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Radieschen - Rettichzwerge in Rot

Klein, rot, knackig mit einer fein-scharfen Würze präsentieren sich Radieschen. Meist werden sie roh als Snack zu belegten Broten geknabbert oder in Scheiben geschnitten als frische Würze zu Salaten, Jogurt- und Quarkspeise gegeben. Doch nicht nur roh, Radieschen schmecken auch gekocht oder kurz angebraten.

Was an wertvollen Inhaltsstoffen in den Rettichzwergen steckt, woran man ihre Frische erkennt, wann sie Saison haben und wie man sie am besten aufbewahrt, erläutern die Ernährungsfachfrauen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

 

Radieschen sind kalorienarm und gesund

In Radieschen stecken etwa 95 Prozent Wasser. Auf der Suche nach Fett – Fehlanzeige. Diese Kombination macht aus ihnen ein sehr kalorienarmes Lebensmittel. Gerade einmal etwa 15 Kilokalorien enthalten 100 Gramm Radieschen.

Ihre fein-würzende Schärfe verdanken die Rettichzwerge den Senfölen. Diese zur Gruppe der Glucosinolate zählenden gesundheitsfördernden Stoffe verfügen über eine antibakterielle Wirkung. Studien weisen darauf hin, dass Senföle Bakterien bei Harn- und Atemwegsinfektionen hemmen können. Zudem sollen sie den Gallenfluss anregen.

Darüber hinaus enthalten sie gute Konzentrationen an den Vitaminen C und Folsäure sowie den Mineralstoffen Kalium und Eisen.
 

Beim Einkauf auf Frische achten

Frische Radieschen haben ein pralles, festes Aussehen. Sie sind glatt und nicht eingerissen. Ihre Blätter sind grün und frisch. Eine gelbliche Verfärbung sowie welke Blätter deuten auf Überlagerung hin. Oft schmecken die kleinen Kugeln besser als die großen, da sie zarter und saftiger sind.
 

Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein aus dem Freiland

Radieschen gibt es das ganze Jahr über frisch zu kaufen. Aus heimischen Freilandanbau werden sie vom Frühjahr an bis in den Herbst angeboten. In den Wintermonaten wird das Angebot durch Importe und Unterglasanbau gedeckt.

Geschmacklich ist Freilandware meist schärfer. Die längere Wachstumszeit führt zu einer vermehrten Bildung von Senfölen.
 

Zur Aufbewahrung in den Kühlschrank

Frische Radieschen lassen sich 2 bis 3 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Dazu unbedingt die Blätter entfernen. Dies verhindert ein Schrumpeln der Kugeln durch Wasserverlust. Die kleinen Wurzelknollen dann in einem feuchten Tuch oder einer verschlossenen Dose im Kühlschrank lagern.

Tipp: Wurden Radieschen nach der Lagerung im Kühlschrank leicht schrumpelig, können sie nach einem Bad in kaltem Wasser wieder prall und fest werden.

 


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
Telefon: 0441 801-818
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:


Stand: 26.04.2018



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