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Maispreis-Rechner

Da es keinen flächendeckenden Markt für Silomais gibt, müssen Käufer und Verkäufer selbst kalkulieren, um ihren Verhandlungsspielraum zu kennen. In der anliegenden Tabelle finden Sie einen vom Weizenpreis abgeleiteten Verkaufspreis für Silomais auf dem Halm stehend.

Vorwegzunehmen ist, dass sich auch dieses Jahr aufgrund der Trockenheit der Markt mit seinen klassischen Mechanismen stärker und mit deutlich größeren regionalen Unterschieden durchsetzen wird. Eine von den Anbaukosten abgeleitete Gleichgewichtspreisermittlung, wie die angehängte Excel-Anwendung, wird den Preis dabei nur untergeordnet beeinflussen. Futtermittel, mit Ausnahme von Stroh, sind knapp und damit kaum auf dem Markt angeboten. Gemäß der Betriebszweigabrechnung der Milcherzeuger WJ 17/18, darf das Futter nicht zusätzlich viel mehr kosten, um Vollkostendeckung zu erreichen. Vereinzelt werden möglicherweise deshalb bereits trockenheitsbedingt erste Flächen gehäckselt, um eine weitere Futterpflanze anbauen zu können. Beim Verkauf allerdings werden gegenwärtig für Mais sehr hohe Preise gefordert, und lediglich von Betrieben, die sonst kein Futter bekommen, angenommen. Wann der richtige Erntetermin ist, erfahren Sie unter: Anhaltende Trockenheit schädigt zunehmend die Maisbestände

Wird wie im Maispreis-Rechner (siehe Anlage) ein Weizenpreis von 17 €/dt (netto) sowie ein Silomaisertrag von 50 t Frischmasse mit einer Trockensubstanz von 34% je ha  unterstellt, ergibt sich hieraus für einen qualitativ guten Silomais mit einem etwas geringeren Ertrag ein Gleichgewichtspreis von rund 24,5 €/t FM bzw. 1.224 €/ha (brutto). 

Wird ein Silomaisbestand, der aufgrund der Trockenheit vorzeitig ohne vollständige Kolbenausbildung, aber nicht gänzlich verbrannt, gehäckselt, so sind die Annahmen zum Futterwert recht unterschiedlich. Möglicherweise kann der höhere Zuckeranteil bakteriell genutzt werden, so dass die Energie nicht gravierend schlechter sein muss und somit lediglich der Ertrag geringer ausfallen wird. Allerdings ist die Siliereigenschaft/-qualität aufgrund des hohen Sickersaftes  bzw. der geringeren Trockensubstanz im Halm deutlich schlechter einzustufen.

Silomais mit geringer bis keiner Kolbenausbildung, der vorzeitig mit einer Trockensubstanz von 30% und einem Ertrag von 38t geerntet wird, muss demnach aufgrund der Qualitätsanpassung einen Gleichgewichtpreis von 28,4 €/t FM erzielen. Hieraus ergibt sich ein Hektarpreis von rund 1.080 €/ha (brutto) frei Feld. Marktbedingt sind gegenwärtig Preise von 25 bis 50 €/ t (ohne Ernte) für Mais zu finden.


Kontakt:
Renke Harms
Unternehmensanalyse AgriCon, Betriebsplanung AgriPlan, Agrarinformatik
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Stand: 07.08.2019



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