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Kohlrabi: weiß - grün – lila - lecker

Ob weiß, grün oder lila, ob als Rohkost oder Gemüse, Kohlrabi gehört zu den Klassikern in der deutschen Küche. Vielseitig verwendbar, mild im Geschmack und reich an Nährstoffen, das wissen Kohlrabi-Liebhaber zu schätzen.

Wertvolle Inhaltsstoffe:

Kohlrabi ist reich an Vitamin C. Schon 150 g decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Vitamin C stärkt das Immunsystem und ist an Entgiftungsreaktionen beteiligt. Darüber hinaus liefert Kohlrabi viele verschiedene B-Vitamine (z.B. Folsäure, Niacin, Pantothensäure, B6 oder Biotin). B-Vitamine werden benötigt für eine gesunde Zellfunktion, gesunde Haut, schönes Haar und vieles mehr. Feinwürzige Senfölglycoside (sekundäre Pflanzenstoffe) Vitamin C, Folsäure und Selen schützen gemeinsam vor Entzündungen und stärken zusätzlich die Abwehrkräfte. Außerdem trägt dieses Gemüse zur Versorgung mit Magnesium und ß-Carotin bei. Nicht zuletzt machen die enthaltenen Ballaststoffe satt und sorgen gleichzeitig für eine gute Verdauung.

Und, wer abnehmen möchte ist mit Kohlrabi auch gut beraten, denn er liefert pro 100 g nur 23 kcal / 97 kJ.

 

Einkauf und Lagerung

Die Frische eines Kohlrabis erkennt man an seinen knackig, kräftig grün leuchtenden Blättern. Die Schale der Knolle ist gleichmäßig und ohne Schattierungen. Am besten schmecken die kleinen bis mittelgroßen Knollen. Gelagert wird Kohlrabi an einem kühlen Ort z.B. im Kühlschrank. Dort hält er sich im Gemüsefach ca. 2 - 6 Tage. Umwickelt man ihn zusätzlich noch mit einem feuchten Tuch und entfernt die Blätter, verlängert sich die Haltbarkeit (max. 2 Wochen).

Hauptsaison hat der Kohlrabi von Mai bis Oktober. Dann kommt er in der Regel aus einheimischem Freilandanbau. In den anderen Monaten wird er in Gewächshäusern angebaut.

Der Kohlrabi gehört, wie der Name schon vermuten lässt, zur großen Kohlfamilie. Er bildet sich nicht wie Blumenkohl oder Brokkoli aus den Blüten und nicht wie der Weißkohl aus den Blättern, sondern hier handelt es sich um die oberirdische Verdickung der Sprossachse.

 

Küche und Zubereitung

Nicht nur die Farbe, auch der Geschmack und Verwendung des Kohlrabis ist unterschiedlich. Der hellgrüne bzw. weiße Kohlrabi schmeckt mild und wird roh oder gegart verzehrt. Der violette besitzt einen kräftigen Kohlgeschmack und neigt zum holzig werden. Aus diesem Grunde wird er nur gegart gegessen.

Je jünger das Gemüse ist, desto weniger muss man es schälen. Meist reicht es aus den Kohlrabi beim Waschen zu bürsten. Hat man einen älteren oder großen Kohlrabi, schält man ihn von der Wurzel zum Blatt. Geschält und zerkleinert ist der Kohlrabi in 10 – 15 Minuten fertig gegart. Die Nährstoffe bleiben allerdings am besten erhalten, wenn der Kohlrabi im Ganzen mit Schalte gegart wird. Dann benötigt er ca. 20 – 30 Minuten und wird anschließend geschält. Und, wer Kohlrabi einfrieren möchte, sollte den geschälten und zerkleinerten Kohlrabi vorher 3 Minuten blanchieren.

Übrigens: Auch die Blätter des Kohlrabis sind genießbar und enthalten viele Vitamine (z.B. ß-Carotin, das Provitamin A) und Mineralstoffe. Um ein Gericht mit Kohlrabi abzurunden, können die zarten Blätter des Kohlrabis klein gehackt und dem jeweiligen Gericht zugefügt werden.

Lecker schmeckt Kohlrabi zu Fleisch, als Eintopf und Suppe, roh als Salat mit Rettich, Möhren und Nüssen und zu gekochten Eiern.

 

Kohlrabi-Apfel-Radieschen-Rohkost

2 kleine Kohlrabi (250 g)
2 kleine Äpfel
1 EL Zitronensaft
10 Radieschen

 

150 g Joghurt
4 EL Zitronensaft
2 Prise Jodsalz
2 TL Zucker
2 Prise Pfeffer
4 EL Schnittlauchröllchen

Kohlrabi u. Äpfel putzen, schälen, grob raspeln und sofort mit Zitronensaft mischen.

putzen, in Scheiben schneiden oder würfeln

 

mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker cremig rühren und die Schnittlauchröllchen unterheben.

Die Kohlrabi-, Apfel- und Radieschen-Stücke in das Dressing geben, umrühren und bei Zimmertemperatur 10 - 15 Minuten durchziehen lassen.

Tipps:

  • Frische Kohlrabi-Blätter können fein gehackt mitverwendet werden
  • Mit Balsamico-Essig (hell) abschmecken

 

 

Kohlrabi-Salat mit Sonnenblumenkernen

4 Kohlrabi

3 EL gemischte Kräuter

100 g gekochten Schinken

 

2 EL Öl
3 EL Essig
1 TL Senf
1 Prise Zucker
½ TL Jodsalz
½ TL Pfeffer
3 EL Wasser/Mineralwasser
2 EL Sonnenblumenkerne

putzen, schälen, in kleine Streifen schneiden

Kräuter hacken und zufügen

in Würfel oder Streifen schneiden und untermengen

 

aus Essig, Öl, Gewürzen und  Wasser eine Salatsoße herstellen

 

 

Sonnenblumenkerne in beschichteter Pfanne rösten, abkühlen lassen und unter den Salat mischen

Salat mindestens 15 Minuten durchziehen lassen

 

Kohlrabi-Nudel-Auflauf mit Kasseler

900 g Kohlrabi

2 EL Butter
100 ml Wasser

500 g Hartweizen-Nudeln (gegart)

500 g Kasseler-Kotelett (gegart)

1 Bund Schnittlauch

100 g Schmand
Muskat, Salz, Pfeffer

100 g Käse z.B. Gouda

putzen, schälen, in feine Stifte schneiden

Butter erhitzen, Kohlrabi kurz anbraten, mit Wasser ablöschen und ca. 10 Minuten weich dünsten 

in Salzwasser garen und gut abtropfen lassen

Koteletts in Würfel schneiden (1 cm)

Schnittlauch waschen und hacken

Nudeln, Kohlrabi-Wasser und Schmand mischen und kräftig abschmecken

Kohlrabi, Fleischstücke und Schnittlauch vorsichtig unterheben, alles in eine gefettete Auflaufform füllen
Käse reiben und über den Auflauf streuen.

Auflauf ca. 20 Minuten bei 220 °C backen.


Kontakt:
Heike Dittmer
Beraterin Ernährung, Hauswirtschaft, Bauernhofgastronomie, Landfrauen
Telefon: 04181 9304-21
Telefax: 04181 9304-24
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Stand: 03.03.2021