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Lebensmittelversorgung im Krisenfall

Lebensmittelvorrat, ein Wort das viele schnell mit Weltuntergang oder ähnlichen Katastrophen in weiter Ferne verbinden. Doch was ist, wenn aufgrund einer Krise unvorhergesehen bei uns alle Geschäfte leer oder geschlossen sind.

 

„Ich wohne sicher, mir passiert so etwas nicht."

Es schadet nicht für den Ernstfall gewappnet zu sein. Schon eine unerwartete Naturkatastrophe, wie das Hochwasser vor ein paar Tagen in Italien, kann Supermärkte an ihre Grenzen bringen. Denn heutzutage weist der Lebensmitteleinzelhandel keine großen Lager mehr auf, er wird fast täglich mit frischer Ware beliefert. Auch Infektionskrankheiten, technische Großschadenslagen oder der Zusammenbruch kritischer Infrastrukturen können zu Engpässen führen. Wie lange würden Sie mit Ihren Lebensmitteln haushalten können, wenn heute eine denkbare Krisensituation einsetzen würde? Zwei vielleicht drei Tage?

 

Vorbereitet sein auf den Ernstfall

Um für den Ernstfall vorbereitet zu sein, lohnt es sich kleine, aber wirkungsvolle Maßnahmen zu treffen, um einen Versorgungsengpass meistern zu können: Wichtig ist mit ausreichend Trinkwasser versorgt zu sein. Also den Bestand nie bis zur letzten Flasche aufbrauchen und daran denken, dass der Mensch mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit benötigt. Getränke und weitere Lebensmittel und mit langer Haltbarkeit, die in Notsituationen als Grundnahrung dienen, sind H-Milch und Fruchtsäfte sowie Trockenvorräte, Konserven und Fertiggerichte. Damit der Körper richtig funktioniert, braucht er drei Grundstoffe: Kohlenhydrate (Brot, Kartoffeln, Reis), Eiweiß (Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte) und Fette (Butter und Öl). Entsprechend angepasst sollte die Lebensmittelauswahl für den Vorrat getroffen werden.

 

In vielen Krisensituationen fällt auch der Strom aus

Viele Krisensituationen bringen einen Stromausfall mit sich. Kühltruhen, Herde und andere elektrische Geräte funktionieren nicht mehr. Deswegen ist es bei der Lagerung für den Notvorrat wichtig, die oben genannten Lebensmittel richtig aufzubewahren, um einen Verderb vorzubeugen. Am besten geeignet hierfür ist ein kühler, trockener und vor Licht und Schädlingen geschützter Raum, beispielsweise der Keller. Für die Zubereitung der Speisen sollten Hilfsmittel im Haushalt vorrätig sein, die nicht auf Strom angewiesen sind, wie Campingkocher, Kerzen, Streichhölzer, Taschenlampe, Radio (Batteriebetrieben), Wasserkanister (Brauchwasser) und die Hausapotheke mit Verbandszeug und notwendigen Medikamenten.

 

Ermittlung des eigenen Lebensmittel-Bedarfs

Der anzulegende Vorrat sollte für 10 Tage reichen. Für die Berechnung des Bedarfes an Lebensmittel und Getränke steht unter http://www.ernaehrungsvorsorge.de ein Vorratskalkulator zur individuellen Zusammenstellung des Notvorrats zur Verfügung.


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
Telefon: 0441 801-818
Telefax: 0441 801-819
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Stand: 07.11.2018