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Tierbeurteilungswettbewerb: Kuh ist nicht gleich Kuh

Rund 90 landwirtschaftliche Auszubildende nahmen am Tierbeurteilungswettbewerb Milchkuh, ausgerichtet von der Landwirtschaftskammer, Bezirksstelle Nienburg und der Masterrind GmbH teil.

 

 

Heerde/Kirchdorf. Kuh ist nicht gleich Kuh. Ganz im Gegenteil gibt es bei Kühen sogar große Unterschiede. Dass sie diese erkennen können, stellten die rund 90 landwirtschaftlichen Auszubildenden des zweiten und dritten Lehrjahres der Berufsschulen Sulingen und Nienburg bei ihrer Teilnahme am diesjährigen Tierbeurteilungswettbewerb Milchkuh auf dem Betrieb der Familie Plenge in Heerde unter Beweis. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb wie schon in den Vorjahren von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Masterrind GmbH.

Nach einer kurzen Begrüßung von Ruth-Beatrix Hainke, Ausbildungsberaterin der Landwirtschaftskammer bei der Bezirksstelle Nienburg, stellte Oliver Lauschke von der Masterrind die Tierbeurteilung in der Theorie als lineares Bewertungssystem vor. „Die Beurteilung von Milchkühen ist unter anderem entscheidend für die optimale Auswahl des Bullen. Außerdem gibt sie Aufschluss über die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit der Tiere, welche bei der täglichen Arbeit der Landwirte an erster Stelle steht“, erklärt Lauschke den Auszubildenden, die gespannt darauf warteten, das soeben Erlernte in die Praxis umsetzen zu dürfen.

In Gruppen aufgeteilt, sollten die angehenden Landwirtinnen und Landwirte zunächst eine „Demo-Kuh“ bewerten und anschließend sechs ausgewählte Kühe, vorbereitet und präsentiert vom Jungzüchterclub, dem Anforderungsprofil entsprechend von sehr gut bis weniger gut in eine Reihenfolge bringen. Für die Schülerinnen und Schüler galt es dabei, die äußerlichen Merkmale in den Kategorien Milchtyp, Körper, Fundament und Euter zu beurteilen und möglichst genau zu benoten. „Die Mitarbeiter der Masterrind legen die richtige Reihenfolge der Kühe fest, weicht unsere von dieser ab, werden uns Punkte im Wettbewerb abgezogen“, erläutert Celine Löhle, Auszubildende des 2. Lehrjahres auf dem Betrieb von Friedrich Rust in Stolzenau. Am Ende hat sie zwei Kühe vertauscht, ist mit diesem Ergebnis aber zufrieden.

Neben der Tierbeurteilung wurden die angehenden Landwirte noch in die Silage-Beurteilung eingewiesen. Je nach Geruch, Gefüge und Farbe kann dabei die Qualität des Futters bestimmt werden.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete Zuchtberater der Masterrind Herrmann-Joseph Schmidt mit einigen Erläuterungen aus dem Bullenkatalog. Dabei führte er aus, wie die Zuchtwerte eines Bullen zustande kommen und wie man mit Hilfe des Kataloges die optimale Auswahl für die Belegung der eigenen Kühe trifft. Danach erfolgte die Siegerehrung des Tierbeurteilungswettbewerbes. Die jeweils fünf besten aus dem zweiten und dritten Lehrjahr konnten sich besonders freuen, sie haben sich mit ihrer guten Bewertung für den Landesentscheid im nächsten Jahr in Ostfriesland qualifiziert.

Die Platzierungen im 2. Lehrjahr: 1. Tjard Scharrelmann (Betrieb Cord Spannhake, Sulingen), ebenfalls 1. Pius Rasche (Betrieb Stefan Rohlfs, Eydelstedt) 3. Daniel Schmidt (Betrieb Eberhard Mysegades, Rehburg-Loccum)

Die Platzierungen im 3. Lehrjahr: 1. Sarah Fackiner (Betrieb Heinz-Konrad Derboven, Warpe), 2. Elisabeth Engelke (Betrieb Christian Claus, Wietzen), 3. Dominic Hustedt (Betrieb Martin Lübber, Uchte)

(Quelle/Text: Landvolk Kreisverband Diepholz)


Kontakt:
Ruth Beatrix Hainke
Beraterin Berufsbildung Landwirt/in
Telefon: 04271 945-219
Telefax: 04271 945-222
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Stand: 17.01.2019