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GAP Antragstellung 2019

Bis zum 15. Mai 2019 können erstmalig webbasiert Anträge auf Agrarförderung, Agrarumweltmaßnahmen und Tierwohlförderung gestellt werden. Alle Antragssteller, die in 2018 einen gültigen Sammelantrag abgegeben haben, erhalten bis zum 15. März ein Informationsschreiben. Die Verlinkung zu ANDI 2019 und was es in diesem Antragsjahr noch zu beachten gilt, finden Sie im folgenden Artikel.

 

 Terminkalender

  • ab 15.03.2019:

Beginn der Antragsphase über das neue ANDI-Web

  • 15.05.2019:

Die Frist für die Einreichung Ihres Sammelantrages 2019 endet am Mittwoch, den 15. Mai 2019. Sichern Sie sich jetzt einen Beratungstermin bei unseren Beraterinnen und Beratern. Erst mit dem Eingang Ihres unterschriebenen Datenbegleitscheins und der gegebenenfalls in Papierform einzureichenden Anlagen sowie etwaiger einzureichender Erst-, Folge- oder Neuanträge für Agrarumweltmaßnahmen bei Ihrer zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, ist die Antragsfrist gewahrt.

  • 15.05.2019 - 11.06.2019:

Es besteht die Möglichkeit mit ANDI 2019 Änderungen über einen Änderungsantrag vorzunehmen. Eine nachträgliche Erhöhung einer beantragten Fläche bzw. ein Nachmelden einer neuen Antragsfläche ohne Verspätungskürzungen ist nur bis zum 31. Mai 2019 möglich.

  • 15.05.2019 - 21.06.2019:

Vorab-Kontroll-Phase (Pre-check). Hier haben Sie die Möglichkeit der Korrektur Ihrer Antragsangaben, in dem Sie Flächenangaben reduzieren und Schläge löschen oder auch verschieben können. Eine Vergrößerung der Antragsgeometrien ist zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr möglich.

  • 21.06.2019:

Letzter Termin für die sanktionslose Rücknahme von zu viel beantragten Flächen (Überlappungen) im Rahmen des Vorab-Kontroll-Verfahrens (Pre-check). Der Datenbegleitschein ist spätestens bis zum 21.06. bei der zuständigen Bewilligungsstelle einzureichen.

 


 

Antragsstellung über ANDI-Web

In diesem Jahr wird die Antragsstellung webbasiert über die Anwendung ANDI 2019 durchzuführen sein. Um zur Antragsstellung zu gelangen, geben Sie den von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zugesandten Link in Ihren Internetbrowser ein. Hierbei ist zu beachten, dass eine fehlerfreie Antragsbearbeitung nur über die Browser „Mozilla Firefox“ oder „Google Chrome“ gewährleistet wird.  Eine Anmeldung erfolgt wie in den Vorjahren über die Registriernummer und die PIN. Jeder Antragssteller startet mit der Anmeldung seinen eigenen sogenannten Clienten. Dieser verfügt über keinerlei Daten, die lokal gespeichert werden, sondern diese müssen über das Internet von einem Server abgefragt werden. Alle Daten, die der Antragssteller erfasst, ändert und speichert, werden zum Server zurückgeschickt und in der zentralen Datenbank des Servicezentrums Landentwicklung und Agrarförderung (SLA) abgelegt. Somit wird jede Änderung im Sammelantrag und in der Flächenbearbeitung nach dem Klicken auf „Speichern“ festgehalten. Durch den ständigen Datenaustausch sind somit ein Internetzugang und eine stabile Internetverbindung unerlässlich. Daher ist es ratsam, den Sammelantrag zeitnah ab dem 15.03.2019 zu bearbeiten und abzugeben um eventuelle Probleme zum Ende des Antragszeitraumes im Mai zu vermeiden.

