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Biotopverbund Grasland stellt erste Ergebnisse vor

Wie lässt sich dem zunehmenden Artenverlust auf Wiesen, Weiden und Wegsäumen entgegenwirken? Nach gut zwei Jahren Laufzeit stellt das Forschungsprojekt, an dem die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beteiligt ist, erste Ergebnisse vor. Anmeldungen zur öffentlichen Veranstaltung sind ab sofort möglich.

Oldenburg - Die biologische Vielfalt nimmt weltweit und auch in Deutschland stark ab. Um dem zunehmenden Artenverlust auf Wiesen, Weiden und Wegsäumen entgegenzuwirken, wurde unter der Beteiligung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen das Forschungsprojekt Biotopverbund Grasland in Norddeutschland gestartet. Nach gut zwei Jahren Laufzeit präsentieren die Projektteilnehmer nun erste Ergebnisse. Die Veranstaltung ist öffentlich und findet am Donnerstag, 6. Februar 2020, von 10 bis 16 Uhr im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, Campus Haarentor, statt.

Anmeldungen sind noch bis 22. Januar 2020 möglich (siehe unten). Vertreter der Presse sind herzlich willkommen!

Das Projekt Biotopverbund Grasland zählt in Deutschland zu den vorbildlichen Projekten, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt verlieh dem Biotopverbund jüngst den Titel „Ausgezeichnetes Projekt“. Biotopverbund Grasland wird vom Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen e.V. koordiniert und gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Universität Oldenburg und dem NABU Oldenburger Land umgesetzt. Gefördert wird es von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Das Besondere des Projekts ist, dass die Beteiligten aus Landwirtschaft, Naturschutz und Wissenschaft ihre Perspektiven einbringen und gemeinsam modellhafte Lösungen für einen Grasland-Biotopverbund in den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch und Oldenburg entwickeln.

Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Vegetationskunde und Naturschutz der Universität Oldenburg untersuchen, wie artenreich die Wiesen und Weiden des Projektgebiets sind. Ziel ist, artenreiche Biotope durch Obstwiesen, Deiche oder schmale Wiesenblühstreifen an Wegrändern, Gräben oder Waldrändern besser zu vernetzen, damit sich Pflanzen und Insekten wie Tagfalter und Heuschrecken ausbreiten können.

„Einige Vorhaben für mehr Naturschutz wurden bereits konkret verwirklicht“, sagt Projektleiter Mathias Paech vom Grünlandzentrum. So wurden beispielsweise Blühstreifen an Wegrändern angelegt. Und auch Übertragungen von Mahdgut fanden auf ausgewählten Wiesen und Weiden in den Landkreisen Oldenburg und Ammerland statt. „Das bedeutet, dass wir artenreiches Mahdgut mit dem Häcksler von einer Spenderfläche geborgen und dieses dann auf einer naheliegenden artenärmeren Grünlandfläche ausgebracht haben“, erläutert Paech.

Weitere Ergebnisse aus dem Projekt und zukünftige Herausforderungen konkretisieren und diskutieren die Experten auf der Veranstaltung am 6. Februar. Referenten aus den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft und Wissenschaft beleuchten das Projekt aus unterschiedlichen Sichten.

Das genaue Programm, alle Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.


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Grünlandzentrum Niedersachsen / Bremen e.V.
Telefon: 04401 82926-20
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Stand: 17.01.2020