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Ökologische Vorrangflächen: Freigabe von Brachen für Futterzwecke

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und des sich daraus ergebenden Futtermangels hat das niedersächsische Landwirtschaftsministerium bekannt gegeben, dass im Jahr 2019 Brachen als ökologische Vorrangflächen (öVF) für Futterzwecke freigegeben sind. 

Nutzung Brache

Der Aufwuchs der Bracheflächen (Nutzungscode 062) darf landesweit für Futterzwecke genutzt werden. Eine andere Verwendung, zum Beispiel in einer Biogasanlage, ist allerdings nicht zulässig. Die Nutzung umfasst die maschinelle Ernte wie auch die Beweidung von ökologischen Vorrangflächen mit dem Nutzungscode 062 (Brache ohne Erzeugung).

In gleichem Maße genutzt werden können ab dem 1. Juli von jeher ÖVF mit den Nutzungscodes 0,57/058 (Feldränder/Pufferstreifen - Ackerland und Grünland), und 054 (Streifen am Waldrand). Die Regelung bezieht sich nur auf das Entfernen des vorhandenen Aufwuchses. Das bedeutet: Bearbeitungsschritte darüber hinaus oder eine Aussaat sind nicht erlaubt und auch die anderen Vorgaben für ÖVF, zum Beispiel bezüglich Düngung und Pflanzenschutz, gelten weiterhin. Die Nutzung darf nicht kommerzieller Art sein. Folglich ist ein Verkauf des Aufwuchses nicht erlaubt, die kostenlose Abgabe an von der Trockenheit betroffene Betriebe, die ebenfalls EU-Agrarzahlungen beantragen, ist aber gestattet. Die Möglichkeit der Nutzung des Aufwuchses gilt nicht für Honigbrachen mit dem Nutzungscode 065/066 und auch nicht für ein- oder mehrjährige Blühstreifen oder -flächen im Rahmen einer Agrarumwelt- und Klimamaßnahme (Nutzungscode 574 und 575) (Pressestelle ML).

Entsprechende Anträge können jetzt bei den Bewilligungsstellen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gestellt werden. Hier finden Sie das Formular "Antrag Genehmigung ÖVF 62-Brachen 2019" und weitere Infomationen. Eine Nutzung ohne Genehmigung bleibt ein Greening-Verstoß. 

 


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Fachreferent Betriebswirtschaft, Unternehmensberatung
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Stand: 07.08.2019