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Verbot der betäubungslosen Kastration ab dem 01.01.2021

Mit Beginn des Jahres 2021 ist die betäubungslose Ferkelkastration verboten. Eine Alternative stellt die Ferkelkastration mittels Isofluran oder die Immunokastration dar. Entscheidet sich der Betrieb für die Narkose mittels Isofluran, ist diese selbst oder durch den Tierarzt durchführbar. Eine selbstständige Durchführung setzt, einen Sachkundenachweis voraus.

Seit Sommer diesen Jahres laufen die Schulungen. Dabei wichtig zu wissen ist, dass die Teilnahme am Sachkundelehrgang mit einer mündlichen Prüfung endet, die erfolgreich zu absolvieren ist. Danach erfolgt die praktische Umsetzung auf dem Betrieb. Hierbei sind 200 Ferkel mit dem Narkosegerät unter Aufsicht des betriebseigenen Tierarztes zu kastrieren. Abschließend erfolgt die praktische Prüfung, bei welcher unter Kontrolle der Schweinegesundheitsdienstes 10 Ferkel zu kastrieren sind. Sämtliche Teilnahmebescheinigung und Nachweise der bestandenen Prüfung sind dann an das Veterinäramt weiterzuleiten. Zudem ist die Abgabe eines polizeilichen Führungszeugnisses an das Veterinäramt notwendig. Erst nach Erhalt der offiziell bestätigten Sachkunde ist eine eigenständige Kastration auf dem Betrieb mittels Isofluran möglich.

Die Ferkelbetäubungssachkundeverordnung schreibt nach Durchführung der Narkose mittels Isofluran eine Dokumentation der Anzahl der Anwendungen, das Datum sowie mögliche Komplikationen (Narkosezwischenfälle) vor. Des Weiteren muss ein Notfallplan für Narkosezwischenfälle am Standort des Gerätes hinterlegt sein, damit im Falle von Problemen ein schnelles und sicheres Handeln gewährleistet ist.

Diese Dokumente stehen hier für Sie zur Verfügung.

 

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Außenstellenbeauftragte Außenstelle Soltau-Fallingbostel, Wirtschaftsberatung
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Stand: 09.12.2020