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Einblick in mein Referendariat bei der LWK Niedersachsen

Nach einer Ausbildung zum Landwirt und landwirtschaftlicher Tätigkeit in Kanada sowie Australien habe ich in Osnabrück Landwirtschaft (Bachelor) und Kiel Agrarwissenschaften (Master) studiert. Im Anschluss habe ich mit dem Referendariat bei der Landwirtschaftskammer begonnen.

Die Referendarausbildung kann mit Masterabschluss der Universität oder Hochschule verschiedener Fachrichtungen angetreten werden und dauert 24 Monate. Ziel ist eine spätere Führungsposition bei der LWK Niedersachsen. Neben vielfältigen Einblicken in die Landwirtschaft und unterschiedliche Behörden werden viele Kontakte geknüpft und spannende Projekte betreut. Die LWK Niedersachsen bildet nach Bedarf aus. Anfang Oktober 2015 hat für mich und allen anderen neuen Referendare eine Einführung in Oldenburg stattgefunden. Im weiteren Verlauf wird der jeweilige (Fach-) Schwerpunkt in der zentralen Fachverwaltung vertieft. Nach einem vierwöchigen Verwaltungslehrgang mit anschließender Prüfung, der u.a. Verwaltungsrecht und Staatsrecht beinhaltet, steht im folgenden Jahr die Vertiefung des jeweiligen Schwerpunktes an einer der Bezirksstellen an. In meinem Fall war dies die Bezirksstelle Bremervörde in der Fachgruppe 3 (Pflanzenbau und Pflanzenschutz). Insgesamt sind zehn Monate im Schwerpunkt Pflanzenproduktion und je ein Monat beim Landkreis und der Bewilligungsstelle eingeplant. Zusätzlich finden sechs Lehrgänge in einer Gruppe von etwa 20 angehenden Beratern in Goslar statt, bei denen von Beratung über Ökonomie bis hin zur Sozio-Ökonomie ein umfassender Überblick gegeben wird.

An der Bezirksstelle habe ich einen umfangreichen Einblick in die Planung, Anlage und Durchführung von Versuchen erhalten. Außerdem habe ich die Beratungen vor Ort oder am Telefon kennengelernt und eigene Fachvorträge gehalten. Zusätzlich habe ich Meisteranwärter in ihrer Weiterbildung unterstützt. Durch die Betreuung der Kollegen konnte die schriftliche Prüfung sowie die Lehrprobe am Ende des Jahres erfolgreich gemeistert werden.

In den ersten sechs Monaten im zweiten Jahr werden Wahlstationen besucht. Einblicke in andere Behörden und Unternehmen sowie in andere Bereiche der LWK Niedersachsen sind so möglich. Ich konnte in meiner Zeit sehr viel wertvolle Erfahrungen im Landwirtschaftsministerium, im Bundessortenamt, im Pflanzenschutzamt, in der Landtechnik und der Düngebehörde sammeln. In den weiteren Monaten werde ich Einblicke in der Unternehmensberatung, im Landhandel und Versuchswesen erhalten. In den letzten drei Monaten des Referendariates werden offene Fragen in der zentralen Fachverwaltung geklärt und Wissenslücken behoben. So steht der Abschlussprüfung und evtl. Übernahme in die LWK nichts mehr im Wege.

Holger Oest, Bezirksstelle Bremervörde


Kontakt:
Holger Oest
Telefon: 04761 9942-172
E-Mail:


Stand: 28.04.2017