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Fachwissen aus Niedersachsen für Agrarexperten aus Südwestafrika

Delegation aus Namibia informiert sich über Organisationsstruktur und Arbeit der Landwirtschaftskammer

Altwarmbüchen – Der südwestafrikanische Staat Namibia will Technik, Organisation und Arbeitsweise seiner Landwirtschaft modernisieren und setzt dabei unter anderem auf Wissen aus Niedersachsen: Eine namibische Delegation aus Vertreterinnen und Vertretern landwirtschaftlicher Verbände, Kreditinstitute und mehrerer Ministerien ist dazu in Altwarmbüchen bei Hannover mit Fachleuten der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen zusammengekommen.

Nachdem Ulrich Löhr, Mitglied der Kammerversammlung der LWK und Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen, die Gäste mit der Selbstverwaltungsstruktur der Kammer vertraut gemacht hatte, ging Marianne Böhm weiter ins Detail: Die Wirtschaftsberaterin aus der Außenstelle Stade erläuterte, wie die LWK vor Ort Höfe betriebswirtschaftlich berät, Landwirte in Arbeitsgruppen bei der Verbesserung ihrer betrieblichen Strategien unterstützt und bei den Anträgen für staatliche Förderprogramme hilft. Mit Blick auf die spezielle Agrarstruktur im Alten Land berichtete Böhm auf Nachfrage auch von der fachlichen Begleitung für Obstbaubetriebe und von den LWK-eigenen Forschungsvorhaben im Obstbauzentrum Esteburg.

Weiterhin ging Böhm auf die berufliche Fortbildung in den Meisterkursen ein: Dort geht es nicht nur um Betriebswirtschaft, Mitarbeiterführung und die künftige Ausbilderberechtigung – vielmehr geht es auch um den Wissensaustausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie um die Bildung eines Netzwerkes, das häufig über Jahrzehnte bestehen bleibt. Die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Betrieb hilft den Nachwuchskräften, tragfähige Zukunftskonzepte für ihre Unternehmen zu entwickeln.

Arbeitsweise und Arbeitsgebiete der LWK stießen bei den Gästen auf starkes Interesse, da in Namibia am Aufbau einer vergleichbaren Kammerstruktur gearbeitet wird, um eine starke Vertretung privater landwirtschaftlicher Betriebe zu schaffen. Für ihre Diskussion über ihr künftiges Kammersystem hätten sie in Altwarmbüchen entscheidende Impulse bekommen, machten die afrikanischen Agrarexperten nach den Beratungen deutlich. Überdies wurde vereinbart, dass namibische Studenten der Agrarwissenschaft Unterstützung dafür bekommen, in Deutschland zu studieren und Praktika zu absolvieren.

Betreut durch die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), reiste die Delegation zehn Tage durch Deutschland und besuchte dabei auch die Agrarministerkonferenz sowie die Agrarmesse Internationale Grüne Woche in Berlin.


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Stand: 24.01.2019