Was bedeutet dies für die Praxis? Wenn der Landwirt den Flächenantrag nachmittags mit seinem Berater bearbeitet und abends im Antrag noch etwas ändern möchte, muss er keine Datensicherung mehr auf einem Stick oder Ähnliches machen, sondern meldet sich direkt von Zuhause in ANDI 2019 an und kann direkt auf die letzte bearbeitete Version zurückgreifen. Im Umkehrschluss heißt dies aber auch, wenn der Landwirt aus Versehen einen Schlag entfernt, ist dieser Schlag zwangsläufig im Antrag gelöscht und taucht weder beim Landwirt, noch beim Berater auf. Es bleibt aber wie bisher: Der letzte unterschriebene bei der zuständigen Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen fristgerecht eingegangene Datenbegleitschein zählt!

Für die Antragsbearbeitung stehen in diesem Jahr noch nicht alle aus ANDI 2018 bekannten Werkzeuge in der Geometriebearbeitung zur Verfügung. Diese sind derzeit noch in der Entwicklung und werden dann spätestens im ANDI 2020 wieder zu finden sein. In diesem Jahr wird es für die Flächenbearbeitung folgende Tools geben: Geometrie zeichnen, Geometrie entfernen, Loch in Geometrie einzeichnen bzw. entfernen, Restfläche eines Feldblocks übernehmen, Fläche/Strecke messen.

 

Änderungen zum abgegebenen Sammelantrag

Grundsätzlich sollte ein Sammelantrag abschließend zum 15.05.2019 vollständig mit allen Angaben abgegeben worden sein. In Einzelfällen kann es jedoch erforderlich werden, noch nachträglich einzelne Änderungen nachzumelden. Nimmt der Landwirt nun Änderungen nach dem 15. Mai in ANDI vor, werden auch diese in der Datenbank gespeichert und mit Abgabe eines Datenbegleitscheins wirksam. Im Zeitraum 16. Mai bis zum 11. Juni 2019 können noch Nachmeldungen mit ANDI 2019 als Änderungsantrag abgegeben werden. Hierbei ist jedoch zu beachten: Eine nachträgliche Erhöhung einer beantragten Fläche bzw. ein Nachmelden einer neuen Antragsfläche ohne Verspätungskürzungen ist nur bis zum 31. Mai 2019 möglich.

Über ANDI 2019 sind Änderungen des Sammelantrages auch nach dem 11.06.2019 möglich. Nach dem Ende des regulären Änderungszeitraumes 11.06.2019 kann dieses jedoch zu Abzügen und Sanktionen der Beihilfe des Jahres führen. Falls eine Änderung eine Sanktion oder ein anderes Problem auslöst, gibt es in der Anwendung keinen entsprechenden Hinweis bzw. Fehlermeldung und somit muss sehr genau darauf geachtet werden, was geändert wird. Aus diesem Grund sollte möglichst bis zum 15. Mai ein vollständiger Antrag mit allen Flächen und allen ÖVF abgegeben werden, um die Fehlerquelle möglichst gering zu halten.

Derzeit befindet sich noch in Planung, ob ein Modifikationsantrag von beantragten ÖVF Flächen in Papierform oder über ANDI einzureichen ist.

 

VAG Verfahren (Pre-Check)

Ab Anfang/ Mitte April kann jeder Antragsteller bereits vorhandene Überlappungen bei abschließend abgegebenen und importierten Sammelanträgen bei seinen niedersächsischen/bremischen Flächen in ANDI 2019 erkennen. Dann ist man in der Lage mit seinem Feldnachbarn Kontakt aufzunehmen, um die entstandene Überlappung bis 15.05.2019 durch eine Anpassung der Geometrie der Fläche und eine erneute Abgabe des Sammelantrages zu bereinigen.

Ab dem 16.05.2019 erfolgt eine technische Prüfung aller bis dato abgegebenen Antragsdaten in Bezug auf noch vorhandene Überlappungen von Teilschlägen. In dem Zeitraum Ende Mai/Anfang Juni werden die Antragsteller mit vorhandenen Überlappungen größer 100 m² über die Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen informiert.  Eine Bereinigung dieser Überlappungsschläge im Rahmen des VAG –Verfahrens (Vorab-Gegenkontrolle) ist bis zum 21. Juni über ANDI 2019 möglich.

