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Kartoffelkrautminderung-2019

Wenn das Kraut weg soll, stellt ich die Frage nach der kostengünstigsten und effizientesten Maßnahme zur Krautreduzierung: „Spritzen“? Oder „Schlagen“? Oder die Kombination beider Arbeitsgänge? Oder ist „Abflammen“ vielleicht ökonomisch interessanter? Welchen Einfluss haben Schlaggröße, Technikauslastung und Krautmenge auf die ökonomische Beurteilung? Diese Fragen analysiert Dr. Mathias Schindler von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Zur Verringerung naturaler Verluste und Beschädigungen sollte der Anteil an Fremdkörpern im Erntegut – mit vertretbarem Aufwand - verringert werden. Die Menge des anhaftenden Boden­materials wird durch Witterung und Bodenart beeinflusst. Beim Kartoffelkraut gilt dies eigentlich auch, wenn es nicht durch Fungizidspritzungen möglichst lange „grün“ gehalten würde. Zur Ernte soll es dann schnell weg, denn zu viel Kraut stört den reibungsarmen Ernte­ablauf und was nicht da ist, macht auch keinen Schaden: Deshalb sollte das Kraut rechtzeitig durch Abspritzen oder Abschlagen gemindert werden. Wann welche Kosten entstehen, ist immer individuell zu kalkulieren. Dazu kann der nachfolgend gezeigte Kalkulationsweg genutzt werden, um die wesentlichen Einflüsse auf die Kosten zu berücksichtigen.

Krautreduzierung ist ein „Muss“

Bei hohen Krautanteilen ist mit Störungen im Ernteablauf und, wenn es das Kraut sogar bis ins Lager schafft, sogar mit Mindererträgen durch Verluste und Fäulnis zu rechnen. Das geht dann schnell richtig ins Geld. Eine Stunde Stillstand in der Ernte kostet je nach Personalintensität zwischen 125 und 210 €/ha. Und wenn dann auch nur 1% (5 dt/ha) der Ernte fehlt, war das in den letzten Jahren mit -50 bis -100 €/ha immer richtig teuer. Erfolgt die Produktion „auf den Punkt“, damit möglichst viel Ware in den richtigen Größenklassen vom Sieb läuft, muss das „Krautsterben“ gesteuert werden: Erst verzögern, dann beschleunigen! Auch wenn die Kostenunterschiede der verschiedenen Verfahren vielleicht am Ende „unbedeutend“ erscheinen, machen diese am Ende doch einen wesentlichen Teil der Unterschiede zwischen den erfolgreichen und den anderen Betrieben aus.

Um Maschinen kostengünstig und erlössichernd einzusetzen, ist es sinnvoller, die Schlagkraft zur termingerechten Arbeitserledigung und die Maschinenauslastung zur Kostensenkung zu optimieren, als den Kaufpreis der Maschinen zu minimieren. Deshalb gilt: Gut ausgelastet (was meist mit großer Einsatzfläche gleichzusetzen ist), schnell und effizient die Arbeit zu erledigen statt mit wenig Kapitaleinsatz länger und damit eventuell nicht immer termingerecht unterwegs zu sein.

Wenn Schlepper und Feldspritze in den auf einen „pauschalierenden“ Betrieb ausgerichteten (Brutto)-Berechnungen einen Investitionsbedarf von etwa 142.000 € aufweisen (vgl. Übersicht 1), dann sind lange Maschinenlaufzeiten auf möglichst viel Einsatzfläche anzustreben. Der Schlepper ist dazu mindestens 700 Stunden pro Jahr zu nutzen, während die Feldspritze bei 27 m Arbeitsbreite und einem 4.000 l Tank eine jährliche Einsatzfläche von mindestens 1.200 ha pro Jahr (Faustzahl: 45 ha pro m Arbeitsbreite) erreichen sollte.

Der aus arbeitswirtschaftlicher und technischer Sicht (Schlagkraft und Arbeitseffektivität) derzeit sinnvolle sechsreihige Krautschläger weist zwar „nur“ 21.000 € Investitionsbedarf auf, dafür ist sein Einsatzspektrum aber begrenzt. Hier beträgt die generell anzustrebende Mindestauslastung etwa 60 ha überfahrene Fläche pro Jahr.

