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Kohl - Supergemüse von regionaler Herkunft

Warum in die Ferne schweifen? Superfood muss nicht aus Mexiko, China oder Brasilien kommen. Regional statt exotisch. Jetzt im Herbst und später im Winter haben Weißkohl, Grünkohl, Rosenkohl und weitere Kohlarten bei uns Saison. Und im Gegensatz zu den Exoten können sie frisch, kostengünstig und ohne lange Lieferwege direkt aus der Region erworben werden.

 

Wertvolle Inhaltsstoffe

Kohl steckt bei geringem Kaloriengehalt voller wertvoller Inhaltstoffe. Diese stärken in der feuchten und kalten Jahreszeit das Immunsystem und wirken entzündungshemmend. Zudem ist Kohl fettarm und damit kalorienarm.

 

  • Im Kohl steckt Schwefel – die wertvollen Glucosinolate
    Im Kohl sind sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, denen eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Wirkungen im Körper zugesprochen werden. Dazu gehören die Glucosinolate, die sich als Killer von Bakterien und Schimmelpilzen erwiesen, Infektionen vorbeugen und sogar den Krebszellen Paroli bieten sollen. Die Schwefelverbindungen in den Glucosinolaten sind auch verantwortlich für den typischen Kohlgeruch.
     
  • Grünkohl enthält Calcium
    Übrigens: Was Grünkohl von den anderen Kohlsorten unterscheidet, ist beispielsweise sein guter Gehalt an Calcium, der ihn für Lactoseintolerante interessant macht.
     
  • Vitamin-C wird erst durch Garen wirksam
    Eine Besonderheit des Vitamin C im Kohl ist, dass es in Form von Ascorbigen vorliegt. Erst durch das Garen wird daraus Ascorbinsäure – so der chemische Name von Vitamin C -. Das heißt Kohl kann im gegarten Zustand mehr Vitamin C enthalten als im rohem. Wird der Kohl jedoch zulange gegart, wird das „Anti-Erkältungs-Vitamin“ wieder zerstört.
    Unsere Empfehlung: Garen Sie den Kohl al dente, also bissfest, damit möglichst wenige der wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden oder genießen Sie die Kohlvielfalt roh, beispielsweise in Salaten. So bleiben viele wertvolle Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten.
     
  • Kohl bläht – ja, aber er macht auch lange satt
    Die reichlich enthaltenen Ballaststoffe des Gemüses werden gleichzeitig geschätzt und gefürchtet. Geschätzt, weil sie für eine gute Verdauung und eine langanhaltende Sättigung sorgen. Zudem fördern die Nahrungsfasern eine gesunde Darmflora. Gefürchtet, weil sie Blähungen verursachen. Erreichen die Ballaststoffe den Dickdarm, werden sie von Mikroorganismen - Darmbakterien - aufgespalten. Dabei entstehen Gase, die aufgrund der schwefelhaltigen Glucosinolate des Kohls nicht gut riechen.
    Etwas Kümmel, Fenchel oder Anis im Kohlgericht trägt zur Vermeidung der Blähungen bei.

 

Wenig Fett bei der Zubereitung und bitte nicht totkochen

Die dem Kohl nachgesagte "schwere Verdaulichkeit" kann in einer ungünstigen Zubereitungsart begründet liegen. Vor allem "alte Rezepte" setzen dem Kohl arg zu, sie lauten oft: Kohl braucht viel Fett. Das ist jedoch nicht erforderlich. Mit viel Fett wird aus dem natürlichen Light-Produkt eine Kalorienbombe.

Auch von Witwe Boltes Gaumenkitzel in Max und Moritz sollte abgesehen werden: "Wovon sie besonders schwärmt, wenn es wieder aufgewärmt." Wiederaufwärmen oder lange Garzeiten bedeuten gravierende Vitaminverluste. Um beim Kochen die Vitamine weitestgehend zu erhalten, ist es wichtig, die Garzeit so kurz wie möglich zu halten. Der Kohl sollte gar, aber noch bissfest sein und auf keinen Fall "totgekocht" werden.

 

Frisches Wintergemüse aus der Region erhalten Sie auch beim Direktvermarkter in Ihrer Nachbarschaft. Weitere Informationen unter www.service-vom-hof.de .


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
Telefon: 0441 801-818
Telefax: 0441 801-819
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Stand: 16.10.2018