 

Weitere Änderungen im Antragsverfahren 2019:

 

Bejagungsschneisen/Biodiversitätsstreifen

In diesem Jahr besteht die Möglichkeit, in allen Kulturen marginale Bejagungsschneisen bzw. Biodiversitätsstreifen, sofern es erforderlich ist, anzulegen. In ANDI ist hierfür nur ein entsprechendes Kreuz beim jeweiligen Teilschlag bzw. Schlag zu setzen. Somit entfällt eine gesonderte Einzeichnung. Einzige Vorgabe für einen Biodiversitätsstreifen bzw. Biodiversitätsstreifen ist, dass diese Fläche nicht größer als 20 % des Schlages sein darf. Werden diese 20 % überschritten, so ist ein eigener Teilschlag bzw. Schlag mit Geometrie und mit entsprechendem Kulturcode anzulegen. Sofern eine Agrarumweltmaßnahme auf der Fläche liegt ist die Anlage eines Biodiversitätsstreifens unzulässig. Der Code 177 (Mais mit Bejagungsschneise) entfällt.

 

Feldrandsteifen/Pufferstreifen

Die ÖVF Streifen Pufferstreifen auf AL (56) und Feldrandstreifen auf AL (58) wurden zusammengefasst als Puffer-/Feldrandstreifen (58). Die Vorgaben bleiben identisch wie in 2018.

 

Ufervegetation

Ufervegetation (ÖVF 55) kann bis zu einer Breite von 20 m (es gibt keine Mindestbreite) eigenständig, d.h. ohne angrenzenden Puffer-/Feldrandstreifen, als ÖVF anerkannt werden, sofern sie direkt an eine Ackerfläche angrenzt und die Ufervegetationsfläche ein eigener Feldblock ist. Eine Förderung oder eine Aktivierung von Zahlungsansprüchen gibt es für eine Fläche mit ÖVF 55 nicht. Die Fläche wird ausschließlich im Rahmen des Greenings auf die ÖVF Verpflichtung angerechnet.

 

Pflanzenschutzmittel auf ÖVF

Der Pflanzenschutzmitteleinsatz auf ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) Miscanthus und durchwachsene Silphie als Dauerkultur ist ab dem Jahr nach der Anlage untersagt. Weiterhin ist wie bisher der Pflanzenschutzmitteleinsatz auf Brachen, Zwischenfrüchten, stickstoffbindenden Pflanzen und Untersaat unzulässig.

 

Hinweis zu Landschaftselementen

Ein Landschaftselement gehört immer zu einem Teilschlag bzw. Schlag. Um eine Förderung für ein beantragtes Landschaftselement zu erhalten, muss dieses zwingend an einen beantragten Schlag angrenzen und in der Verfügungsgewalt des Antragstellers liegen. Ist dies nicht der Fall, kann das Landschaftselement nicht gefördert werden.

 

Agrarumweltmaßnahmen (AUM)

Einen Artikel zur Antragsstellung für AUM 2019 finden Sie hier.

Antragsunterlagen für AUM, Vordrucke und weitere Dokumente  finden Sie auf der Internetseite des SLA.


 

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Weitere Informationen zzgl. der bereits oben eingefügten Links finden Sie in den nachfolgenden Artikeln:

ANDI2019 - Bewährtes Programm im neuen Gewand

ANDI (Agrarförderung Niedersachsen Digital) - 2019 - Support-Wegweiser

Agrarreform: Greeningrechner schafft Klarheit

GAP-Prämienrechner

 


Kontakt:
Helmut Wahl
Fachreferent Betriebswirtschaft, Unternehmensberatung
Telefon: 0441 801-426
Telefax: 0441 801-313
E-Mail:
Ruth Beverborg
Leiterin Sachgebiet Betriebswirtschaft, Wirtschaftsberatung
Telefon: 0441 801-304
Telefax: 0441 801-313
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Stand: 15.03.2019