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Rapsblüte: Gelbe Pracht für vier Wochen

Wetterprobleme und niedrige Preise lassen Anbau erneut zurückgehen

Oldenburg – Bald leuchten sie wieder, die Rapsfelder Niedersachsens. Während im Süden das Gelb immer kräftiger wird, beginnen die Blüten in der Küsterregion erst ganz langsam, sich zu öffnen. In voller Blütenpracht werden die Rapsfelder dann für etwa vier Wochen das Landschaftsbild nachhaltig prägen, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einer Pressemeldung.

Trotz der Augenweide und vieler pflanzenbaulicher Vorteile hat der Anbau der Ölfrucht zur diesjährigen Ernte erneut abgenommen. Für die Ernte 2018 standen noch gut 100.000 Hektar auf niedersächsischen Feldern. Auch das bedeutete schon einen Rückgang von etwa 15 Prozent gegenüber 2017. Dieser Trend setzt sich nun fort: Nach Schätzungen des Landesamtes für Statistik wurden im vergangenen Herbst nur noch 75.000 Hektar Raps für die Ernte 2019 eingesät.

Dieses Minus von 28 Prozent hat im Wesentlichen zwei Ursachen: Zum einen waren die Aussaat- und Auflaufbedingungen im vergangenen Herbst wegen der großen Trockenheit sehr ungünstig. Zum anderen machen höhere Produktionskosten, die auf den Wegfall bestimmter Pflanzenschutzmittel für die Saatgutbeizung zurückzuführen sind, den Rapsanbau für viele Landwirte uninteressant. Denn auch der niedrige Rapspreis hat sich trotz sehr geringer Ernteerträge des Vorjahres kaum erholt, was an den kräftig gestiegenen Raps- und Biodieselimporten liegt. Aktuell liegt der Preis sieben Prozent niedriger als vor zwei Jahren.

Aus den leuchtendgelben Rapsblüten entwickeln sich nach der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten Schoten mit zwei Millimeter dicken, schwarzen Körnern. Deren Ölgehalt liegt je nach Rapssorte und Wachstumsbedingungen zwischen 43 und 46 Prozent. Daraus werden zum Beispiel Speiseöl, Margarine, aber auch biologisch abbaubare Schmier- und Treibstoffe wie Hydrauliköl oder Biodiesel hergestellt.


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Walter Hollweg
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Stand: 12.04.2019