Ein Abflammgerät mit 3 m Arbeitsbreite ist mit ca. 25.500 € zu veranschlagen und sollte ebenfalls mindestens 60 ha Einsatzfläche pro Jahr finden.

Der Zeitbedarf für das „Spritzen“ wird zwar auch von der ausgebrachten Wassermenge (hier: 400 l/ha), aber viel stärker von der Schlaggröße bestimmt und variiert zwischen 0,26 AKh/ha (auf 1 ha Schlägen) und 0,13 AKh/ha (auf 20 ha Schlägen; vgl. Übersicht 2). Dabei erweist sich die realisierbare Zeiteinsparung bei Parzellengrößen oberhalb von 10 ha (ca. -4% bzw. 0,006 AKh/ha) als vergleichsweise gering; auf sehr kleinen Schlägen hingegen verdoppelt sich der Zeitbedarf aber fast (+86% bzw. +0,12 AKh/ha). Je nach Krautmenge und –zustand sowie Verwendungsmöglichkeit der Kartoffeln ist beim „Spritzen“ mit unterschiedlichen Aufwandsmengen und ggfs. zwei Spritzüberfahrten zu rechnen. Das „Kraut schlagen“ ist mit einem Zeitbedarf zwischen 0,93 AKh/ha (1 ha Schlag) und 0,52 AKh/ha (20 ha Schlag) zu veranschlagen. Beim „Abflammen“ beträgt der Zeitbedarf zwischen 1,74 und 1,14 AKh/ha. Werden mehrere Arbeitsgänge eventuell auch in Kombination der verschiedenen Verfahren erforderlich, so addieren sich die Werte entsprechend. Gerade hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen kleinen und großen Schlägen. Jenseits der 10 ha bewegt sich aber in allen Verfahren kaum noch was: Die Spritze muss etwa alle 10 ha nachtanken, der Tank des Flammgerätes ist schon etwas früher leer und beim Krautschläger ist nach 20 ha der Arbeitstag schon längst rum – jedenfalls nach Tarifvertrag.

Deshalb werden folgende Szenarien analysiert:

In der geringen Aufwandsstufe soll eine Spritzung („G1“; z. B. mit 1,5 l/ha Reglone; Hinweise: Dies stellt keine „Spritz“-Empfehlung, sondern eine fiktive Annahme für die beispielhafte Kostenberechnung dar! Außerdem sollte beachtet werden, dass auch Reglone stark in der Diskussion steht und nach derzeitigem Stand die Zulassung am 04.05.2019 ausläuft und Altbestände danach fristgerecht zu verbrauchen sind) bzw. ein Krautschlägereinsatz („G2“) ausreichend sein. Alternativ dazu wird auch eine Abflammüberfahrt (G3) kalkuliert.

Ergänzend wird in einem zweiten Fall – ausgehend von mittlerem Krautbesatz – der Bedarf auf 2 Spritzungen mit 1,0 bzw. 1,5 l Reglone/ha (M1; siehe Hinweis oben) erhöht. Alternativ dazu wären der Krautschläger und die Spritze jeweils einmal einzusetzen (M2) oder ein Krautschlägereinsatz mit anschließendem „Abflammen“ erforderlich (M3).

Wenn im dritten Fall eine sehr hohe Krautmenge vorliegt bzw. der Aufwuchs auch unter schwierigen Bedingungen sicher und komplett absterben muss (wie z.B. bei Pflanzkartoffelvermehrung), könnte die Aufwandmenge bis auf 2,5 l/ha Reglone steigen und ein zweiter Spitzgang erforderlich werden, der dann mit einem anderen Mittel (z. B. 1 l/ha Shark; Variante H1; Hinweise siehe oben) durchgeführt wird. Oder nach dem „Kraut schlagen“ wird noch eine Spritzung mit hoher Aufwandsmenge erforderlich (H2) oder nach einmaligem „Kraut schlagen“ erfolgen noch zwei Spritzungen mit aufgeteilter Maximalmenge (H3).

