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Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Ackerbohnen 2017

Ackerbohnen sind auf Standorten mit guter Wasserversorgung ein wichtiger Bestandteil in der Fruchtfolge. Als Stickstoff fixierende Kulturen trägt sie zur N-Versorgung in der Fruchtfolge bei. Zudem hat die kontinuierliche Nachfrage für die Fütterung auch zu vergleichsweise stabilen Erzeugerpreisen geführt.

Wird die Ackerbohne als Marktfrucht angebaut, sollte bei der Sortenwahl in erster Linie die Ertragssicherheit berücksichtigt werden. Neben dem Ertrag ist der Rohproteingehalt ein wichtiger wertgebender Inhaltstoff. Er wird zwar am Markt (bislang) nicht honoriert, aber für Betriebe, die ihre Ernte innerbetrieblich verwerten, hat er größere Bedeutung.

Wird die Ackerbohne im eigenen Betrieb verwertet, so hängt die Sortenwahl aufgrund der sekundären Inhaltsstoffe von der Tierart ab, die damit gefüttert werden soll. Der Bitterstoff Tannin setzt bei Schweinen und Geflügel die Futteraufnahme herab und beeinflusst die Proteinverdaulichkeit negativ. Vicin und Convicin hemmen bei Geflügel die Eiweißverdauung. Vicin kann zudem die Legeleistung herabsetzen. Bei der Rindviehfütterung gibt es dagegen keine Einschränkung durch die genannten Inhaltsstoffe. Zur Absicherung sind beim Abnehmer die Ansprüche an die Sekundärinhaltsstoffe zu erfragen.

Die Erträge der diesjährigen Öko-Landessortenversuche Ackerbohnen fallen überwiegend erfreulich aus. Die Ergebnisse 2017 finden Sie am Ende dieser Seite zum herunterladen.

Ergebnisse zu weiteren Versuchen im Ökologischen Landbau, bzw. Sortenversuche der zurückliegenden Jahre finden Sie unter: Öko-Versuche

Saatgut aus ökologischer Erzeugung

Laut der EG-Verordnung Ökologischer Landbau gilt , dass grundsätzlich nur Bio-Saat- und Pflanzgut zu verwenden ist. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter www.organicxseeds.de sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet. Ist dort kein Saatgut der gewünschten Sorte gelistet, darf nach Antrag bei der Kontrollstelle auch konventionell erzeugte, ungebeizte Ware zum Einsatz kommen.

 

 


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
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Stand: 14.12.2017