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ANDI-Antragsberatung bei der Landwirtschaftskammer zunächst telefonisch

Für die Antragstellung auf Agrarförderung 2020 steht Ihnen ab 17. März das Programm ANDI in gewohnter Weise als Webanwendung zur Verfügung. Auch in Zeiten mit erheblichen Einschränkungen beruflicher Kontakte können sich Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Landwirtschaft auf das aktuelle Fachwissen der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen verlassen.

Oldenburg - Zwar sind die Dienststellen der LWK seit Montagmittag (16. März) für den Publikumsverkehr geschlossen, um der Weiterverbreitung des Virus Sars-CoV-2 (Coronavirus) entgegenzuwirken. Beim Ausfüllen des Sammelantrags im Programm Agrarförderung Niedersachsen Digital (ANDI) stehen die Beraterinnen und Berater der Landwirtschaftskammer aber gerne per Telefon oder per Mail  zur Verfügung.

Bis zum 15. Mai 2020 können Anträge auf Agrarförderung und Agrarumweltmaßnahmen (AUM) gestellt werden. Allgemeine Hinweise zum Antragsverfahren haben wir Ihnen in der pdf-Anlage "Aktuelle Informationen zum GAP-Antragsverfahren 2020" bereitgestellt.

Erst mit dem Eingang Ihres unterschriebenen Datenbegleitscheins (DBS) und gegebenenfalls in Papierform weiterer Unterlagen, sowie etwaiger einzureichender Anlagen zu den Anträgen für Agrarumweltmaßnahmen bei der zuständigen Bewilligungsstelle der LWK Niedersachsen sind die Antragsfristen gewahrt (Brief oder Fax).


 

Die Kontaktdaten unserer Beraterinnen und Berater finden Sie in unserem Beratungsangebot Förderungsberatung.

 



Folgender Link führt Sie zum Programm: ANDI-Web. Nutzen Sie als Webbrowser Google Chrome oder Mozilla Firefox; JavaScript muss aktiviert sein. Beachten Sie bitte auch die Hinweise zum fachlichen und technischen Support! Bei der Bearbeitung des Antrages können Ihnen auch die ANDI-Web-Erklärvideos aus dem letzten Jahr Hilfestellung bieten. Ein Video mit den Änderungen ANDI-Web 2020 ist noch in Vorbereitung.

Der Artikel Agrarreform: Greeningrechner schafft Klarheit gibt Ihnen einen Überblick über die Einhaltung der Greeningauflagen auf Ihren Betrieb. Diese können Sie mit dem dort bereitgestellten Rechner betriebsindividuell prüfen.

Informationen zu Grünlandumbrüchen und -erneuerungen sowie Neuansaat von Ackergras aus förderrechtlicher Sicht finden Sie in den Internetartikeln Erhaltung von Dauergrünland als Greeningverpflichtung; Antragstellung 2020 und Dauergrünlandumbruch - Welche Regelungen gilt es zu beachten?

Sofern Sie an Agrarumweltmaßnahmen (AUM) teilnehmen, müssen Sie hierfür Aufzeichnungen führen. Die Vordrucke hierzu finden Sie auf der Internetseite des Landwirtschaftsministeriums beim Aufrufen der jeweiligen Maßnahme.

Wichtige Fristen im ANDI-Antragsverfahren

  • 15.05.2020: Abgabeschluss für den ANDI-Sammelantrag 2020
  • 16.05. – 19.06.2020: Vorab-Gegenkontrolle (VAG)
     - sanktionslose Rücknahme von Überlappungen
  • 01.10.2020: Letzter Termin der Änderungsmitteilung ökologischer Vorrangflächen (öVF)
    Zwischenfrucht (Modifikationsantrag) und AUM-Änderungen AL22 (winterharte Zwischenfrucht) / AL5 (reduzierte Bodenbearbeitung nach Mais)

Achtung:
Im Antragsjahr 2020 wird es kein gesondertes VAG-Anschreiben über die einzelnen Überlappungsflächen geben. Dementsprechend sind Sie gehalten, Ihre gemeldeten Antragsparzellen kontinuierlich bis zum 19. Juni 2020 auf Überlappungen zu überprüfen.

