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Aktuelles: GAP Antragstellung 2021

Für die Antragstellung auf Agrarförderung 2021 steht Ihnen ab dem 16. März das Programm ANDI in gewohnter Weise als Webanwendung zur Verfügung. Aktuelle Informationen zu ANDI-Web 2021 finden Sie in diesem Artikel. Auch in Zeiten mit erheblichen Einschränkungen beruflicher Kontakte können sich Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Landwirtschaft auf das aktuelle Fachwissen der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen verlassen.

Bis zum 17. Mai 2021 können Anträge auf Agrarförderung, Agrarumweltmaßnahmen (AUM) und Tierwohlförderung gestellt werden. Allgemeine Hinweise zum Antragsverfahren haben wir Ihnen in der pdf-Anlage "Aktuelle Informationen zum GAP-Antragsverfahren 2021" bereitgestellt.

Zwar sind die Dienststellen der LWK auch in diesem Jahr für den Publikumsverkehr geschlossen, um der Weiterverbreitung des Virus Sars-CoV-2 (Coronavirus) entgegenzuwirken. Beim Ausfüllen des Sammelantrags im Programm Agrarförderung Niedersachsen Digital (ANDI) stehen die Beraterinnen und Berater der Landwirtschaftskammer aber gerne wieder per Telefon oder per Mail  zur Verfügung.

Erst mit dem Eingang Ihres unterschriebenen Datenbegleitscheins (DBS) und gegebenenfalls in Papierform weiterer Unterlagen, sowie etwaiger einzureichender Anlagen zu den Anträgen für Agrarumweltmaßnahmen bei der zuständigen Bewilligungsstelle der LWK Niedersachsen sind die Antragsfristen gewahrt (Brief oder Fax).


 

Die Kontaktdaten unserer Beraterinnen und Berater finden Sie in unserem Beratungsangebot Förderungsberatung.

 



Folgender Link führt Sie zum Programm: ANDI-Web. Nutzen Sie als Webbrowser Google Chrome oder Mozilla Firefox; JavaScript muss aktiviert sein. Beachten Sie bitte auch die Hinweise zum fachlichen und technischen Support!

Bei der Bearbeitung des Antrages können Ihnen auch die ANDI-Web-Erklärvideos aus den letzten Jahren helfen. Da es in 2021 keine maßgeblichen Veränderungen zur Verwendung des Andi-Programms gibt, wurde in diesem JAhr auf ein Erklärvideo verzichtet.

Der Artikel Agrarreform: Greeningrechner schafft Klarheit gibt Ihnen einen Überblick über die Einhaltung der Greeningauflagen auf Ihrem Betrieb. Diese können Sie mit dem dort bereitgestellten Rechner betriebsindividuell prüfen.

Informationen zu Grünlandumbrüchen und -erneuerungen sowie Neuansaat von Ackergras aus förderrechtlicher Sicht finden Sie in den Internetartikeln Erhaltung von Dauergrünland als Greeningverpflichtung; Antragstellung 2021 und Dauergrünlandumbruch - Welche Regelungen gilt es zu beachten?

Sofern Sie an Agrarumweltmaßnahmen (AUM) teilnehmen, müssen Sie hierfür Aufzeichnungen führen. Die Vordrucke hierzu finden Sie auf der Internetseite des Landwirtschaftsministeriums beim Aufrufen der jeweiligen Maßnahme.

Wichtige Fristen im ANDI-Antragsverfahren

  • 17. Mai 2021: Abgabeschluss für den ANDI-Sammelantrag 2021
  • 18.Mai – 23. Juni 2021: Vorab-Gegenkontrolle (VAG)
     - sanktionslose Rücknahme von Überlappungen
  • 01. Oktober 2021: Letzter Termin der Änderungsmitteilung ökologischer Vorrangflächen (öVF)
    Zwischenfrucht (Modifikationsantrag) und AUM-Änderungen AL22 (winterharte Zwischenfrucht) / AL5 (reduzierte Bodenbearbeitung nach Mais)

Achtung:
Auch im Antragsjahr 2021 wird es wieder kein gesondertes VAG-Anschreiben über die einzelnen Überlappungsflächen geben. Dementsprechend sind Sie gehalten, Ihre gemeldeten Antragsparzellen kontinuierlich bis zum 23. Juni 2021 auf Überlappungen zu überprüfen.

Am 17. Mai 2021 vorhandene Überlappungen sowie neue Überlappungen, die während der VAG-Phase entstehen, werden in einer eigenen Kartenebene (Layer) in der Geometriebearbeitung farbig (rot) und voraussichtlich in der Anmeldemaske bei ANDI auf einer Übersichtsseite ausgewiesen.

