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Erdbeeren - Saison, Einkauf, Aroma

Jetzt gibt es heimische Erdbeeren in Hülle und Fülle. Rot, rund mit grünen Hütchen und aromatisch duftend präsentieren sich die leckeren Früchte. Und wie es bei so manchen Schönheiten ist: Sie sind sehr sensibel.

Wie Sie gute, frische Erdbeeren erkennen, warum Wasser das Aroma trübt und welche Vorteile heimische Erdbeeren bieten, beantworten Ihnen die Ernährungsberaterinnen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

 

Erdbeeren reifen nicht mehr nach

Erdbeeren reifen nach dem Pflücken nicht mehr nach. Beim Einkaufen deshalb reife, frische Früchte wählen und diese möglichst rasch verzehren.

Nicht ganz rot gepflückte Beeren können zwar optisch etwas nachröten, doch ihre Aroma- und Geschmacksstoffe sowie die Gehalte an wertvollen Inhaltsstoffen nehmen nach der Ernte ab. Ihre Höchstwerte haben sie nur in frischen, reifen Erdbeeren.

 

Gute frische Erdbeeren erkennt man am…

…Duft: Riechen Sie: haben die Früchte den typischen aromatischen Erdbeerduft?

…Aussehen: Schauen Sie hin: sind sie vollrot, saftig, unbeschädigt und weisen keine Druckstellen auf?

…Geschmack: Probieren Sie: schmecken sie aromatisch und süß?
 

Sie haben alle Fragen mit ja beantworten können, dann ab ins Körbchen.

 

Heimische Erdbeeren sind unschlagbar, wenn es um Frische geht

Erdbeeren stehen im Handel das ganze Jahr über zum Einkaufen bereit. Außerhalb der heimischen Erdbeer-Saison stammen sie häufig aus Spanien, Italien oder Nordafrika. Bevor sie bei uns auf den Tischen in den Märkten stehen, haben sie meist lange Transportwege zurückgelegt. Das geht oft auf Kosten des Geschmacks und wertgebender Inhaltstoffe, wie den Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen.

Bei Erdbeeren ist deshalb Frische Trumpf. Können die roten Früchte vollreif geerntet werden und gelangen erntefrisch auf die Märkte, haben sie nicht nur ihr vollmundiges Aroma, sondern sind auch besonders reich an Vitaminen und Co.

 

Erdbeeren direkt beim Erzeuger kaufen

Superfrisch erhält man Erdbeeren, wenn man sie direkt beim Erzeuger kauft oder man pflückt sie auf einem Erdbeerfeld in seiner Nähe selbst. Adressen und weitere Links zu Erdbeerbauern finden Sie unter www.service-vom-hof.de

Der Einkauf beim Direktvermarkter ermöglicht nicht nur einen unschlagbaren Frischevorteil gegenüber Importware, sondern bietet auch die Möglichkeit, mal zu erkunden, wo die Erdbeeren, die später auf Kuchen, Eis und Co. landen, wachsen. Zudem können die Erdbeeren in Augenschein genommen werden, denn in abgepackten Schalen sind mögliche Druckstellen nicht immer zu erkennen.

 

Erdbeeren mögen es nicht, wenn ihnen "auf den Pelz gerückt wird"

Die Früchte sind sehr druckempfindlich und werden durch Nachbarn, die ihnen in der Einkaufstasche „auf den Pelz rücken“ schnell matschig. Deshalb Erdbeeren vorsichtig beispielsweise im Einkaufskorb nach Hause transportieren. Falls die leckeren Beeren für einen späteren Zeitpunkt aufbewahrt werden sollen, lagert man sie ungewaschen und abgedeckt an einem kühlen Ort oder im Gemüsefach des Kühlschranks. Dort können sie bis zu zwei Tagen zwischengeparkt werden. Ideal ist die Zwischenlagerung auf einem flachen Teller. Dabei ist darauf zu achten, dass nur unversehrte Früchte geparkt werden, denn sind einzelne Beeren beschädigt, bildet sich leicht Schimmel. Für Erdbeeren mit Schimmelspuren gilt: ab in den Abfall und zwar die ganze Frucht. Da sich die Sporen durch den hohen Wassergehalt in der ganzen Frucht verteilen.

 

Stichwort: Erdbeeraroma

Nicht 10, 50 oder 100, nein bis zu 360 Aromastoffe sind für den Geschmack der Erdbeere verantwortlich. Also ein hochkomplexes Zusammenspiel verschiedener Substanzen, von der Natur kombiniert für den wahren Genuss. Ihr betörender Duft verdankt die Erdbeere auch ihren Namen: Fragaria vesca, was so viel wie „essbarer Duft“ übersetzt heißt.

 

Erdbeeren im stehenden Wasser waschen, dann zupfen

Erdbeeren sind sehr empfindlich. Ihr volles fruchtiges Aroma könnte durch einen harten Wasserstrahl verloren gehen. Damit das nicht passiert: Die Früchte kurz und vorsichtig im stehendem Wasser waschen oder sanft abbrausen. Anschließend die Beeren auf einem Stück Küchenpapier abtropfen lassen. Jetzt erst die Stiele und Kelchblätter mit einem kleinen Messer entfernen. Werden sie vor dem Waschen entfernt, werden die Früchte wässrig und verlieren deutlich an Aroma.

 


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
Telefon: 0441 801-818
Telefax: 0441 801-819
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Stand: 11.06.2018