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Dürrebeihilfe – Antragsstellung in Niedersachsen voraussichtlich ab November möglich

Die anhaltende Trockenheit hat flächendeckend die Betriebe im Braunschweiger Land in unterschiedlicher Härte getroffen. Die zugesagte finanzielle Unterstützung wird zunehmend konkreter. Die Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern gibt dabei die Eckpunkte für die Antragsstellung vor. Der Beginn der Antragstellung ist für Anfang November geplant.

Derzeit stehen noch keine Antragsformulare zur Verfügung. Bitte verfolgen Sie in der Fachpresse und/oder auf der Homepage der LWK Niedersachsen den aktuellen Sachstand.

Die Eckpunkte der Antragstellung sind:

  • Der naturale Minderertrag muss mehr als 30% im Schnitt aller Kulturen und Anbauflächen betragen. Als Referenz werden hier die drei letzten Wirtschaftsjahre herangezogen. Entsprechende Nachweise hat der Antragssteller beizubringen.
  • Es besteht eine Prosperitätsgrenze (Summe der positiven Einkünfte) von 120.000 € bei Ehepaaren und von 90.000 € bei Alleinstehenden. Hierbei werden die Einkommensteuerbescheide der letzten 3 Jahre herangezogen.
  • Die Einkünfte aus gewerblichen nichtlandwirtschaftlichen Betriebszweigen dürfen nicht mehr als 35% der gesamten Einkünfte ausmachen.
  • Voraussetzung für die Förderfähigkeit ist eine Existenzgefährdung des Betriebes. Diese liegt vor, wenn der Dürreschaden größer ist als der durchschnittliche Cash Flow 3 (CF) der letzten drei Jahre.

Dieser berechnet sich wie nachfolgend dargestellt:

  • Kurzfristig, zumutbar verwertbares Privatvermögen ist auf den Schaden anzurechnen und führt somit zu einer Kürzung. Details in der Umsetzung sind hierzu allerdings noch nicht bekannt.
  • Die Beihilfe beträgt bis zu 50% des ermittelten Schadens. Das kurzfristig liquidierbare Vermögen wird auf die Schadenshöhe angerechnet und mindert diese. Die betriebliche Untergrenze liegt bei 2.500 € und die Obergrenze bei 500.000 €.
     

Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Betrieb die Kriterien des Programms erfüllt, so nutzen Sie bitte die Zeit bis zum Start der Antragsstellung um entsprechende Unterlagen vorzubereiten.

Hier sind vorrangig zu nennen:

  • Die letzten drei Einkommensteuerbescheide.
  • Die letzten drei Jahresabschlüsse des landwirtschaftlichen Betriebes
  • Berechnung der Existenzgefährdung
  • Berechnung der Schadenshöhe
  • Vermögensnachweise (Konten/Bargeld, Sparbücher, Sparbriefe, Wertpapiere, Depots, Kapitallebensversicherungen, etc.)
  • Nachweise über Versicherungsleistungen, Leistungen Dritter
  • Anbaupläne, Agrarantragsunterlagen

Für Fragen rund um das Dürrehilfsprogramm stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, zudem bieten wir Ihnen auch gerne betriebswirtschaftliche Beratung in diesem Zusammenhang an.


Kontakt:
Patrik Meier
Berater Wirtschaftsberatung
Telefon: 0531 28997-128
Telefax: 0531 28997-111
E-Mail:
Rüdiger Fricke
Außenstellenbeauftragter
Telefon: 05371 94549-12
Telefax: 05371 94549-69
E-Mail:


Stand: 19.10.2018