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Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Speisekartoffeln 2018

Kartoffeln haben in Niedersachsen seit jeher eine besondere Bedeutung, deutschlandweit wird der Großteil hier produziert. Auch bei den ökologischen Kartoffeln liegt Niedersachsen mit 25 % Marktanteil in Deutschland vorne. Die Kartoffel stellt konventionell wie auch ökologisch produziert eine gewinnbringende Kultur dar, weswegen der erfolgreiche Anbau häufig eine Sonderstellung auf den Betrieben einnimmt. Da Landwirte bei der ökologischen Produktion durch den eingeschränkten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verstärkt auf die Sortenwahl angewiesen sind, gibt der Landessortenversuch Aufschluss über die Eignung der einzelnen Sorten im Ökolandbau. Der Fokus wird hier, neben dem Ertrag, vor allem auf Eigenschaften wie geringe Krautfäuleanfälligkeit, frühe Ertragsbildung und geringe Anfälligkeit gegenüber Rhizoctonia gelegt. Aber auch Parameter wie Eisenfleckigkeit, Schorfbefall, früher Reihenschluss zur erfolgreichen Unkrautunterdrückung und Phytophthorabefall werden bonitiert.

Die Preise für Biokartoffeln bewegten sich dieses Jahr auf einem konstanten Niveau, wobei die Erträge auf beregneten Flächen überdurchschnittlich gut ausfielen. Angesichts der Ernte des letzten Jahres in dieser Region war dies für viele Landwirte eine Erleichterung. Dabei darf aber der finanzielle Mehraufwand durch die häufigen Bewässerungen und die Ertragseinbußen, die in anderen Kulturen durch die Trockenheit entstanden sind, nicht vergessen werden. Auf unberegneten Flächen lagen die Erträge im unterdurchschnittlichen Bereich, dazu kamen Probleme mit der Qualität der Ernteware.

Die aktuellen Ergebnisse unserer Öko-Landessortenversuche Öko-Speisekartoffel 2018 stehen am Ende des Beitrages zur Verfügung.

Öko-Pflanzgut ist vorgeschrieben

Beim Öko-Pflanzgutbezug ist die Kartioffel der Kategorie I zugeordnet. Die Eingruppierung in Kategorie I besagt, dass ausreichend Öko-Pflanzgut dieser Kultur zur Verfügung steht und deshalb keine Ausnahmegenehmigungen zur Verwendung von konventionell erzeugtem Saatgut gemäß Art. 45 (5) der VO (EG) 889/2008 oder eine allgemeine Genehmigung gemäß Art. 45 (8) der VO (EG) 889/2008 erteilt werden können. Das bedeutet, dass Ausnahmen gegeben werden können, falls die gewünschte Kartoffelsorte nicht ökologisch vermehrt zur Verfügung steht. Dafür muss die Kartoffelsorte allerdings bis zum 31.01.2019 bestellt sein. Anschließend gilt erneut die Kat. I für Kartoffeln, d.h. es dürfen nur noch ökologisch vermehrte Kartoffelsorten bestellt werden. Wir empfehlen deshalb dringend, sich frühzeitig Gedanken um die Sortenwahl zu machen. Eine Übersicht zu den verfügbaren ökologisch vermehrten Sorten finden Sie unter: www.organicxseeds.de

Ergebnisse zu weiteren Versuchen im Ökologischen Landbau, bzw. Sortenversuche der zurückliegenden Jahre finden Sie unter: ISIP


Kontakt:
Irina Michler
Beraterin Ökokartoffel und Betreuung LUPINEN-NETZWERK
Telefon: 0581 8073-116
Telefax: 0581 8073 159
E-Mail:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
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Stand: 13.12.2018