Webcode: 01035678

Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Wintergerste 2019

Die Wintergerste bringt für den Öko-Ackerbau viele pflanzenbauliche Vorzüge mit. Die frühzeitige Ernte ermöglicht eine gründliche Stoppelbearbeitung und Wurzelunkräuterregulierung. Auch für eine rechtzeitige Aussaat von Kleegras und Zwischenfrüchten hat der Wintergerstenanbau entscheidende Vorteile. Durch die frühere Saat und Ernte lassen sich außerdem Arbeitsspitzen im Betrieb reduzieren. Gleichzeitig kann die Wintergerste zur Erweiterung der Fruchtfolge und damit auch zur Risikostreuung in Bezug auf Wetterextreme durchaus interessant sein. Allerdings ist ihr Vermarktungspotenzial gegenwärtig begrenzt.

Die Gerstenbestände entwickelten sich trotz der trockenen Bedingungen im Herbst 2018 durchweg gut, ohne nennenswerte Probleme beim Aufgang und während der Wintermonate. Nur am Standort Oldendorf II kam es zu einem trockenheitsbedingt verzögerten Aufgang. Aber auch hier entwickelten sich im weiteren Verlauf gute und gleichmäßige Bestände. Die Wasserversorgung reichte auf den Versuchsstandorten in beiden Anbaugebieten vielfach noch für eine gute Kornausbildung aus. So wurden durchweg erfreuliche, zum Teil auch sehr gute Erträge erzielt. In der Praxis streuen die Erträge wesentlich stärker, was der regional sehr unterschiedlichen Niederschlagsverteilung geschuldet ist. Welche Sorten für den Ökolandbau in die engere Wahl gehören, erläutert der folgende Bericht.

Die Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Wintergerste 2019 können am Ende dieses Beitrages heruntergeladen werden.

Ergebnisse zu weiteren Öko-Versuchen auch aus zurückliegenden Jahren finden Sie unter: ISIP

Saatgut aus ökologischer Erzeugung

Laut der EG-Verordnung Ökologischer Landbau gilt , dass grundsätzlich nur Bio-Saat- und Pflanzgut zu verwenden ist. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter http://www.organicxseeds.de/sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet. Ist dort kein Saatgut der gewünschten Sorte gelistet, darf nach Antrag bei der Kontrollstelle auch konventionell erzeugte, ungebeizte Ware zum Einsatz kommen.

 


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:
Florian Rohlfing
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4294
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:


Stand: 12.08.2019