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Hofübergabe dem Zufall zu überlassen, ist grob fahrlässig!

Früher oder später stellt sich auf jedem landwirtschaftlichen Betrieb die Frage, wie der Hof weitergeführt werden soll. Dabei gibt es zumeist klare Vorstellungen des Hofübergebers. Damit diese Wünsche aber auch rechtlich Bestand haben, für den Übernehmer finanziell tragbar sind und die Erwartungen aller Beteiligten mit einbeziehen, ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema sinnvoll.

Einen Impuls, die Hofübergabe jetzt anzupacken, setzten die sozioökonomischen Berater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit den „Infotagen Hofübergabe“, die vom 15. bis 18. Januar 2019 an vier Standorten über das Kammergebiet verteilt angeboten wurden. Über 150 Teilnehmer kamen, um sich in Vorträgen und Workshops über alles Wichtige rund um die Hofübergabe zu informieren. Dabei wurden menschliche, erbrechtliche und finanzielle Aspekte des Generationswechsels beleuchtet. Auch wurde eingegangen auf die Besonderheiten, wenn keine oder mehrere Hofnachfolger vorhanden sind.

Kernaussage der Berater war: „Es ist besser, den Hof bewusst zu Lebzeiten an die nächste Generation zu übergeben.“ Denn: ist nichts geregelt, könnte es im Todesfall des Betriebsleiters zu ungewollten Konstellationen kommen, die z.B. den Ehegatten ohne angemessene Absicherung hinterließen oder sogar den Verkauf des Hofes zur Folge hätten.

Dabei gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten bei einer Hofübergabe, die dafür sorgen, dass alle Beteiligten zu ihrem Recht kommen. Allerdings gilt es, die zunehmende Komplexität der landwirtschaftlichen Betriebe zu berücksichtigen und die damit verbundenen erbrechtlichen Besonderheiten. So wird der eigentliche Hof zwar nach Höfeordnung vererbt, aber die Vererbung des hoffreien Vermögens, wozu auch GbR-Anteile und Anlagen für Biogas, Windkraft und Photovoltaik gehören, unterliegt dem Erbrecht des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).

Kurzum, der Beratungsbedarf für eine erfolgreiche Hofübergabe ist hoch. Nur mit einer ganzheitlichen Betrachtung der Verhältnisse, kompetenter begleitender Beratung und der Einbindung aller Beteiligten in den Prozess lässt sich die optimale, maßgeschneiderte Lösung finden, die für den Hof auch wirklich passt. Und diese aktive Gestaltung des Übergabeprozesses wirkt sich gleich mehrfach positiv aus: auf die Betriebsentwicklung ebenso wie auf den Familienfrieden.


Die sozioökonomischen Beraterinnen und Berater stehen auch Ihnen bei Ihrer Hofübergabe zur Seite.


Kontakt:
Eva-Maria Asmussen
Beraterin Sozioökonomische Beratung
Telefon: 0441 801-814
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:


Stand: 28.01.2019