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Kammer-Feldtag in Poppenburg erweist sich als Zuschauermagnet

5.800 niedersächsische Bäuerinnen und Bauern informieren sich über Trends im Ackerbau

 

Nordstemmen – Sehr gut besucht war der Feldtag der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der heute (6. Juni) in Nordstemmen (Landkreis Hildesheim) stattfand. Rund 5.800 Landwirtinnen und Landwirte waren auf das kammereigene Versuchsgut nach Poppenburg gekommen, um sich über alle wichtigen Fragen rund um den Ackerbau zu informieren. Dafür hatten die Fachleute der Kammer auf 28 Hektar alle Ackerkulturen in den fachlichen Fokus gestellt, die zwischen Harz und Nordsee angebaut werden.

„Wir sind hoch zufrieden mit der hervorragenden Resonanz“, sagte Kammerpräsident Gerhard Schwetje, und erklärte den Erfolg mit den „konkreten Beratungsempfehlungen für die niedersächsischen Praktiker“. Die basierten auf dem neutralen und unabhängigen Versuchswesen der Kammer. Dank eines dichten Netzes an Versuchsstationen sei es möglich, für alle Boden- und Klimaverhältnisse und für alle landwirtschaftlichen Kulturen verlässliche Aussagen zu treffen.

„Damit ist die Landwirtschaftskammer ein wichtiger Partner für die Ackerbaustrategie Niedersachsen“, sagt Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast in ihrer Eröffnungsrede. Wenige Tage zuvor hatte sie den Startschuss zu einer breit angelegten Debatte gegeben, in der Ideen zur künftigen Gestaltung des Ackerbaues in Niedersachsen entwickelt und später dann umgesetzt werden sollen. „Wir wollen gemeinsam an Lösungen arbeiten, die einen vielfältigen, wirtschaftlich und ökologisch effektiven Ackerbau ermöglichen, der von der Gesellschaft akzeptiert wird“, so die Ministerin mit Hinweis auf die Wetterextreme der vergangenen Jahre, aber auch die gesellschaftliche Kritik am Pflanzenschutz. Und Otte-Kinast ergänzte: „Mit ihrer Beratung unterstützt die Kammer die landwirtschaftliche Praxis, umweltschonend und effizient zu arbeiten und damit Boden, Wasser und Natur konsequent zu bewahren.“

„Kennzeichen eines umsichtigen Ackerbaues ist eine am Bedarf der Pflanze orientierte Düngung“, erklärte Kammerpräsident Schwetje. Und der Pflanzenschutz müsse dem Prinzip folgen „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Wie das konkret aussehen kann, wurde an acht Stationen deutlich, die für das Fachpublikum vorbereitet waren und von den Kammerfachleuten ausgiebig erläutert wurden.

Das Informationsangebot deckte das weite Spektrum des Pflanzenbaus ab. Dabei ging es um Fragen zur Sortenwahl, zu Pflanzenschutz- und Düngestrategien bis hin zur Fruchtfolgegestaltung. Großes Interesse fand auch der Ökolandbau sowie der Anbau von Blühstreifen und Zwischenfrüchten. Sie sind für die Landwirtschaft wichtig, um die von der EU geforderte Kulturvielfalt auf dem Acker (Anbaudiversifizierung) zu erfüllen.

Besonders anschaulich wurde der Umweltaspekt beim praktischen Maschineneinsatz. Dabei ging es zunächst um die Hack- und Striegeltechnik, die als mechanische Unkrautbekämpfung auch in der konventionellen Landwirtschaft zunehmend Bedeutung gewinnt. Es folgte eine Demonstration zur sach- und umweltgerechten Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln. Und wie Gülle und Gärreste aus Biogasanlagen am besten ausgebracht werden, machte die Demonstration von moderner Verteiltechnik deutlich. Damit können flüssige Wirtschaftsdünger optimal, nämlich nährstoffeffizient und geruchsarm eingesetzt werden.

Abgerundet wurde der Feldtag durch eine Fachausstellung. Auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern zeigten 120 Anbieter aus dem In- und Ausland ihre Produkte und Dienstleistungen. Vertreten waren unter anderem Unternehmen der Pflanzenzüchtung, der chemischen Industrie und der Landtechnik. Auch sie waren mit dem guten Besuch des Feldtages und der Nachfrage durch Landwirte sehr zufrieden.


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Stand: 17.06.2019