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Ja bitte: selbstgemachter Kartoffelsalat...

Kartoffelsalat zum Grillsteak, Würstchen oder gegrilltem Gemüse – ja bitte. Dabei kann zum Fertigprodukt aus dem Supermarkt gegriffen werden oder er wird selbst zubereitet. Für das Selbermachen spricht, dass er genauso schmeckt wie man ihn mag. Und das lässt den Fett- und Zuckergehalt sowie der Anteil an frischen Zutaten genau steuern.

Ja, ein bisschen Zeit muss dafür schon investiert werden, doch es lohnt sich.

Die Zubereitung ist einfach. Die Ernährungsfachfrauen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen geben dazu einige Tipps.

 

Gute Gründe den Kartoffelsalat selber zu machen

  1. Etwas „selbst zu machen“ macht Spaß und schmeckt in der Regel besser als ein Fertigprodukt, und zwar Kindern und Erwachsenen.
  2. Wer seinen Salat selber zubereitet hat freie Auswahl bei den Zutaten. Man kann also selbst bestimmen, was und wieviel von beispielsweise Gurken, Radieschen, Zwiebeln, Speck hineinkommen.
  3. Im Gegensatz zum Fertig-Kartoffelsalat braucht die Eigenproduktion keine Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Verdickungsmittel oder Säuerungsmittel.
  4. Man kann noch einen Schritt weiter gehen, zum Kartoffeleinkauf beim Direktvermarkter in der Nähe, um real und live zu sehen, wo die Kartoffeln „für meinen Salat“ gewachsen sind.

Welche Kartoffelsorten eignen sich?

Für die Zubereitung eines Kartoffelsalates empfiehlt sich die Verwendung von festkochenden Speisekartoffeln. Diese sind auch nach dem Kochen und Pellen noch ausreichend fest zum Schneiden. Auch das Umrühren kann ihnen weniger anhaben.

Beliebte Sorten sind Belana, Cilena und Prinzess. Alle drei zeichnen sich durch einen angenehmen Geschmack und eine gelbe Fleischfarbe aus.

An die Resteküche denken

Beim Selbermachen des Salates lohnt der Blick in die Resteküche, denn Gewürzgurken, Radieschen, Bratenreste können für die besondere Geschmackskomponente sorgen.

Das steckt in den braunen Knollen

Der Hauptinhaltsstoff der Kartoffel ist neben Wasser die Stärke, ein langkettiges Kohlenhydrat, das im Körper ganz langsam abgebaut wird. Das sorgt für eine lange und gute Sättigung. Von Bedeutung für die gute Verdauung der Kartoffel sind ihre Ballaststoffe. Der Eiweißgehalt ist mit nur etwa 2 Prozent gering, aber dafür ist es besonders hochwertig.

Der hohe Vitamin-C-Gehalt der frischen Knolle hat zur Bezeichnung „Zitrone des Nordens“ geführt. Tatsächlich sind in 1 Portion schonend zubereiteter – gedämpfter – frischer Pellkartoffeln fast so viel Vitamin C wie in einer halben Zitrone. Zudem sind die Vitamine B1, B2 und B6 gut vertreten. Ihr hoher Kaliumgehalt wirkt regulierend auf den Wasserhaushalt.

Kartoffeln sind von Natur aus „Light-Produkte“, also keine Dickmacher.

Das Fett muss man bei Kartoffeln mit der Lupe suchen, es ist nur in Spuren vorhanden. 200 g Pellkartoffeln liefern 140 Kilokalorien.

Mayonnaise lässt den Salat schnell zur Kalorienbombe werden

Der Kartoffelsalat ist ein fester Bestandteil der deutschen Küche, dessen Zubereitung von Region zu Region variiert. Das heißt, ein klassisches deutsches Rezept für den Kartoffelsalat gibt es nicht. Im Süden Deutschlands werden die Kartoffeln meist mit einer Sauce aus Fleischbrühe, Essig, Öl, Salz, Pfeffer und Senf vermischt.

Im Norden kommt an die geschnittenen Kartoffeln häufig ein Dressing mit Mayonnaise. Als weitere Zutaten schmecken den Norddeutschen Fleischwurst, Gurken und gekochte Eier. Die Mayonnaise macht ihn jedoch auch schnell zu einer „Kalorienbombe“.

 


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
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Stand: 13.06.2019