbildung über einen längeren Zeitraum nicht mehr ausgeführt werden kann oder bei Schließung des Betriebes ist eine Kündigung möglich. In dem Fall besteht aber die Verpflichtung sich rechtzeitig um einen anderen Betrieb, in dem die Ausbildung fortgesetzt werden kann, zu bemühen. Hierbei unterstützen die jeweiligen Ausbildungsberater*innen der Landwirtschaftskammer.


Prüfungen

Praktische und schriftliche berufliche Prüfungen in berufsbildenden Schulen: Sofern Prüfungen in Räumlichkeiten einer berufsbildenden Schule durchgeführt werden sollen, richtet sich die Testpflicht nach den dort geltenden Regelungen. Diese können aufgrund der Allgemeinverfügungen der Landkreise und kreisfreien Städte regional unterschiedlich sein und sollten im Vorfeld direkt mit den betreffenden berufsbildenden Schulen geklärt werden.

Praktische berufliche Prüfungen in Betrieben: Die Kammern führen die Prüfungen der dualen Berufsausbildung gemäß Berufsbildungsgesetz in eigener Zuständigkeit durch. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat im Zuge der Corona-Infektionsschutzmaßnahmen zur Sicherheit und zum Schutze der Beschäftigten und aller an Prüfungen beteiligten Personen die 3G-Regel als ergänzende Maßnahme zu den bestehenden Hygieneschutzmaßnahmen festgelegt. Die offizielle Bestätigung eines negativen Covid-19-Tests darf bei einem Antigen-Schnelltest maximal 24 Stunden alt und bei einem PCR-Test maximal 48 Stunden alt sein.

Schriftliche berufliche Prüfungen: Für die Teilnahme an schriftlichen Prüfungen ist kein negatives Testergebnis erforderlich. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen folgt damit den Regelungen, die laut Niedersächsischer Corona-VO für schriftliche Arbeiten in Abschlussklassen gelten. An alle Prüfungsbeteiligte ist aber der dringende Appell zu richten, dies freiwillig zu tun und das negative Testergebnis beizubringen, damit alle mit einem guten Gefühl in die Prüfung gehen. Die Prüfungen sind unter Einhaltung der bestehenden Hygieneregeln durchzuführen. Nach Beendigung der schriftlichen Arbeiten haben Prüflinge, die keinen freiwilligen, negativen Nachweis erbracht haben, den Prüfungsort umgehend zu verlassen.

Die Durchführung von Vorbereitungskursen für Prüfungen (Meister , 45.2 ) ist ab sofort wieder in Präsenz möglich, wenn die Beteiligten folgendes vorlegen:

  • eine offizielle Bestätigung eines negativen Covid-19-Tests:
    • PCR Test, der innerhalb der letzten 48 Stunden durchgeführt wurde 
    • Antigen Schnelltest, der innerhalb der letzten 24 Stunden durchgeführt wurde
  • oder ein Impfnachweis (seit Zweitimpfung [Johnson & Johnson nur Einmal-Impfung] mindestens 14 Tage vergangen sind)
  • oder ein Genesenen - Nachweises vorliegt. 

Personen, die keinen dieser Nachweise erbringen, können nicht an dem Präsenzunterricht teilnehmen. Die Durchführung von Hybridveranstaltungen, d.h. Zuschaltung einzelner Person zum Präsenzunterricht, sind auch möglich. Die Entscheidung obliegt der Kursleitung, ob eine Hybridveranstaltung angesagt ist. Im Übrigen sind bei Präsenzveranstaltungen die bekannten, geltenden Hygieneschutzmaßnahmen zu beachten.

Alle Zeugnis- und Urkundenübergaben nach beruflichen Prüfungen sind unter Einhaltung der 3-G-Regeln und der gängigen Hygieneschutzmaßnahmen in Präsenz möglichFreisprechungsfeiern/ -bälle finden dagegen bis auf Weiteres nicht mit der LWK als Veranstalterin statt.


Fördermöglichkeiten

In Erweiterung der bundesweiten Förderprogramme können in Niedersachsen jetzt Ausbildungsbetriebe und Auszubildende unter bestimmten Voraussetzungen eine finanzielle Unterstützung beantragen. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Fördermöglichkeiten: Mobilitätsprämie Auszubildende, Entlastung Ausbildungsbetriebe, Einstellung und Übernahme von Ausbildungsbetrieben aus Insolvenzbetrieben und Lehrgänge der überbetrieblichen Berufsausbildung. Alle Förderungen sind bei der Niedersächsischen N-Bank zu beantragen. Dort können auch weitere Auskünfte erfragt werden.


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Stand: 13.09.2021


Kontakt:
Anke Evers
Leiterin Fachbereich Aus- und Fortbildung, Landjugend
Telefon: 0441 801-800
Telefax: 0441 801-204
E-Mail: