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Zuckerrüben vertragen den Striegel

Ein vierjähriger Versuch der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gibt Aufschluss über Einsatzparameter und Pflanzenverluste.

Es ist heikel aber möglich, Zuckerrüben in einem frühen Entwicklungsstadium zu striegeln. Das fand das Öko-Team der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in einem vom Land Niedersachsen finanziell unterstützten Versuch von 2017 bis 2020 heraus. In vier Entwicklungsstadien untersuchten sie die Pflanzenverluste beim Striegeln. Testgerät war ein Zinkenstriegel von Treffler. Neben dem Entwicklungsstadium der Zuckerrübe waren Intensität des Striegels und die Fahrtgeschwindigkeit weitere untersuchte Parameter. Getestet wurde zudem das Striegeln längs und quer zur Särichtung der Rüben.

Vielversprechend war vor allem das Striegeln ab dem ersten Laubblattpaar. Die Verluste lagen dann zwischen null bis sechs Prozent. Die Zuckerrüben waren ab diesem Entwicklungsstadium robust genug. Der Einsatz im Keimblattstadium führte dagegen zu Pflanzenverlusten von bis zu 20 Prozent – vor allem, weil die Pflanzen zu stark verschüttet wurden. Beim Blindstriegeln mit optimaler Einstellung des Striegels lagen die Verluste zwischen zwei und sieben Prozent. Bei intensiverer Einstellung des Striegels gab es teils Verluste von bis zu 29 Prozent.

Wir konnten feststellen, dass der Pflanzenverlust von Bodenzustand, Bodenart, Fahrgeschwindigkeit und Einstellungen am Striegel abhängt. In diesem Jahr wird der Versuch auf einem Praxisbetrieb wiederholt. Über die Entwicklung werden wir weiterhin berichten.

Weitere Informationen zu dem Versuch finden Sie hier:

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/346/article/36822.html

 

Des Weiteren stehen ihnen die Berater*innen aus dem Fachbereich 3.10 Ökologischer Landbau bei Fragen zum Striegeleinsatz in Zuckerrüben oder in anderen Fragen der mechanischen Beikrautregulierung gerne zur Verfügung. Kontakte für produktionstechnische Beratung finden Sie in unserem Beratungsangebot unter dem Webcode: KA3034001000005.

 

   


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:
Volker Graß
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
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Telefax: 0511 4005-2120
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Stand: 12.05.2021