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Modellprojekt Gnarrenburger Moor

Modellprojekt zur Umsetzung einer klimaschutzorientierten Landwirtschaft im Gnarrenburger Moor (2016 - 2021)

Folgeprojekt Gnarrenburger Moor - Gebietskonzept und Wassermanagement (2021 - 2022)

 

Woher kommt das Wasser für ein reguliertes Wassermanagement zur klima- und torfschonenden Nutzung des Hochmoorgrünlandes im Gnarrenburger Moor? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Folgeprojekts des Modellprojektes Gnarrenburger Moor, das im Januar 2021 startete.

Das Projekt knüpft damit an das 2016 gestartete Modellprojekt an, in welchem Beratungsgrundlagen und Bewirtschaftungsformen für eine zukunftsfähige, torf- und klimaschonende Landwirtschaft auf Moorstandorten in Zusammenarbeit mit den Landwirten im Gnarrenburger Moor zu entwickelt wurden. Ziel ist einerseits die Verminderung von Torfzehrung/ -degradation und damit von Treibhausgasemissionen auf landwirtschaftlich genutzten Mooren. Andererseits sollen die Standorte für die landwirtschaftlichen Betriebe erhalten und die Existenz- und Entwicklungsmöglichkeiten verbessert werden. Die Erprobung dieser Klimaschutzmaßnahmen wird auch im Folgeprojekt fortgesetzt.

Grasernte auf einer Versuchsfläche mit Unterflurbewässerung zur Anhebung der Wasserstände im Torfboden. Seit 2019 werden hier durch das Thünen-Institut Treibhausgasemissionen gemessen.

 

 

   

Die Ergebnisse des Modellprojektes (2016 – 2021) haben mit der Unterstützung der Kooperationslandwirte gezeigt, dass die Anhebung von Wasserständen mit dem Ziel des Klimaschutzes im Hochmoor möglich ist und welche Maßnahmen für eine angepasste Bewirtschaftung denkbar sind. Im Folgeprojekt sollen diese Maßnahmen unter der Federführung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) auf eine größere Fläche übertragen werden. Das Ziel ist ein Gebietskonzept mit einem großflächigen Wassermanagement, in dem die Wasserstände innerhalb eines Wassereinzugsgebietes aktiv gesteuert werden. 

Im Vordergrund steht weiter, dass eine praxistaugliche und betriebswirtschaftlich tragfähige landwirtschaftliche Nutzung der Grünlandflächen bei angehobenen Wasserständen umsetzbar bleibt. Über höhere Wasserstände sind auch neue Nutzungsformen vorstellbar, sofern diese wirtschaftlich sind. In welchem Umfang landwirtschaftlich genutzte Hochmoorstandorte in das Folgeprojekt einbezogen werden können, ist abhängig von der Teilnahmebereitschaft der landwirtschaftlichen Betriebe und von den Möglichkeiten zum Wasserrückhalt und der Wasserzuleitung in den betrachteten Teilgebieten.  

In der Kooperation des Modellprojektes Gnarrenburger Moor setzen Landwirte und lokale Akteure ihre gemeinsame Arbeit zusammen mit den Fachbehörden unter der Geschäftsführung der LWK fort. Dies schließt die Entwicklung des Gebietskonzepts mit einem großflächigen Wassermanagement, aber auch die Fortführung der Demo-Versuche mit Wasserstandsanhebungen ein. Die Projektpartner der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Suderburg erarbeiten für das Gebietskonzept den konkreten Nachweis, was in wasserwirtschaftlicher und -baulicher Hinsicht möglich ist und wo ein Gebietskonzept ggf. auf Grenzen stößt.

Ende Juni 2021 besuchte der Ministerpräsident des Landes Niedersachen, Stefan Weil, die Modellregion: „Beim Klimaschutz kommen wir in Niedersachsen nicht um das Thema Moorschutz herum“, sagte der Ministerpräsident, als er sich die denkbaren Maßnahmen zur klima- und torfschonenden landwirtschaftlichen Bewirtschaftung vom Projektteam erläutern ließ.
 

   

 

Mehr zum Thema Kooperation

Kooperation „Landwirtschaft und Moorschutz/Klimaschutz im Gnarrenburger Moor“

Mehr zum Thema Beratung

Beratung zur torfschonenden Landwirtschaft

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Benutzergruppe der Kooperation Modellprojekt Gnarrenburger Moor

 

Unten finden Sie eine kurze Beschreibung des Projektes zum Download.

   
   

          


Kontakt:
Isabelle Vogel
Beraterin Modellprojekt Gnarrenburger Moor
Telefon: 04761 9942-147
Telefax: 04761 9942-159
E-Mail:
Dr. Heike Kruse-Dörgeloh
Geschäftsführung der Kooperation Modellprojekt Gnarrenburger Moor
Telefon: 04761 9942-146
Telefax: 04761 9942-159
E-Mail:


Stand: 02.09.2021