Webcode: 01035562

Die tägliche warme Mahlzeit - muss sein?!

Jeden Tag mindestens eine warme Mahlzeit. Nicht für alle Deutschen gilt diese Ernährungsweise. Während vor 10 Jahren noch 55 Prozent Wert auf mindestens eine warme Mahlzeit am Tag legten, sind es heute nur noch 45 Prozent. Dies ist ein Ergebnis der Nestlé Ernährungsstudie 2019. Doch welche Relevanz hat eine warme Mahlzeit? Ist man mit kalten Speisen wie belegten Brötchen, Obst, Jogurt, Quark und Co. ernährungstechnisch ebenso gut versorgt? 6 Punkte, die für die tägliche warme Mahlzeit sprechen.

 

… macht das Praktizieren einer gesundheitsfördernden Ernährung leichter

Wird in der Küche gedämpft, gebacken, gebraten und geschmort, kommen im Allgemeinen mehr Gemüse, Salat und Kartoffeln sowie Fisch-, Fleisch- und Eierspeisen auf den Teller.

 

… sorgt für selbstkreierte Geschmackserlebnisse

Eine warme Mahlzeit erweitert die geschmackliche Vielfalt des Essens enorm. So kann aus einem Kohlrabi, der schonend gedämpft und mit einem Schuss Sahne und ein paar Kräutern verfeinert ist, ein zart-cremiges Geschmackserlebnis werden. Während Kohlrabi pur oder mit Möhren und Eissalat in Jogurt-Dressing eher ein knackiges saftiges Essvergnügen verspricht.

 

… duftet

Bei einer warm zubereiteten Mahlzeit sind die Essensdüfte viel ausgeprägter und können einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Das wiederum regt nicht nur den Appetit an, sondern fördert auch die Verdauung.

 

… fördert die Verfügbarkeit einiger Inhaltsstoffe

Bestimmte Inhaltsstoffe wie beispielsweise einige sekundäre Pflanzenstoffe werden durch das Erhitzen besser für den Körper verfügbar. So kann das Carotin aus gekochten Möhren besser verwertet werden als aus rohen Möhren. Das Dämpfen bricht die harten Zellwände der Wurzeln auf, wodurch das Carotin aus seiner "Zelle" entlassen wird.

 

… schützt vor dem Durch-den-Tag-Snacken

Kommt täglich eine warme Mahlzeit auf den Tisch schützt dies vor planlosem Zwischendurchessen. Man kann den täglichen Verlockungen der Supermärkte, Bäckereien, Tankstellen oder den süßen Snacks in der Schreibtischschublade besser widerstehen.

Das Snacken durch den Tag, die immer wiederkehrenden kleinen Mengen, die in den Magen gelangen, führen kaum zu einem Sättigungsgefühl. Erst Mahlzeiten mit Flüssigkeit und Volumen, wie beispielsweise die klassische warme Mittagsmahlzeit mit Gemüse, Salat, Kartoffeln, Fisch oder Fleisch, der Gemüseauflauf, der Eintopf mit Hülsenfrüchten – Linsen, Bohnen, Erbsen – füllen den Magen. Die Dehnung der Magenwand sorgt für Signale, die über das Gehirn vermittelt, für Sättigung sorgen.

 

… ist nicht per se "gesünder", aber…

Die täglich warme Mahlzeit ist eine wahre sinnliche Bereicherung. Vieles schmeckt im warmen Zustand einfach anders, oftmals besser. Und nicht zu vergessen die soziale Komponente: Eine warme Mahlzeit fördert das gesellige Beisammensein mit der Familie oder mit Freunden bei Tisch.

 

Übrigens: Die reine Temperatur des Essens – ob warm oder kalt – ist für die Verdauung und Aufnahme der Nährstoffe in den Körper nicht entscheidend, denn der warme Happen Spaghetti Bolognese kühlt bereits im Mund ab und nach seiner Reise in den Magen hat er annähernd die gleiche Temperatur wie der Bissen Wurstbrot, der im Mund und Magen erwärmt wird.


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
Telefon: 0441 801-818
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:


Stand: 11.07.2019