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Ab sofort dürfen ÖVF Flächen mit Zwischenfrucht und Untersaat für Futterzwecke genutzt werden

Der Bundesrat hat am 21.09.2018 den Änderungen des § 31 Abs. 4  DirektZahlDurchfV zugestimmt. Das bedeutet für Niedersachsen und Bremen, dass die ökologischen Vorrangflächen für Zwischenfrüchte (52) und Untersaat (53) ab sofort für Futterzwecke genutzt werden können.

Auf ein Anzeige- oder Genehmigungsverfahren wird ganz verzichtet. Ferner bedarf es auch keiner Einhaltung von Fristen (insbesondere entfällt die 8-Wochen-Frist und Nutzung).

Die Nutzung bleibt aber beschränkt auf Futterzwecke in Form von Beweidung durch alle ldw. Nutztiere oder Schnittnutzung. Auch die sonstigen bestehenden Auflagen für ÖVF-Zwischenfrüchte sind einzuhalten.

  • Kulturpflanzenmischungen von mindestens zwei vorgeschriebene Arten gemäß der Anlage 3 der DirektZahlDurchfV für ÖVF -Zwischenfrucht
  • Keine Art darf in einer Kulturpflanzenmischung einen höheren Anteil als 60 Prozent an den Samen (Anzahl der Samen) der Mischung haben für ÖVF -Zwischenfrucht
  • Zwischenfrucht bzw. Untersaat muss bis zum 15. Februar des auf das Antragsjahr folgenden Jahres auf der Fläche bleiben
  • Der Zwischenfrucht muss eine Hauptfrucht folgen.
  • Aussaat nach der Ernte der Vorkultur im Kalenderjahr bis spätestens mit Ablauf des 01.10. eines Jahres
  • Aufbewahrungspflicht bei Kulturpflanzenmischungen „amtliche Saatgutetiketten“ und die Rechnungen von Fertigmischungen oder Vorhaltung von Rückstellproben für Eigenmischungen
  • Verbot des Einsatzes von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und N-Düngung

Eine Abgabe der Schnittnutzung von diesen ökologischen Vorrangflächen zur Biogaserzeugung ist verboten.


Kontakt:
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Stand: 26.09.2018