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Bedrohungslage Afrikanische Schweinepest – passende Absicherung schaffen!

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Deutschland angekommen. In Brandenburg werden rund um den Fundort des mit ASP infizierten Wildschweinkadavers Restritionszonen eingerichtet. Die zuvor entlang der Grenze errichteten Wildzäune und Vergrämungsmaßnahmen sind gescheitert.

 

Es schien schon länger nur eine Frage der Zeit, wann das Virus auch in Deutschland bei Wildschweinen zu finden sein würde, da auch erkrankte Wildschweine noch beträchtliche Strecken zu Land und zu Wasser zurücklegen können. Auch wenn vermutlich der Hauptvektor der ASP der Mensch bleibt, hier scheint ein erkranktes Wildschwein die Grenze passiert zu haben.

Tschechien hat die ASP im Wildschweinebestand in der Vergangenheit mit umfangreichen Maßnahmen in den Griff bekommen. Diese Maßnahmen werden vermutlich so oder so ähnlich auch hierzulande zu Anwendung kommen. Der Gesetzgeber hat entsprechende gesetzliche Ermächtigungen geschaffen. Hausschweinebestände würden davon deutlich eingeschränkt.

Beispielsweise würde in dem veterinärseitig festgelegten gefährdeten Gebiet um den Fundort des infizierten Wildschweins (Radius ca. 15 km) die Verbringung von Schweinen nur nach tierärztlicher Untersuchung inklusive Blutprobennahme möglich sein.

Die daraus entstehenden Kosten werden nicht von der Tierseuchenkasse getragen. Die Tierseuchenkasse hat für Einbußen durch Maßnahmen gegen Wildschweine-ASP nicht einzutreten. Diese ist für die Entschädigung von infizierten Hausschweinebetrieben zuständig. Was sich hoffentlich durch intensive Biosicherheitsmaßnahmen verhindern lassen wird.

Ursächliche Unternehmeraufgabe ist das betriebsindividuelle Risikomanagement. Daher sind Betriebsleiter & Betriebsleiterinnen gefordert, ihre Absicherung für den Fall von ASP zu überprüfen.

Exkurs: Welche private Absicherung für schweinehaltende Betriebe ist möglich?

Die meist bereits vorhandene Ertragsschadenversicherung gegen anzeigepflichtige Tierseuchen ist auf den Prüfstand zu stellen.

Exkurs: Wie passgenau ist der vorhandene Versicherungsschutz?

Auch nicht schweinehaltende landwirtschaftliche Betriebe können von Maßnahmen des Tierseuchenschutzes betroffen sein. So können die Amtsveterinäre um den Fundort eines mit ASP infizierten Wildschweines landwirtschaftliche Flächen in der Bewirtschaftung einschränken. Diese Beschränkungen sind von staatlicher Seite zu entschädigen. Wie diese Entschädigung bemessen sein wird, ist aktuell noch nicht klar. Dies führt zurzeit zu starker Verunsicherung. Aus diesem Grund haben mehrere Versicherer Absicherungsprodukte dafür geschaffen. Deren Notwendigkeit ist und bleibt unklar. Die Klärung der Ermittlung und Bemessung der staatlichen Entschädigung wäre sehr wünschenswert.


Kontakt:
Eva-Maria Asmussen
Beraterin Sozioökonomische Beratung, Seminarleitung Bauernhofpädagogik
Telefon: 0441 801-814
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Beraterin Sozioökonomische Beratung
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Stand: 14.09.2020