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Kurzarbeit - Was Betroffene wissen sollten

Immer mehr Betriebe melden aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit an. Arbeitnehmer sollten sich daher dringend informieren.

So warnt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ausdrücklich davor, ohne vorherige Beratung Aufhebungs- oder Änderungsverträge zum Arbeitsvertrag zu unterschreiben, die der Arbeitgeber möglicherweise vorlegt.

Um Kurzarbeitergeld zu erhalten, müssen Beschäftigte unter bestimmten Umständen eine Einverständniserklärung unterschreiben. Auch hier sollte sich jeder im Vorfeld informieren. Aktuelle Hinweise des DGB als PDF zum Download.

Auch die Agentur für Arbeit hat eine Website speziell für Arbeitnehmer zum Thema Kurzarbeit eingerichtet.

Die wichtigsten Fakten für Arbeitnehmer:

  • Arbeitgeber können Kurzarbeit nicht einseitig anordnen. Die Einführung ist nur zulässig, wenn dies in einem Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung vereinbart ist (in größeren Betrieben mit Betriebsrat) oder der Arbeitnehmer zustimmt.
  • Kurzarbeitergeld bedeutet etwa 60 % vom Nettolohn für die ausgefallene Arbeit, in besonderen Fällen 67 % (wenn min. ein Kind im Haushalt lebt).
  • Kurzarbeitergeld bekommen nur Beschäftigte, die in die Arbeitslosenversicherung einzahlen.
  • Für die Zeit der Kurzarbeit verringert sich der Urlaubsanspruch zeitanteilig.

Kontakt:
Matthias Brandner
Fachreferent Arbeitnehmerberatung
Telefon: 0441 801-328
Telefax: 0441 801-392
E-Mail:


Stand: 20.03.2020