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Agrarumweltmaßnahmen (AUM) beantragt: Beihilfe bekommen und auch behalten!

EDV-Abgleiche und Vor-Ort-Kontrollen der über einen Zeitraum von 5 Jahren laufenden Maßnahmen führen leider immer wieder zu Kürzungen und Rückforderungen überzahlter Beihilfen. Bei größeren Abweichungen kommt es zusätzlich zu Strafabzügen (Sanktionen) bei Zahlungen für Flächen, bei denen die Zuwendungsvoraussetzungen eigentlich erfüllt wurden.

Damit es nicht soweit kommt, sollten Sie in jedem Jahr wieder die Flächenangaben im Sammelantrag genau überprüfen und korrigieren bzw. aktualisieren.

Dringend zu beachten ist auch die Auflage, geförderte Grünlandflächen mindestens 1x jährlich vor dem 30.09. zu beweiden oder zu beernten. Sollte dies in einem Jahr nicht bei allen Flächen erfolgt und der gesamte Jahresaufwuchs auch nur auf einer kleinen Fläche verblieben sein, führt dies bei einer Kontrolle zu erheblichen Kürzungen bei allen geförderten Flächen. Auch anhand der zu führenden Schlagkarteien ist dies ja für Prüfer problemlos nachzuvollziehen. Um die Sanktionierung zu vermeiden, sollten Sie in einem Jahr ausnahmsweise nicht bis zum 30.09. beweidete oder abgeerntete Flächen der Bewilligungsstelle umgehend formlos mitteilen.

Zusätzlich sollten Sie Flächenverringerungen, die sich erst in der Zeit nach dem 15.05. bis zum nächstjährigen Antrag ergeben, umgehend melden. Denn grundsätzlich führen Flächenänderungen, die Sie selbst melden, nicht zu Sanktionen.

Auch nicht aktuell geführte Schlagkarteien führen immer wieder zu Beanstandungen bei Vor-Ort-Kontrollen.
Bei den meisten AUM müssen für alle beantragten Flächen ständig aktuelle und auf die Maßnahme zugeschnittene Schlagkarteien geführt werden. Dies gilt auch für Grünlandflächen in Naturschutzgebieten, wenn Sie hierfür den Erschwernisausgleich beantragen. Entsprechende Vordrucke können im Menu „Drucken“ im Andi-Programm erzeugt werden. Sollten Sie hierbei Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an uns Wirtschaftsberater der LWK.

Diese Vordrucke müssen den Prüfern jederzeit aktuell geführt vorgelegt werden können. Ansonsten kommt es auch hier zu erheblichen Kürzungen und Rückforderungen bereits gewährter Beihilfen.

Wir wollen, dass Sie sich den Aufwand der Antragstellung nicht vergebens gemacht haben und Sie die beantragten Beihilfen möglichst ungekürzt ausbezahlt bekommen und auch behalten können.

 


Kontakt:
Joern Erasmi
Berater Betriebswirtschaft, Förderung
Telefon: 0471 92469-14
Telefax: 0471 92469-12
E-Mail:


Stand: 05.08.2019