Am 15. Mai 2020 vorhandene Überlappungen sowie neue Überlappungen, die während der VAG-Phase entstehen, werden in einer eigenen Kartenebene (Layer) in der Geometriebearbeitung farbig (rot) und voraussichtlich in der Anmeldemaske bei ANDI als Übersicht ausgewiesen

Fachliche Neuerungen Antragsverfahren 2020: 

Dauergrünland (DGL) – potentielles Dauergrünland (pDGL)

Die Zählweise und die Anzeige des Dauergrünlandstatus wurden in ANDI 2020 geändert. Es wird nun die Anzahl der pDGL-Jahre anstatt des pDGL-Ursprungsjahres angezeigt. Zudem wird in ANDI 2020 nicht mehr der DGL-Status des Vorjahres, sondern der im Antragsjahr 2020 erwartete DGL-Status nach dem 15.05.20 angezeigt.

Beispielsweise wird ein Schlag mit dem bisherigen Status pDGL18 (in 2018 zum ersten Mal als Ackergras beantragt) mit dem Status pDGL3 (pDGL im dritten Jahr – 2018, 2019, 2020 – das Ansaatjahr wird hier als 1 mitgezählt) vorbelegt. Bei den Bezeichnungen pDGL1 bis pDGL5 entsteht im Jahr 2020 noch kein Dauergrünland, so dass diese Flächen weiterhin im Jahr 2020 als Gras genutzt werden können.

In ANDI 2020 sind die Dokumente der Antragsstellung 2019 (z.B. Betriebsspiegel und Flächenverzeichnis nach der Bewilligung) aufrufbar. Im Gesamtflächennutzungsnachweis (GFN-Anlage 1a) finden Sie Hinweise zum „alten DGL-Status“. Sie können natürlich auch auf die Ausdrucke des vergangenen Jahres zurückgreifen. Flächen mit dem bisherigen Status pDGL15 werden mit dem Status DGL (pDGL im sechsten Jahr) in ANDI 2020 vorbelegt, können aber noch bis zum 15.05.2020 mit einer Ackerkultur bestellt werden.

Bei diesen Flächen steht als Vorjahreskultur 2019 in der Flächenbearbeitung von ANDI 2020 eine Ackernutzung (z. B. 424 Ackergras). Es handelt sich um Ackergrasflächen, die erst mit der Antragsstellung 2020 zu echtem Dauergrünland (DGL) werden. Sofern in diesem Fall auf der Fläche in 2020 eine Ackerkultur gemeldet wird, erfolgt automatisiert die Aufforderung zur Abgabe einer Anlage 8 (Grünlandfehler) in der Schlagbearbeitung in ANDI.

Umbruch von potentiellem Dauergrünland (pDGL)

Durch den Umbruch und Neueinsaat einer pDGL-Fläche kann der Ackerstatus erhalten bleiben. Der Umbruch und die Neueinsaat ist spätestens einen Monat nach erfolgtem Umbruch der Bewilligungsstelle anzuzeigen. Der Umbruch und Neueinsaat unterbricht die 5-jährige Laufzeit. Ein Wechsel der Kultur ist nicht mehr zwingend erforderlich. Sofern im 5-Jahreszeitraum nach dem Umbruch eine andere Folgekultur angebaut wird (z. B. Mais), ist keine Anzeige notwendig. Einen Vordruck hierfür sowie auch für die folgenden Antragsverfahren beim Grünland finden Sie hier.

Dauergrünland / Narbenerneuerung

Bei echtem Dauergrünland ist wie in den Vorjahren auch vor einer Narbenerneuerung ein Antrag auf Genehmigung bei der Bewilligungsstelle einzureichen (gilt nicht für Öko-Betriebe und Kleinerzeuger). Eine Umwandlung von Dauergrünlandflächen zur Ackernutzung ebenso wie die Umwandlung in eine nichtlandwirtschaftliche Nutzung (z.B. im Rahmen eines Stallbaus) ist bei der Bewilligungsstelle wie bisher zu beantragen.

Bitte beachten Sie, dass bei einem ungenehmigten Dauergrünlandumbruch die Greeningprämie gekürzt wird und die umgebrochene Fläche wieder einzusäen ist und in den darauffolgenden fünf Jahren als Dauergrünland erhalten bleiben muss.

