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Ressourcenschutz wichtiges Ziel bei der Neuausrichtung

Partei- und Fraktionsspitze der niedersächsischen Grünen informiert sich in Versuchsstation Wehnen der Landwirtschaftskammer über moderne Schweinehaltung und Pflanzenbau

Wehnen – Wie ein künftiger Schweinestall aussehen kann und wie mit Unterstützung des Versuchswesens in Pflanzenbau und Tierhaltung eine effiziente und umweltgerechte Kreislaufwirtschaft weiterentwickelt werden kann, erfuhren Anne Kura, Hans-Joachim Janßen und Miriam Staudte am Montag (11. Februar) aus erster Hand von Fachleuten der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen: Die Landesvorsitzende und der Landesvorsitzende der Grünen sowie die Sprecherin für Landwirtschaft der Fraktion der Grünen im Niedersächsischen Landtag waren zu einem Arbeitsbesuch in die LWK-Versuchsstation Wehnen vor den Toren Oldenburgs gekommen. Mit dabei war außerdem Steffen Mallast, Fachreferent für Landwirtschaft, Ernährung und Tierschutz der Grünen-Fraktion.

Kammervizepräsident Hermann Hermeling erläuterte das interdisziplinäre und vernetzte Arbeiten an der Versuchsstation: „Dank der Ausstattung an Tieren, Fläche, Personal, Technik und räumlicher Kapazität verbinden wir in Wehnen die Fragestellungen zur modernen Tierhaltung mit denen zum Umwelt- und Ressourcenschutz“, sagte Hermeling. Außerdem würden wichtige Erkenntnisse gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft erarbeitet.

Das Ziel des gemeinsamen Engagements sei es, „praxisnahe und vernünftige Empfehlungen“ für die tägliche Arbeit von Landwirten und Tierärzten zu erarbeiten, ergänzte Kammerdirektor Hans-Joachim Harms. Damit werde den Erwartungen auf den Höfen und in der Gesellschaft gleichermaßen Rechnung getragen. „Unser großes Plus ist dabei, dass sich alle Seiten auf ein neutrales und unabhängiges Arbeiten verlassen können“, betonte der Kammerdirektor.

Janßen, Kura, Mallast und Staudte, die als stellvertretende Fraktionsvorsitzende auch Sprecherin für Landwirtschaft ist, erfuhren unter anderem erste Ergebnisse des Verbundprojekts „InnoPig“ zur Schweinehaltung, bei dem insbesondere neue Abferkelsysteme getestet werden. An den mehrjährigen Forschungsarbeiten sind neben den Fachleuten der LWK auch Wissenschaftler mehrerer Universitäten und Hochschulen sowie Hersteller von Stalleinrichtungen beteiligt. Ziel ist es, herauszufinden, welche Haltungsform Tierwohl und Wirtschaftlichkeit am besten in Einklang bringt.

Dr. Ludwig Diekmann, bei der LWK Leiter des Fachbereichs Tierzucht, Tierhaltung, Versuchswesen Tier und Tiergesundheitsdienste, stellte den Gästen vor, wie der Versuchsstandort Wehnen zu einem „Fachzentrum Nachhaltige Nutztierhaltung“ weiterentwickelt werden könnte. In einem Fachzentrum könnten laut Diekmann die Erfahrungen aus Modell- und Demonstrationsvorhaben, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der täglichen Praxisarbeit zusammengeführt werden, um damit Empfehlungen für die breite landwirtschaftliche Praxis auszuarbeiten, die sowohl dem Schutz der natürlichen Ressourcen als auch den wirtschaftlichen Anforderungen dienen.

Diekmann ging außerdem auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Schweinehaltung im Hinblick auf die Digitalisierung ein. Die Landwirtschaftskammer hat dazu bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ein großes Forschungsprojekt beantragt: Unter dem Namen „DigiSchwein“ sollen in der Versuchsstation Wehnen zahlreiche Sensoren eingebaut und erprobt werden, die den Landwirtinnen und Landwirten zu jeder Tages- und Nachtzeit alle verfügbaren Informationen über ihre Tierhaltung und insbesondere über die Tiergesundheit im Schweinestall liefern sollen.

Der weitere Ausbau von Wehnen steht unter dem besonderen Aspekt ressourcenschonender Maßnahmen: So stellte Diekmann das aktuelle Projekt TAMBoGru zum Umweltverhalten von Antibiotika im Grundwasser vor, das die Universität Oldenburg zusammen mit dem LWK-Fachbereich Nachhaltige Landnutzung bearbeitet. Weiterhin wird in der Landwirtschaftskammer sehr intensiv im Bereich der Nährstoffreduzierung und in der Nährstoffaufbereitung gearbeitet.

Ausführlicher Bildtext: Fachleute der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen empfangen am Montag (11. Februar) Politikerinnen und Politiker von Bündnis 90/Die Grünen in der LWK-Versuchsstation Wehnen (von links): Kammerdirektor Hans-Joachim Harms, Vizepräsident Hermann Hermeling, Dr. Ludwig Diekmann (Leiter des LWK-Fachbereichs Tierzucht, Tierhaltung, Versuchswesen Tier und Tiergesundheitsdienste), Grünen-Landesvorsitzender Hans-Joachim Janßen, Landesvorsitzende Anne Kura, Steffen Mallast (Fachreferent für Landwirtschaft, Ernährung und Tierschutz der Grünen-Fraktion) und Miriam Staudte, Sprecherin für Landwirtschaft der Fraktion der Grünen im Niedersächsischen Landtag und stellvertretende Fraktionsvorsitzende.


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Stand: 12.02.2019