Webcode: 01034845

Grüne Stellen an Möhren - mitessen?

Ob zum Knabbern in der Pause, geraspelt im Salat oder fein geschnitten im Gemüseauflauf. Möhren sind vielseitig, beliebt und kalorienarm. Manche der orangefarbenen Wurzeln weisen grüne Köpfe auf. Sind diese grünen Stellen giftig oder können sie mitgegessen werden?

 

Grüne Stellen an Möhren können bedenkenlos mitverzehrt werden. Denn im Gegensatz zu Tomaten oder Kartoffeln sind Möhren keine Nachtschattengewächse. Ihre grünen Stellen enthalten daher auch nicht den gesundheitsriskanten Stoff Solanin.

Die grünen "Köpfe" am Krautansatz von Möhren entstehen, wenn das obere Ende der Pflanze aus der Erde ragt und dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Diese grünen Stellen enthalten das grüne Chlorophyll, welches das charakteristische orange­farbene Carotin der Möhren überdeckt.

Wer die leicht bitter schmeckenden grünen Köpfe nicht mag, geht den Möhren einfach an den "Kragen" und schneidet ihnen die Köpfe ab, empfehlen die Ernährungsfachkräfte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Dann steht einem leckeren, süßen Biss in die orangerote Wurzel nichts mehr im Weg.
 

Nicht verwechseln!

Grüne Stellen an Kartoffeln und unreifen Tomaten enthalten Solanin, einen typischen Inhaltsstoff von Nachtschattengewächsen. Solanin wirkt in höheren Konzentrationen giftig. Deshalb sollten die grünen Stellen an Kartoffeln und Tomaten großzügig entfernt werden, um das Gemüse bedenkenlos verzehren zu können.
 

Wie kommt es zu den grünen Stellen an Möhren?

Werden Möhren zu eng gesät oder ist der Boden nicht tiefgründig genug, schieben sich die Möhren während des Wachstums der Sonne entgegen. Abhilfe schafft eine tiefgründige Bodenbearbeitung im Herbst und das Vereinzeln der Jungpflanzen zu Beginn des Wachstums. Beim Hacken kann außerdem die Erde rund um die Köpfe etwas angehäufelt werden.
 

In Möhren steckt viel Wertvolles drin

Für die typische orangene Farbe der Möhren sind die Carotinoide verantwortlich. Eines von ihnen, dass ß-Carotin, ist eine Vorstufe vom Vitamin A. Dieses Vitamin ist für das Hell-Dunkel-Sehen notwendig sowie für das Wachstum der Haut.

Ebenfalls reichlich in Möhren ist der Ballaststoff Pektin. Er quillt im Magen-Darm-Bereich auf, was sich regulierend auf die Darmfunktion auswirkt und für eine gute Verdauung sorgt.

Und mit nur etwa 26 kcal pro 100 g sind die farbstarken Wurzeln ausgesprochen kalorienarm.


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
Telefon: 0441 801-818
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:


Stand: 12.02.2019