Webcode: 01036492

Bedrohungslage Afrikanische Schweinepest – passende Absicherung schaffen!

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist nah wie nie zuvor. Wenige Kilometer westlich und östlich der deutschen Grenze sind Wildschweinebestände infiziert. Mehrere Bundesländer errichten Wildzäune und versuchen die Tiere mit Duftstoffen zu vergrämen.

 

Es scheint nur eine Frage der Zeit, wann das Virus auch in Deutschland bei Wildschweinen zu finden sein wird. Auch erkrankte Wildschweine können noch beträchtliche Strecken zu Land und zu Wasser zurücklegen. Doch der Hauptvektor ist und bleibt der Mensch.

Tschechien hat die ASP im Wildschweinebestand mit umfangreichen Maßnahmen in den Griff bekommen. Diese Maßnahmen würden vermutlich so oder so ähnlich auch hierzulande zu Anwendung kommen. Der Gesetzgeber hat entsprechende gesetzliche Ermächtigungen geschaffen. Hausschweinebestände würden davon deutlich eingeschränkt.

Beispielsweise würde in dem veterinärseitig festgelegten gefährdeten Gebiet um den Fundort des infizierten Wildschweins (Radius ca. 15 km) die Verbringung von Schweinen nur nach tierärztlicher Untersuchung inklusive Blutprobennahme möglich sein.

Die daraus entstehenden Kosten werden nicht von der Tierseuchenkasse getragen. Die Tierseuchenkasse hat für Einbußen durch Maßnahmen gegen Wildschweine-ASP nicht einzutreten. Diese ist für die Entschädigung von infizierten Hausschweinebetrieben zuständig. Was sich hoffentlich durch intensive Biosicherheitsmaßnahmen verhindern lassen wird.

Ursächliche Unternehmeraufgabe ist das betriebsindividuelle Risikomanagement. Daher sind Betriebsleiter & Betriebsleiterinnen gefordert, ihre Absicherung für den Fall von ASP zu überprüfen.

Exkurs: Welche private Absicherung für schweinehaltende Betriebe ist möglich?

Die meist bereits vorhandene Ertragsschadenversicherung gegen anzeigepflichtige Tierseuchen ist auf den Prüfstand zu stellen.

Exkurs: Wie passgenau ist der vorhandene Versicherungsschutz?

Auch nicht schweinehaltende landwirtschaftliche Betriebe können von Maßnahmen des Tierseuchenschutzes betroffen sein. So können die Amtsveterinäre um den Fundort eines mit ASP infizierten Wildschweines landwirtschaftliche Flächen in der Bewirtschaftung einschränken. Diese Beschränkungen sind von staatlicher Seite zu entschädigen. Wie diese Entschädigung bemessen sein wird, ist aktuell noch nicht klar. Dies führt zurzeit zu starker Verunsicherung. Aus diesem Grund haben mehrere Versicherer Absicherungsprodukte dafür geschaffen. Deren Notwendigkeit ist und bleibt unklar. Die Klärung der Ermittlung und Bemessung der staatlichen Entschädigung wäre sehr wünschenswert.


Kontakt:
Wiebke Wennemer
Beraterin Sozioökonomische Beratung
Telefon: 05941 9265-15
Telefax: 05941 9265-55
E-Mail:


Stand: 09.03.2020