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Den Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreich gestalten

„Was möchtest du werden?“ Mit dieser Frage sehen sich die Jugendlichen von heute wie damals konfrontiert. Heutzutage entscheiden sich jedoch immer mehr Jugendliche für einen Studienberuf, wobei die Abbruchquoten der Studiengänge steigen. Immer mehr Unternehmen haben u.a. dadurch Probleme ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.

Um zu erörtern, wie der Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreich gestaltet werden kann, luden die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer Oldenburg (HWK), die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und der wigy e. V. am 16. Oktober zu einer Tagung im EWE Forum Alte Fleiwa ein. Prof. Hans Kaminski, Direktor des IÖB, begrüßte die ca. 130 Schul- und Unternehmensvertreter und brachte das Motto der Tagung auf den Punkt: „Die Probleme im beruflichen Übergang werden immer wieder beklagt. Heute soll es um die Frage gehen, was wir selbst besser machen können.“

„Es sind alle Akteure (Betriebe, Agenturen für Arbeit, Kammern, Schulen) gefordert, die beruflichen Perspektiven transparent und praxisnah aufzuzeigen.“ betonte Hans-Joachim Harms, Direktor der LWK Niedersachsen in seinem Grußwort. Mit Hilfe einer kabarettistischen Einlage unter dem Motto „Spieglein, Spieglein an der Wand“ konfrontierten Studierende der Ökonomischen Bildung alle Teilnehmenden mit der Frage: „Agieren Sie selbst so vorbildlich, wie sie es sich von anderen wünschen?“ Nach diesem lebendigen Einstieg gab Sabine Bleumortier, selbständige Ausbildungsexpertin, Einblicke in die Wünsche und Erwartungen der heutigen Generation Z. „Die Jugendlichen suchen einen Sinn in Ihren Tätigkeiten, wollen auf Augenhöhe behandelt werden und Anerkennung erfahren.“ so die Ausbildungsexpertin. Zudem vermittelte sie den Ausbildungsbetrieben praktische Tipps zur Gestaltung einer Website.

Wie ein erfolgreicher Übergang von der Schule in den Beruf gelingen kann, wurde unter Einbeziehung der Teilnehmer im Plenum erörtert. Der Moderator Heinz Kaiser vom Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an berufsbildenden Schulen verdeutlichte, dass eine gute Qualifikation des Ausbildungspersonals und der Lehrkräfte für einen gelungenen Übergang von großer Bedeutung sei. „Hierfür muss die Thematik bereits in der Lehrererstausbildung aufgegriffen werden“, so Wolfgang Jöhnk, Bereichsleiter Berufsbildung bei der HWK Oldenburg. „Wir benötigen eine zentrale Anlaufstelle, die die Jugendlichen und Eltern wiederum an die jeweiligen Akteure weiterleitet. Mit den neuen Jugendberufsagenturen sind wir hier einen Schritt weitergekommen“ erklärte Frau Hallmann-Rosenfeldt, stellv. Bereichsleiterin Aus- und Fortbildung der LWK Niedersachsen. Rudolf Schröder, Professor für berufliche Orientierung am IÖB versicherte: „Wir belassen es seitens der Kammern und des IÖB nicht bei Sonntagsreden, sondern helfen den Unternehmen und Schulen z. B. durch vielfältige Lernmaterialien, Fortbildungen und Beratungsangebote.“ „Die Materialien und Fortbildungsangebote des IÖB, die Ausbildungsbotschafter der Kammern sowie die Praxisworkshops für Unternehmen sind ein gutes Handwerkszeug um den Übergang erfolgreich zu gestalten.“ betonte Stefan Bünting, stellv. Abteilungsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK. Dabei verwiesen sie auf die Informationsstände der Veranstalter, an denen sich die Teilnehmer in den Pausen mit Fachpersonal austauschen konnten.

Am Ende der Veranstaltung appellierte Heinz Kaiser vom Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an berufsbildenden Schulen noch einmal: „Nur in der Summe der gemeinsamen Arbeit wird es eine erfolgreiche Weiterentwicklung der dualen Ausbildung geben.“


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Walter Hollweg
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Stand: 25.10.2018