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Schweinefleischerzeugung erneut rückläufig

Landwirtschaftskammer: Fleischmarkt stark unter Druck – Pro-Kopf-Verzehr sinkt auf unter 60 Kilo pro Jahr

Oldenburg – Die deutsche Schweinefleischerzeugung wird nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen voraussichtlich auch im laufenden Jahr zurückgehen. Die ökonomischen Rahmenbedingungen für die Erzeugerinnen und Erzeuger verschlechterten sich aktuell zunehmend, berichteten die LWK-Marktexperten am Montag (4. Mai). Bedingt durch die Corona-Krise stehe der Fleischmarkt spürbar unter Druck: Die Preise seien aktuell gegenüber dem letzten Hoch im Dezember 2019 um rund 17 Prozent eingebrochen.

2019 ging die Fleischerzeugung in Deutschland um 1,4 Prozent zurück. Damit setzte sich der negative Trend aus dem Jahr 2018 fort. Schweinefleisch war mit einem Rückgang von 2,6 Prozent mengenmäßig der größte Verlierer in der Fleischproduktion. In den zurückliegenden Jahren hat die Schweinefleischerzeugung kontinuierlich an Bedeutung verloren. Geflügel- und Färsenfleisch konnten gegen den Trend in der Erzeugung leicht zulegen.

Der Fleischkonsum ist in der Bundesrepublik seit Jahren rückläufig und beträgt aktuell 59,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Damit liegt der Fleischverzehr mittlerweile um neun Kilogramm unter dem europäischen Durchschnittswert. Europäische Spitzenreiter beim Fleischkonsum sind Spanien und Portugal: Auf der Iberischen Halbinsel werden immer noch deutlich mehr als 80 Kilo pro Kopf und Jahr verzehrt.

Mittlerweile sind allerdings auch osteuropäische Länder wie Polen, Ungarn, Tschechien oder Litauen deutlich über das deutsche Verzehrniveau hinausgewachsen.


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Stand: 04.05.2020