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Greening - Anbaudiversifizierung

Die Einhaltung der Anbaudiversifizierung ist ein Baustein des Greenings. Grundlage für die Beurteilung sind die Angaben des Sammelantrages auf Agrarförderung.

Die Anbaudiversifizierung bezieht sich dabei grundsätzlich nur auf das Ackerland und nicht auf die Dauerkulturen oder das Dauergrünland eines Betriebes. Grundlage für die Vorgaben zur Anbaudiversifizierung ist die jährlich angebaute Hauptkultur in dem Zeitraum 01.06. bis 15.07. eines Jahres. Ein Betriebsinhaber muss bestimmte Mindestanforderungen bezüglich der Anzahl der Kulturen und der maximal zulässigen Anteile am gesamten Ackerland einhalten. Dabei gelten im Hinblick auf den Umfang des Ackerlands des Betriebs folgende Vorgaben:

  • Betriebsinhaber mit weniger als 10 ha Ackerland sind von der Verpflichtung zur Anbaudiversifizierung befreit.
  • Beträgt das Ackerland des Betriebsinhabers zwischen 10 und 30 ha, so müssen auf diesem Ackerland mindestens zwei verschiedene landwirtschaftliche Kulturen angebaut werden. Die erste Hauptkultur darf nicht mehr als 75 % dieses Ackerlands einnehmen.
  • Beträgt das Ackerland des Betriebsinhabers mehr als 30 ha, so müssen auf diesem Ackerland mindestens drei verschiedene landwirtschaftliche Kulturen angebaut werden. Die erste Hauptkultur darf nicht mehr als 75 %, und die beiden größten Kulturen dürfen zusammen nicht mehr als 95 % dieses Ackerlands einnehmen.
     

Es gibt jedoch auch Ausnahmen von den oben genannten Verpflichtungen zur Anbaudiversifizierung:

  • Betriebe, bei denen mehr als 75 % des Ackerlandes für die Erzeugung von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen genutzt werden, dem Anbau von Leguminosen dienen, brachliegendes Land sind oder einer Kombination dieser Nutzungen dienen, sind von der Verpflichtung zur Anbaudiversifizierung befreit.
     
  • Betriebe, bei denen mehr als 75 % der beihilfefähigen landwirtschaftlichen Flächen Dauergrünland sind, für die Erzeugung von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen oder für den Anbau von Kulturen im Nassanbau während eines bedeutenden Teils des Jahres oder während eines bedeutenden Teils des Anbauzyklus genutzt werden oder einer Kombination dieser Nutzungen dienen, sind von der Verpflichtung zur Anbaudiversifizierung befreit.
     
  • Betriebe die jährlich mehr als 50 % der angemeldeten landwirtschaftlichen Ackerflächen in Bezug auf das Vorjahr tauschen und bei denen auf dem gesamten Ackerland des Betriebs im Antragsjahr eine andere landwirtschaftliche Hauptkultur als im Vorjahr angebaut wird, sind von der Verpflichtung zur Anbaudiversifizierung befreit.

Kontakt:
Nicola Miklis
Stellv. Leiterin Fachbereich Direktzahlungen
Telefon: 0511 3665-1346
E-Mail:


Stand: 07.08.2020