Vorhandene Technik ermöglicht Grenzkostenbetrachtung

Sind die Maschinen bereits im Betrieb vorhanden und werden sie bislang unterhalb der Abschreibungsschwelle ausgelastet (siehe Übersicht 1), wird daraus meistens geschlossen, dass nur variable Kosten anzusetzen sind. Diese Betrachtung greift aber oft zu kurz, denn erstens müssen die Festkosten auch irgendwann und irgendwie erwirtschaftet werden und zweitens sind - um methodisch genau zu sein – nicht die variablen Kosten, sondern die Grenzkosten der Einsatzausweitung relevant. Diese beinhalten neben den variablen Kosten, die bei zunehmender Auslastung durch überproportional ansteigenden Reparaturbedarf zunehmen können, auch noch (nicht immer geringfügige) Änderungen beim Restwert, welche sich aus dem zunehmenden Einsatzumfang ergeben. Kaum einer würde für einen Schlepper, der z. B. 8 Jahre alt ist und 8.000 Betriebsstunden (Sh) anzeigt (und damit auch unterhalb der AfA-Schwelle genutzt wurde), das gleiche bezahlen, wie für ein gleich altes, aber geringer genutztes Modell gleichen Typs mit lediglich 4.000 Betriebsstunden.

Zudem steigt mit zunehmender Auslastung auch der gefühlte Druck, die Ersatzinvestition größer dimensionieren zu müssen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Schlagkrafterhöhung, die Arbeit immer termingerecht erledigen zu können, auf den nächsten Wachstumsschritt vorbereitet zu sein; aber nicht vielleicht auch ein bisschen die Nachbarschaft und das Alter der bisherigen Technik? Deshalb stellt diese Betrachtungsweise (manchmal) eine Milchmädchenrechnung zum eigenen Nachteil dar und sollte allenfalls in Einzelfällen aus Gefälligkeit gegenüber dem Auftraggeber zur Anwendung kommen.

Der Grenzkostenvergleich findet in der Übersicht 3 für drei willkürlich gewählte Auslastungsstufen statt:

  • „gering“: 400 Stunden pro Jahr (Sh/J.), 600 ha Spritzfläche/J., 30 ha Kraut schlagen/J.
  • „durchschnittlich“: 600 Sh/J., 1.000 ha/J. Spritzen und 60 ha/J. Kraut schlagen sowie
  • „hoch“: 850 Sh/J., 1.800 ha/J. Spritzen und 120 ha/J. Kraut schlagen.

Würden nur die Maschinenkosten betrachtet, wäre das „Kraut schlagen“ deutlich teurer als die sehr produktive Feldspritze, da die Spritze eine drei- bis vierfache Flächenleistung aufweist. Trotz Einbeziehung des Aufwands für das Spritzmittel ist – vorhandene Maschinen vorausgesetzt – das „Spritzen“ dank des „niedrigen“ Mittelpreises bei allen Parzellengrößen mit Beträgen zwischen 34,25 und 39,42 €/ha immer die günstigste Lösung.

Für das „Kraut schlagen“ ergeben sich bei geringen Krautmengen, niedriger Maschinen­auslastung und großen Einzelflächen ca. 30,08 €/ha als Minimalbetrag der Grenzkosten (G2.1 in Übersicht 3). Wer für den Nachbarn mal aus Gefälligkeit mit dem Krautschläger auf einer großen Parzelle tätig werden möchte/kann, sollte mindestens diesen Betrag dafür verlangen. Auf kleinen Parzellen sollten es aber doch schon 46 €/ha sein, damit wenigstens die zusätz­lichen Kosten gedeckt sind. Mit Beträgen zwischen 148 und 172 €/ha ist das „Öko“-Verfahren „Abflammen“ mit Abstand am teuersten.

Bei mittlerer Auslastung liegen die Grenzkosten fürs Spritzen je nach Situation zwischen 35 und 40 €/ha (G1.2). Hier ist festzustellen, dass das „Kraut schlagen“ (G2.2) mit 30 €/ha auf sehr großen Parzellen günstiger und mit 49 €/ha auf sehr kleinen Flächen teurer ist und auch das „Abflammen“ (G3.2) mit 152 bis 177 €/ha deutlich teurer wird.

