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Klarstellung: Nährstoffvergleich und 170 kg-N-Grenze

Durch die erneut novellierte Düngeverordnung ist es mittlerweile schwierig, den Durchblick zu behalten. Vor allem bei folgenden Punkten besteht aktuell Verunsicherung.

Nährstoffvergleich
Eine Pflicht zum Erstellen des Nährstoffvergleichs gibt es nicht mehr. D.h. der Nährstoffvergleich für das Jahr 2020 muss nicht mehr berechnet werden. Anstelle dessen tritt die Dokumentationspflicht der Düngemaßnahmen, die innerhalb von zwei Tagen im Rahmen einer Schlagkartei erfolgen muss. Davon unberührt bleibt die Pflicht zur Erstellung einer jährlichen, einzelbetrieblichen Bedarfsermittlung uneingeschränkt bestehen.

Betriebe, die Wirtschaftsdünger aufnehmen und/oder einen hohen Viehbesatz aufweisen, müssen häufig eine sogenannte Stoffstrombilanz bei einer Betriebskontrolle vorweisen können. Wenn sie unsicher sind, ob Sie eine Stoffstrombilanz erstellen müssen, sprechen Sie uns gerne an.

170 kg-N-Grenze
Die Einhaltung der 170 kg-N-Grenze hat weiterhin Bestand. Diese Grenze meint, dass im Betriebsdurchschnitt nicht mehr als 170 kg Stickstoff je Hektar aus organischen und organisch-mineralischen Düngemitteln ausgebracht werden dürfen. Bedenken Sie zudem, dass Bracheflächen und Restriktionsflächen vollständig oder nur teilweise nicht mit in die Berechnung der 170 kg N-Grenze miteinbezogen werden dürfen.

Für Flächen in den Roten Gebieten gilt darüber hinaus eine schlagbezogene Obergrenze von 170 kg Norg/ha.

Für die Berechnung stellt die Düngebehörde eine Excel-Anwendung zur Verfügung.
Diese finden Sie hier.

Kontakt:
Hubertus Brandes
Alix Mensching-Buhr
Ulrich Peper

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Kontakt:
Ulrich Peper
Leiter Fachgruppe Betrieb / Tier
Telefon: 04181 9304-13
Telefax: 04181 9304-24
E-Mail:


Stand: 09.12.2020