Bagatellregelung Dauergrünlandumbruch

Bei der Umwandlung eines Teilschlages Dauergrünland oder bei mehreren nicht zusammenhängenden Teilschlägen Dauergrünland, die insgesamt nicht mehr als 500 m² pro Betrieb umfasst, ist die Meldung von Grünlandfehlern (Anlage 8) nicht erforderlich. Wir weisen darauf hin, dass die in ANDI 2020 eingerichtete Plausibilisierung nur hinsichtlich eines (Teil-)Schlag erfolgt und keine gesamtbetriebliche Prüfung ersetzt.

Bejagungsschneisen/Biodiversitätsstreifen

Die Schneisen und Streifen können wie im Vorjahr bis max. 20 % der Schlaggröße angelegt werden. Es sind pro Schlag auch mehrere Streifen mit insgesamt max. 20 % der Schlaggröße zulässig. Eine Anlage von Bejagungsschneisen und Biodiversitätsstreifen auf Brache- oder Dauergrünlandflächen, ökologischen Vorrangflächen sowie bei Agrarumweltmaßnahmen ist nicht gestattet. Für Bejagungsschneisen und Biodiversitätsstreiefen im Rahmen des Ökolandbaus sind besondere Regelungen zu beachten.

Hinweis Zahlungsansprüche (ZA)

Auf der Internetseite http://www.zi-daten.de/ können Sie die Anzahl der verfügbaren ZA prüfen. Unter dem Menüpunkt „Übersicht ZA-Konto zur Antragsstellung“ wird Ihnen unterhalb des Zahlungsanspruchsregisters die Nutzung in den Vorjahren angezeigt. ZA, die zwei Jahre nicht aktiviert wurden, werden Anfang April 2020 zu Gunsten der nationalen Reserve eingezogen.

Sollten Sie in 2019 nicht genutzte ZA im eigenen Betrieb auch in 2020 nicht aktivieren können, ist eine Verpachtung oder ein Verkauf der freien ZA zu empfehlen. Der Vordruck zur Übertragung von Zahlungsansprüchen steht unten zum Download bereit.

Antragsteller, die neue ZA als Neueinsteiger oder Junglandwirt beantragen, müssen ihr Erstniederlassungsdatum mit dem Pflichtversicherungsnachweis der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft nachweisen.

Kartenebene/Layer „Gebietskulisse nitrat- und phosphatsensiblen Gebiete“

Die Gebietskulisse der nitrat- und phosphatsensiblen Gebiete (rote und graue Gebiete) in Niedersachsen bzw. Bremen wird Ihnen in ANDI 2020 mithilfe eines Layers in der Geometriebearbeitung grundsätzlich eingeblendet.

Agrarumweltmaßnahmen (AUM) 2020

Neuanträge oder Folgeanträge zu den niedersächsischen Agrarumweltmaßnahmen müssen bis zum 15.05.2020 gestellt werden. Im Dezember 2020 erfolgt dann die Bewilligung für den 5-jährigen Verpflichtungszeitraum 2021 bis 2025.

Tierwohlförderung


Zur Förderung einer besonders tiergerechten Haltung von Sauen, Ferkeln und Mastschweinen auf freiwilliger Basis gewährt das Land Niedersachsen Zuwendungen nach der Richtlinie Tierwohl. Bis spätestens zum 15. Mai 2020 (Ausschlussfrist) können wieder Anträge gestellt werden. Anträge, die danach eingereicht werden, können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Antragstellung erfolgt immer mit einem formalen Papierantrag. Zusätzlich ist die Teilnahme an der Maßnahme im Rahmen des Sammelantrages auf Agrarförderung zu erklären. Dort ist unter Ziff. 4.2 anzukreuzen, ob beabsichtigt ist, an der Förderung teilzunehmen. Das gilt auch für Betriebe, die aktuell bereits an der Maßnahme teilnehmen!

 


Kontakt:
Franz-Josef Schoo
Förderung, Betriebswirtschaft, Bildungsbeauftragter
Telefon: 05439 9407-12
Telefax: 05439 9407-39
E-Mail:
Ruth Beverborg
Leiterin Sachgebiet Betriebswirtschaft, Wirtschaftsberatung
Telefon: 0441 801-304
Telefax: 0441 801-313
E-Mail:


Stand: 01.04.2020