Bei hoher Maschinenauslastung steigen die Grenzkosten weiter an, beim Abflammgerät (G3.3) stärker als beim Krautschläger (G2.3) und bei der Spritze (G1.3), sodass sich an der Wirtschaftlichkeitsreihenfolge nichts ändert.

Noch einmal zur Klarstellung: Vollkostendeckung wird so nicht erreicht!

Nimmt die zu beseitigende Krautmenge zu (Varianten „M“), so steigen auch die Kosten. Die bislang beobachteten Effekte kommen aber weiterhin zum Tragen. Das Spritzen mit der auf zwei Spritzungen verteilten derzeit maximal zulässigen Gesamtmenge von 2,5 l/ha ist bei allen Schlaggrößen deutlich kostengünstiger als die Kombination aus 1 x „Schlagen“ und 1 x „Spritzen“. Die Kombination aus 1 x „Schlagen“ und 1 x „Abflammen“ fällt deutlich teurer aus.

Hat man es mit viel grünem Kraut zu tun und würden dann entweder 2 Spritzungen mit 2,5 l/ha Reglone und 1 l/ha Shark (siehe Hinweise oben) erforderlich oder beim Einsatz eines Krautschlägers sogar bis zu 3 Arbeitsgänge (entweder 1 x „Schlagen“ und 1 x „Spritzen“ oder 1 x „Schlagen“ und 2 x „Spritzen“ mit reduzierten Mengen) nötig sein, so wird das zweimalige „Spritzen“ mit 116 €/ha (H1.1) bis 126 €/ha (H1.3) aufgrund des teureren Alternativmittels teurer als „Schlagen“ und „Reglone spritzen“ (83 bis 129 €/ha; H2.1 und H2.3). Dies gilt auch für die Kombination aus „Schlagen“ und zweimaligem „Spritzen“ mit reduzierten Aufwandmengen (89 bis 143 (H3.1 und H3.3). Lediglich bei hoher Auslastung und Arbeiten auf kleinen Flächen führt zweimaliges Spritzen mit vollen Aufwandmengen zu den geringsten Grenzkosten.

Aufgrund des hohen Gasverbrauchs sind die Varianten „Abflammen“ in allen Situationen doppelt bis dreimal so teuer (M3.1 bis M3.3).

Vollkostendeckung zählt

Mit den bislang errechneten Beträgen ist kein Geld zu verdienen, es wird allenfalls „Verlustminimierung“ betrieben. Der Anbieter kommt so nur dann dauerhaft über die Runden, wenn dadurch zumindest ein Teil der ohnehin anfallenden festen Kosten mit abgedeckt wird und die anderen Festkostenanteile den bisherigen Einsatzflächen angelastet werden. Dies funktioniert aber nur solange, bis die Anschaffung neuer Technik ansteht. Zu deren Finanzierung müssten dann zusätzlich andere Quellen erschlossen werden, weil die Grenzkostenbetrachtung die festen Kosten nur unzureichend berücksichtigt. Wer also nach der nächsten Investitionsrunde auch weiterhin eine Eigenmechanisierung vorhalten will, sollte immer mit Vollkosten kalkulieren.

Die Ergebnisse der Vollkostenrechnung sind in der Übersicht 4 dargestellt. Allgemein ist auffällig, dass sich unter Vollkostenaspekten der Einsatz der Spritze generell als die kostengünstigste Lösung darstellt. Auslastung, Schlaggröße und Aufwand haben zwar Einfluss auf das absolute Niveau der Kosten, die Reihenfolge der ökonomischen Attraktivität beeinflussen sie aber nicht.