Fachliche Neuerungen Antragsverfahren 2021: 

Dauergrünland (DGL) – potentielles Dauergrünland (pDGL)

Die Zählweise und die Anzeige des Dauergrünlandstatus, der in ANDI 2020 geändert wurde, wird für das Antragsjahr 2021 beibehalten. Es wird weiterhin der im Antragsjahr 2021 erwartete DGL-Status nach dem 17. Mai 2021 angezeigt. Das heißt, erscheint im erwarteten Status zum 17. Mai 2021 pDGL 5 ist erst im Jahr 2022 (bis 15. Mai 2022) der Anbau einer Ackerkultur notwendig, um den Grünlandstatus zu verhindern.

Umbruch von potentiellem Dauergrünland (pDGL)

Durch den Umbruch und Neueinsaat einer pDGL-Fläche kann der Ackerstatus erhalten bleiben. Der Umbruch und die Neueinsaat ist spätestens einen Monat nach erfolgtem Umbruch der Bewilligungsstelle anzuzeigen. Der Umbruch und Neueinsaat unterbricht die 5-jährige Laufzeit. Ein Wechsel der Kultur ist nicht mehr zwingend erforderlich. Sofern im 5-Jahreszeitraum nach dem Umbruch eine andere Folgekultur angebaut wird (z. B. Mais), ist keine Anzeige notwendig. Einen Vordruck hierfür sowie auch für die folgenden Antragsverfahren beim Grünland finden Sie hier.

Dauergrünland / Narbenerneuerung

Bei echtem Dauergrünland ist wie in den Vorjahren auch vor einer Narbenerneuerung ein Antrag auf Genehmigung bei der Bewilligungsstelle einzureichen (gilt nicht für Öko-Betriebe und Kleinerzeuger). Eine Umwandlung von Dauergrünlandflächen zur Ackernutzung ebenso wie die Umwandlung in eine nichtlandwirtschaftliche Nutzung (z.B. im Rahmen eines Stallbaus) ist bei der Bewilligungsstelle wie bisher zu beantragen.

Bitte beachten Sie, dass bei einem ungenehmigten Dauergrünlandumbruch die Greeningprämie gekürzt wird und die umgebrochene Fläche wieder einzusäen ist und in den darauffolgenden fünf Jahren als Dauergrünland erhalten bleiben muss.

Bagatellregelung Dauergrünlandumbruch

Bei der Umwandlung eines Teilschlages Dauergrünland oder bei mehreren nicht zusammenhängenden Teilschlägen Dauergrünland, die insgesamt nicht mehr als 500 m² pro Betrieb umfasst, ist die Meldung von Grünlandfehlern (Anlage 8) nicht erforderlich. Wir weisen darauf hin, dass die in ANDI 2020 eingerichtete Plausibilisierung nur hinsichtlich eines (Teil-)Schlag erfolgt und keine gesamtbetriebliche Prüfung ersetzt.

Bejagungsschneisen/Biodiversitätsstreifen

Die Schneisen und Streifen können wie im Vorjahr bis max. 20 % der Schlaggröße angelegt werden. Es sind pro Schlag auch mehrere Streifen mit insgesamt max. 20 % der Schlaggröße zulässig. Eine Anlage von Bejagungsschneisen und Biodiversitätsstreifen auf Brache- oder Dauergrünlandflächen, ökologischen Vorrangflächen sowie bei Agrarumweltmaßnahmen ist nicht gestattet. Für Bejagungsschneisen und Biodiversitätsstreiefen im Rahmen des Ökolandbaus sind besondere Regelungen zu beachten.

Die Kulturcodetabelle wurde für 2021 um neue Nutzungscodes ergänzt

In die Kulturcodetabelle wurden für das Antragsjahr 2021 vier neue Nutzungscodes aufgenommen:

  • 048      Mischung Mais/Bohnen (wurde bisher unter dem Nutzungscode 250 codiert)
  • 049      Blühmischung für Biogas
  • 866      Pflanzenmischung mit Hanf
  • 687      echte Arnika (Gruppe der Heil- und Gewürzpflanzen)

