Webcode: 01035062

Eier - kleine ovale Kraftpakete

Zu Ostern werden gerne ein paar Eier mehr gegessen. Ein Problem für die Gesundheit? Für den Gesunden: NEIN. Es spricht nichts dagegen. Was genau an Inhaltsstoffen im Ei steckt und wie es um das Cholesterin steht, erläutern die Ernährungsfachkräfte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

 

Schon Wilhelm Busch lobte das Ei "Das weiß ein jeder, wer's auch sei, gesund und stärkend ist das Ei." Und ja es stimmt, das Ei enthält jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und hochwertiges Eiweiß. Das weiße oder braune Oval ist mit allen Nährstoffen ausgestattet, die ein Küken zur Entwicklung braucht.

Eier einfach wertvoll
Es zählt mit zu den hochwertigsten Lebensmitteln überhaupt. Es ist eine Portion hochwertigen Eiweißes, das vom menschlichen Körper sehr gut verwertet werden kann. Von ihm können Sportler und Senioren profitieren. Interessant ist, dass das Eiweiß des Eies nicht wie der Name suggeriert im Eiklar steckt sondern vor allem im Eidotter. Des Weiteren punkten die Kraftpakete mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K. Vitamin A sorgt für die Elastizität des Auges, dass es sich gut an die Helligkeit und Dunkelheit anpasst. Zudem unterstützt es das Immunsystem und ist für eine gesunde Haut wichtig.

Bei den wasserlöslichen Vitaminen sind besonders die B-Vitamine herauszustellen. Vitamin B1, B2, B12 und Folsäure. Die "B-ler" können einen guten Beitrag zur Versorgung von älteren Menschen, jungen Frauen und Veganer und Vegetarier leisten.

Cholesterin "Freispruch für Eier"
Vor allem alte oder missverständliche Informationen über Cholesterin haben den Ei-Genuss in der vergangenen Zeit oft getrübt. Wer jedoch gesund ist und keine Probleme mit dem Cholesterinspiegel oder dem Fettstoffwechsel hat sowie kein Diabetespatient ist, kann sich zu Ostern Eier ohne Sorgenfalten schmecken lassen. Ein Hühnerei enthält zwar eine ganze Menge Cholesterin, doch beim gesunden Menschen sorgt ein Regelmechanismus für einen ausgeglichenen Blutcholesterinspiegel.

Auf die Anklagebank geriet das Cholesterin, als eine Reihe von Tierexperimenten einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung und krankhaften Gefäßveränderungen aufzeigte. Weil auch beim Menschen die gefäßschädigende Wirkung von Cholesterin bekannt war, war der Schuldige gefunden: das Cholesterin.

Heute weiß man, dass das Cholesterin aus der Nahrung beim gesunden Menschen nur einen geringen Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel hat. Denn je mehr Cholesterin das Essen enthält, desto weniger wird von diesem Stoff vom Körper selbst produziert. Bei Personen mit einer bestimmten angeborenen Stoffwechselstörung läuft dieser Mechanismus allerdings aus dem Ruder. Diese „Cholesterinempfindlichen“ sollten konsequent auf ihre Cholesterin- und vor allem Fettzufuhr achten, also auch bei Ostereiern nicht sorglos zugreifen.

 

 


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
Telefon: 0441 801-818
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:


Stand: 15.04.2019