Die Feldspritze weist zwar bei zunehmender Parzellengröße eine geringere Kosten­de­gression auf als der Krautschläger und das Abflammgerät, weil bei beiden die Nebenzeiten insbesondere für das Umsetzen einen wesentlich höheren Anteil an der Gesamtzeit aufweisen. Die Spritze ist aber deutlich kostengünstiger, sodass dieser Vorteil nur teilweise kompensiert wird. Und noch eins zeigt sich ganz deutlich: „Öko“ hat auch hier seinen Preis. Dort wo einmal „Schlagen“ nicht ausreicht, hilft meist leider nicht das Wiederholen; entweder muss doch gespritzt werden oder es wird durch Abflammen leider mal eben rund 150 bis 200 €/ha teurer, weil der Gasaufwand mit 70 bis 100 kg/ha relativ hohe variable Kosten verursacht.

Ihre präferierte Arbeitsgang-Kombination aus Abflammgerät und Krautschläger oder Krautschläger und Spritze ist nicht dabei?

Macht nichts, da Sie sich Ihre Lösung aus den vorhandenen Werten selbst ausrechnen können. Sie brauchen dafür Ihre (durchschnittlichen) Parzellengrößen (1 bis 20 ha), Annahmen zum Auslastungsniveau Ihrer Maschinen („niedrig“, „mittel“, „hoch“) und können dann die zu diesen Größen gehörenden Werte aus den Zeilen „G1“, „G2“ und „G3“ ablesen. In „G1“ sind neben Schlepper, Spritze und Fahrer (20 €/AKh) auch 27,45 €/ha für 1,5 l Reglone enthalten (1,5 l/ha á 18,30 €/l). Daraus können Sie nun für jede denkbare Kombination aus „Spritzen“ (auch mit anderen Mitteln [Annahme für Shark: 57 €/l] und/oder Mengen), „Schlagen“ und „Abflammen“ Ihren eigenen Kostenwert selbst ermitteln.

„Nichts tun“ wird die teuerste Lösung

Wer sich die Kosten der Krautminderung von je nach Situation 39 €/ha (G1.3, 20 ha) bis 216 €/ha (H3.1, 1 ha) sparen will, sollte genau analysieren, ob dies wirklich der richtige Hebel ist. Ausgedrückt in Rodezeit (oder genauer in Roderausfallzeit) entspricht dies etwa den Kosten für ca. 12 bis 60 Minuten Roderstillstand je Hektar. Bezogen auf den Ertrag sind es je nach erzielbarem Preis, der ja von der Art der Kartoffelverwertung (Speise, Stärke oder Veredlung), der Marktlage und –entwicklung abhängt, zwischen 2 und 30 dt/ha (<1 bis ca. 5% des Gesamtertrages). Wird hier wirklich am richtigen Ende gespart?

Fazit

Wenn ein Krautschläger schon da ist, dann sollte er auch eingesetzt werden. Weil die Festkosten seit dem Kauf ohnehin anfallen, gilt das Grenzkostenprinzip und da ist er aktuell zwar der günstigen „Reglone-Spritzung“ etwas unterlegen - aber wie lange noch?

Die gelegentliche Übernahme der Krautreduzierung im Lohn muss je nach Arbeitsbedingungen und Auslastung mindestens 30 (G2.1) bis 46 (G2.3) €/ha bringen. Zur Vollkostendeckung sind aber mindestens 39 bis 98 €/ha erforderlich. In extremen Szenarien (geringe Auslastung und kleine Parzellen; G2.1) reichen selbst 120 €/ha nur knapp.

Ein neuer Krautschläger wird dann günstiger als der Einsatz der Feldspritze, wenn das Auslastungsniveau hoch ist und zusätzlich auf die teureren Mittel ausgewichen werden muss.

Verglichen mit den derzeit eventuell drohenden Erlösverlusten aufgrund von „Nichts tun“ sind die Kosten aber immer sehr gering, egal für welchen Arbeitsgang. Kostenunterschiede zwischen den Verfahren „Spritzen“ und „Schlagen“ könnten aber auch kompensiert werden, wenn aufgrund des anderen Verfahrens zur Krautminderung mehr als 1 bis 3 dt/ha an Ertragsunterschied zu befürchten sind.


Kontakt:
Dr. Mathias Schindler
Unternehmensberatung, Betriebswirtschaft
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Stand: 26.06.2019