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Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Wintertriticale 2018

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Öko-Futtergetreide, hat sich im Laufe der letzten Jahre der Anbau von Öko-Wintertriticale etabliert. Neben der eigenen Verwertung im Betrieb kommt die Nachfrage nach Triticale von Futtermischwerken, oder im Rahmen von Futter-Mist-Kooperationen. Auch Umstellungsbetriebe favorisieren während der Umstellungsphase den Anbau von Wintertriticale, da sich diese Getreideart als Futter aus der Umstellung vermarkten lässt. Triticale ist im Anbau vergleichsweise anspruchslos. Auf Standorten auf denen Weizen keine zufriedenstellenden Erträge mehr bringt, lässt sich mit Triticale oft noch ein besserer Ertrag erzielen. Zudem besitzt diese Getreideart eine ausgeprägte Bodendeckung und Wüchsigkeit, so dass Unkräuter gut unterdrückt werden. Besonders Gelb- und Braunrost sind ertragsrelevante Krankheiten, die bei der Sortenwahl zu berücksichtigen sind.

Die Erträge fallen in diesem Jahr in den Versuchen sehr differenziert aus. An den Standorten Oldendorf II und Futterkamp brechen sie erheblich ein und liegen unter 25 dt/ha. Der nasse Herbst mit verspäteter Aussaat unter feuchten Bodenverhältnissen und die frühe und anhaltende Trockenheit dürften die Ursachen dafür sein. Am Standort Wiebrechtshausen werden mit rund 70 dt/ha sehr erfreuliche Erträge eingefahren. Gute Aussaatbedingungen und offensichtlich auch eine ausreichende Wasserverfügbarkeit mit guter N-Mineralisation dürften dazu wesentlich beigetragen haben. Am Standort Osnabrück werden mit fast 45 dt/ha ebenfalls hervorragende Erträge erzielt. Durch regional ergiebige Niederschläge war hier die Wasserversorgung während der Kornfüllung entspannter.

Die Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Wintertriticale 2018 können am Ende dieses Beitrages heruntergeladen werden.

Ergebnisse zu weiteren Öko-Versuchen auch aus zurückliegenden Jahren finden Sie unter: ISIP

Saatgut aus ökologischer Erzeugung

Laut der EG-Verordnung Ökologischer Landbau gilt , dass grundsätzlich nur Bio-Saat- und Pflanzgut zu verwenden ist. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter http://www.organicxseeds.de/sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet. Ist dort kein Saatgut der gewünschten Sorte gelistet, darf nach Antrag bei der Kontrollstelle auch konventionell erzeugte, ungebeizte Ware zum Einsatz kommen.


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
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Stand: 27.08.2018