Weitere Angaben im Kateireiter „Hanf/Mischkulturen/Erklärungen (EFN)“ notwendig

Für die Nutzungscodes mit Hanf (701 Nutzhanf, 866 Pflanzenmischungen mit Hanf und 098 Nutzhanf als Nebenkultur) sind in 2021 weitere Angaben zur Sorte und Aussaatstärke im oben genannten Kateireiter vorzunehmen. Wird in der vorgegebenen Auswahl die eingesetzte Hanfsorte nicht genannt, ist die Schaltfläche „Sonstige“ zu wählen und handschriftlich auf dem DBS die tatsächlich genutzte Sorte zu vermerken. Darüber hinaus sind die originalen Saatgutetiketten bei der Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einzureichen. Der Zeitpunkt zur Einreichung bezieht sich auf den Aussaattermin. Für Hanf als Hauptkultur gilt: Hat die Aussaat bei der Abgabe des Sammelantrages bis zum 17. Mai 2021 bereits erfolgt, sind die Etiketten dem DBS beizufügen. Erfolgt die Aussaat erst nach der Abgabe des Sammelantrages, sind die Etiketten spätestens bis zum 30. Juni 2021 nachzureichen. Für Hanf als Nebenkultur erfolgt die Aussaat erst nach dem 30. Juni 2021, daher sind die Etiketten spätestens am 30. September 2021 einzureichen.

Für die Nutzungscodes zur Bewirtschaftung einer Mischkultur (050 Mischkultur mit Saatgutmischungen, 051 Mischkultur mit Reihenanbau und 250 Gemenge Leguminosen/Getreide) muss im Antrag 2021 im oben genannten Kateireiter eine prozentuale Angabe zu den Mischungsanteilen vorgenommen werden, sobald diese über 25 % der Gesamtmischung liegen.

Ergänzung zum Kateireiter „Hauptangaben“

Sobald der Nutzungscode 999 Ackerkultur, einer Art/Gattung, die nicht in der Liste der aufgeführten Codes steht, ausgewählt wird sind weitere Angaben erforderlich. In solchen Fällen ist handschriftlich auf dem DBS zu ergänzen, um welche Kultur es sich tatsächlich handelt.

Hinweis Zahlungsansprüche (ZA)

Auf der Internetseite http://www.zi-daten.de/ können Sie die Anzahl der verfügbaren ZA prüfen. Unter dem Menüpunkt „Übersicht ZA-Konto zur Antragsstellung“ wird Ihnen unterhalb des Zahlungsanspruchsregisters die Nutzung in den Vorjahren angezeigt. ZA, die zwei Jahre nicht aktiviert wurden, werden Anfang April 2020 zu Gunsten der nationalen Reserve eingezogen.

Sollten Sie in 2020 nicht genutzte ZA im eigenen Betrieb auch in 2021 nicht aktivieren können, ist eine Verpachtung oder ein Verkauf der freien ZA zu empfehlen. Den Vordruck zur Übertragung von Zahlungsansprüchen steht hier zum Download bereit.

Antragsteller, die neue ZA als Neueinsteiger oder Junglandwirt beantragen, müssen ihr Erstniederlassungsdatum mit dem Pflichtversicherungsnachweis der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft nachweisen.

Agrarumweltmaßnahmen (AUM) 2021

Aufgrund der bevorstehenden GAP-Reform ab 2023 sind im Antragsjahr 2021 Folgeanträge zu AUM aus dem Jahr 2016 möglich. Diese müssen bis zum 17. Mai 2021 gestellt werden. 

Tierwohlförderung


Zur Förderung einer besonders tiergerechten Haltung von Sauen, Ferkeln und Mastschweinen auf freiwilliger Basis gewährt das Land Niedersachsen Zuwendungen nach der Richtlinie Tierwohl. Bis spätestens zum 17. Mai 2021 (Ausschlussfrist) können wieder Anträge gestellt werden. Anträge, die danach eingereicht werden, können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Antragstellung erfolgt immer mit einem formalen Papierantrag. Zusätzlich ist die Teilnahme an der Maßnahme im Rahmen des Sammelantrages auf Agrarförderung zu erklären. Dort ist unter Ziff. 4.2 anzukreuzen, ob beabsichtigt ist, an der Förderung teilzunehmen. Das gilt auch für Betriebe, die aktuell bereits an der Maßnahme teilnehmen!

 


Kontakt:
Ruth Beverborg
Leiterin Sachgebiet Betriebswirtschaft, Wirtschaftsberatung
Telefon: 0441 801-304
Telefax: 0441 801-313
E-Mail:
Laura Jans-Wenstrup
Fachreferentin Betriebswirtschaft
Telefon: 0441 801-426
Telefax: 0441 801-313
E-Mail:


Stand: 30.03.2021