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Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP)

Zur Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, besonders umweltschonenden, besonders tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft fördern die Länder Niedersachsen und Bremen unter finanzieller Beteiligung der EU investive Maßnahmen in landwirtschaftlichen Unternehmen.

Das diesjährige Antragsverfahren wird in der Zeit vom 15. bis 30. April durchgeführt.

Dabei sind Vorhaben förderfähig, die besondere Anforderungen in den Bereichen Umwelt-, Klima- oder Verbraucherschutz sowie bei Stallbauinvestitionen zusätzlich im Bereich Tierschutz erfüllen.
 

Die Mindestanforderungen an die Ausgestaltung von Tierplätzen ergeben sich aus der Anlage 1 zur AFP-Richtlinie. Eine erhöhte Förderung erhält, wer die darüber hinausgehenden Anforderungen der niedersächsischen Anlage 2 erfüllt. Für alle Tierarten sind auch mobile Ställe förderfähig, sofern sie die genannten Anforderungen erfüllen. Neu: Alle Anforderungen sind noch 12 Jahre nach Abschluss der Maßnahme einzuhalten.

Für viehhaltende Betriebe gilt, dass der Viehbestand nach Durchführung der Investition 2,0 GV/ha LF nicht überschreiten darf und eine Güllelagerkapazität für mindestens 9 Monate vorhanden sein muss. Diese Verpflichtungen sind über 5 Jahre einzuhalten. Ein entsprechendes Berechnungsformular sowie die Anlagen 1 und 2 finden Sie unten.

Die bislang geltenden Tierzahlobergrenzen sollen wegfallen.

Bei Maßnahmen zum Umwelt- oder Klimaschutz muss eine Verbesserung gegenüber dem Standard um mindestens 20 % durch ein entsprechendes Gutachten belegt werden. Bei Gülle- und Festmistlagern sowie Fahrsiloanlagen wird dies ohne Nachweis als gegeben angesehen. Gülleausbringungsgeräte zur Direkteinarbeitung mit und ohne Tankwagen (einschl. „Verschlauchungsverfahren“) sowie vom Julius Kühn-Institut (JKI) geprüfte und anerkannte Pflanzenschutzgeräte sind förderfähig, sofern sie eine Mindestauslastung erreichen. Eine Liste der vom JKI für das AFP anerkannten Pflanzenschutzgeräte (Liste AFP Foerderung.xlsx) finden Sie hier.

Auch Geräte zur mechanischen Unkrautbekämpfung können bezuschusst werden, sofern sie über eine elektronische Reihenführung (mittels GPS, Ultraschall oder optischer Sensoren) verfügen und eine Mindestauslastung von 11 ha pro m Arbeitsbreite im antragstellenden Betrieb erreichen.

Als neue Maßnahmen sollen bauliche Investitionen in wassersparende Bewässerungsanlagen einschließlich der erforderlichen Ausbringungstechnik.

Achtung: Frostschutzberegnungsanlagen sind - anders als im Entwurf der Richtlinie vorgesehen - in keinem Fall förderfähig.

Das maximale förderungsfähige Investitionsvolumen soll von 1 Mio € auf 1,5 Mio € angehoben werden, wobei die Zuwendung pro Antrag 500.000,- € nicht überschreiten darf.

Mithilfe eines Punktesystems wird eine Rangfolge aller Anträge gebildet. Dabei sind die Auswahlkriterien so gewichtet, dass sie der Erreichung der Ziele des Programms dienen.

Den Entwurf der Richtlinie für 2019 sowie die dazugehörigen Anlagen 1, 2 und 3 finden Sie im Downloadbereich. Achten Sie bitte auch auf die ergänzenden Regelungen im Einführungserlass.

Der Förderantrag muss in digitaler Form eingereicht werden. Das Programm zum Herunterladen steht im Downloadbereich zur Verfügung (ni_eler_client_4_003_lwk.zip). Beachten Sie zur Installation die beigefügte Kurzanleitung. Bei technischen Fragen zum INET Client können Sie sich per Mail an das SLA (sla-afp2@sla.niedersachsen.de) wenden.

Die am 18.04.2019 erfolgten Änderungen/Klarstellungen des ML betreffen die Richtlinie (Ziffer 2.2 (Wegfall Frostschutzberegnung), 4.6.4 (Klarstellung zu Bewässerungsanlagen) und 4.6.5 (Auslastung bei Unkrautgeräten)), das Punktesystem (Ziffer 1.3.3 (Wegfall Frostschutzberegnung)) und die Ausfüllhinweise zum Punktesystem (Ziffer 1.3.3 (Wegfall Frostschutzberegnung), 1.3.7 und 1.3.8 (Ergänzung zur Mindestauslastung)).


Kontakt:
Angela Künnemann
Leiterin Sachgebiet Zentrale Bewilligungsstelle Agrarinvestitionen, Innovation und Tierwohl
Telefon: 0441 801-330
Telefax: 0441 801-205
E-Mail:


Stand: 18.04.2019



XLSX: 28349 - 155.193359375 KB   Investitionskonzept 2017   - 155 KB  
PDF: 27470 - 663.325195312 KB   Anhang | Produkte.pdf   - 663 KB