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Kultusminister am Startpunkt für Karrieren in der Landwirtschaft

Woche der beruflichen Bildung: Grant Hendrik Tonne besucht Landwirtschaftliches Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Echem

Echem – Wie Landwirtinnen und Landwirte von morgen in der Nutztierhaltung bestmöglich auf ihren Beruf vorbereitet werden, weiß Hendrik Tonne nun aus erster Hand: Fachleute der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen informierten den niedersächsischen Kultusminister im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) der Kammer in Echem (Kreis Lüneburg) über die Details der überbetrieblichen Ausbildung für den Beruf Landwirt/in.

Anlass des Minister-Besuchs war die Woche der beruflichen Bildung (1. bis 7. April). Die Idee zu dieser Aktionswoche ist im Steuerkreis „Bündnis duale Berufsausbildung“ entstanden, in dem die Landwirtschaftskammer Niedersachsen Mitglied ist. Die berufliche Bildung genießt – das zeigte sich während Tonnes Aufenthalt in Echem – bei den Kabinettsmitgliedern der Landesregierung eine hohe Bedeutung.

„Das LBZ ist als überbetriebliche Ausbildungsstätte für den Beruf Landwirt/in die zentrale Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätte für die landwirtschaftliche Nutztierhaltung im Land Niedersachsen“, erläuterte Kammerdirektor Hans-Joachim Harms dem Minister die maßgebliche Rolle der Bildungsstätte. 2013 bis 2015 seien die Lehrwerkstätten Rind und Schwein sowie die Gästehäuser neu gebaut beziehungsweise modernisiert worden.

„In Echem nehmen alle Auszubildenden im Beruf Landwirt/in in Niedersachsen im zweiten und im dritten Ausbildungsjahr an jeweils einem einwöchigen Lehrgang der Überbetrieblichen Ausbildung im Bereich Schweinehaltung und Rinderhaltung teil“, sagte Martina Wojahn, Geschäftsführerin des LBZ. „Ausgerüstet mit neuester Technik und einer curricularen Neuausrichtung, bereitet das LBZ seine Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf die zukünftigen, vielseitigen Herausforderungen in der Landwirtschaft vor: angefangen von Fragen des Tierwohls über die Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels bis hin zu Anpassungsstrategien an den Klimawandel“, ergänzte Anke Evers, Leiterin des LWK-Fachbereichs Aus- und Fortbildung sowie Landjugend. Im Jahr 2018 seien insgesamt mehr als 20.000 Teilnehmertage verzeichnet worden.

Im LBZ Echem werden außerdem gemäß dem Leitbild „Landluft lernen“ Besuchergruppen und internationalen Gästen spannende Einblicke in den landwirtschaftlichen Arbeitsalltag und die landwirtschaftliche Nutztierhaltung ermöglicht. Nach vorheriger Anmeldung können werktags die Stallungen im Rinder- und im Schweinebereich, hier konventionelle und ökologische Haltungsformen, besichtigt werden. Je nach Interesse werden auch themenbezogene Hofführungen angeboten.

Im Zuge von Bildungsangeboten wie etwa dem „Echemer Dialog“ finden Gespräche mit Verbrauchern statt, um über Chancen und Risiken der Landwirtschaft zu informieren und das gegenseitige Verständnis verbessern. Daneben werden vom Team des LBZ Echem neue Lernmethoden und Lehrmittel entwickelt und erprobt und in den Unterricht und in Seminare eingebracht. Zuletzt wurde in Echem die „Kuhbrille“ entwickelt: eine Computersimulation, mit deren Hilfe Nutzerinnen und Nutzer in Echtzeit die Welt mit dem Blickwinkel und der Farbwahrnehmung einer Kuh sehen. Die „Kuhbrille“ soll einen umsichtigen und sicheren Umgang mit den Nutztieren fördern.

Auch im Gartenbau und in der Milchwirtschaft ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen maßgeblich in der Überbetrieblichen Ausbildung aktiv. Das Milchwirtschaftliche Bildungszentrum in Oldenburg, das zum LWK-eigenen Laboranalytik-Unternehmen LUFA Nord-West gehört, ist auf die Berufe Milchtechnologe/Milchtechnologin und Milchwirtschaftliche/r Laborant/in spezialisiert. In Bad Zwischenahn (Kreis Ammerland) sowie in Hannover-Ahlem bildet die LWK in sieben Fachrichtungen Menschen im Beruf Gärtner/in überbetrieblich aus, darunter in den Richtungen Garten- und Landschaftsbau, Baumschule, Zierpflanzenbau und Friedhofsgartenbau.

Die Woche der beruflichen Bildung lenkt die Aufmerksamkeit auf die duale Ausbildung. Die Chancen und Möglichkeiten der betrieblichen Praxis, des Erwerbs beruflicher und persönlicher Kompetenzen sowie die Optionen für Karriere und qualifizierte Beschäftigung durch berufliche Bildung werden durch den Besuch von Bildungsstätten hervorgehoben.

Daneben hat die berufliche Bildung auch einen allgemeinen Bildungsauftrag, der junge Menschen in ihrer Entwicklung begleitet. Die Fort- und Weiterbildungen leisten ihren Beitrag zur Qualifizierung von Fachkräften und deren persönlicher Karriereentwicklung. Mit einer beruflichen Ausbildung können alle weiterführenden Schulabschlüsse bis zur Hochschulzugangsberechtigung und dem Abitur erreicht werden.

Ausführlicher Bildtext zum Gruppenbild: Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (3.v.r.) während seines Besuchs im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in Echem (Kreis Lüneburg) mit (von links) Anke Evers (Leiterin des LWK-Fachbereichs Aus- und Fortbildung, Landjugend), Jörn Ehlers (Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolks), LBZ-Geschäftsführerin Martina Wojahn, Birgit Horn (Niedersächsisches Kultusministerium), Andrea Schröder-Ehlers (SPD-Landtagsabgeordnete aus Lüneburg), Kammerdirektor Hans-Joachim Harms und Dr. Uwe Clar (stellvertretender LBZ-Geschäftsführer).


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Stand: 09.04.2019