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Schnelles Internet für Anwendungen in Land- und Forstwirtschaft

5G-Mobilfunk-Projekt mit Beteiligung der Landwirtschaftskammer nimmt erste Hürde – Beteiligte unterzeichnen Absichtserklärung 

Oldenburg/Helmstedt – Mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen ist ein wichtiges Technologie-Vorhaben für schnelles, mobiles Internet im Osten Niedersachsens einen großen Schritt in Richtung Förderbescheid vorangekommen: Das Konzept „Smart Country, 5G-Projekt BS-Land und HE-Revier“ zum Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G in den Kreisen Wolfenbüttel und Helmstedt überzeugte im 5G-Innovationswettbewerb eine Jury des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI). Um das Vorhaben konsequent in die Tat umzusetzen, unterzeichneten die Projektbeteiligten eine verbindliche Absichtserklärung.

Die ausgelobten und bewilligten Mittel von 100.000 Euro werden nun für die umfassende Projektkonzeption eingesetzt und zu einem Antrag verarbeitet. Im weiteren Erfolgsfall sind bis zu vier Millionen Euro an Fördermitteln möglich. 

Neben den beiden Landkreisen sind der Netzbetreiber Vodafone, das Niedersächsische Wirtschaftsministerium, die Ostfalia Hochschule sowie die LWK an dem Projekt beteiligt, das seinen Schwerpunkt bei der Förderung digitaler Anwendungen in Land- und Forstwirtschaft setzt. Die Kammer unterstützte als Projektpartnerin die Landkreise zuletzt bei der nunmehr erfolgreichen Konzepterstellung.

„Ob Sensoren im Stall, Drohnen zur Erfassung von Pflanzenbeständen oder mit Sensoren bestückte, GPS-gesteuerte Schlepper: Immer mehr technische Anwendungen in modernen landwirtschaftlichen Betrieben benötigen eine stabile und leistungsfähige Mobilfunkverbindung – daher gehört der Ausbau des Mobilfunknetzes im ländlichen Raum zu unseren wichtigsten Anliegen“, hob Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die Bedeutung des Projekts der Landkreise hervor.

„Welche Anwendungsmöglichkeiten und Chancen digitale Anwendungen wie Drohnen, Roboter und computergesteuerte Landmaschinen den Betrieben konkret bieten, testen wir umfassend auf Basis der aktuellen Mobilfunktechnologie in unserem eigenen Projekt ,Praxis-Labor Digitaler Ackerbau‘ auf der Domäne Schickelsheim im Kreis Helmstedt“, fügte Schwetje hinzu. „Eine Erweiterung des Mobilfunkstandards von 4G auf 5G wäre für dieses wichtige Projekt die ideale Ergänzung.“

Neben den Fördermitteln geht es allen Beteiligten auch um das Signal, die technologische Hebelwirkung und vor allen um konkrete zukünftige Anwendungen von 5G in der Praxis. Dabei kommt der Projektname „Smart Country“ nicht von ungefähr: So zielt die Initiative insbesondere auf die technologische Weiterentwicklung der ländlichen Räume ab. Der praktische Nutzen in der Land- und Forstwirtschaft steht bei dem gemeinsamen „Smart Country“-Projekt klar im Fokus.

Die Potentiale des 5G-Mobilfunks im ländlichen Raum sollen sichtbar gemacht werden. Wissenschaftsbasierte Anwendungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Mobilität sollen unter realen Bedingungen erprobt werden.

Mit der Ostfalia Hochschule und dem dortigen Institut für Kommunikationssysteme und -technologien ist die wissenschaftliche Begleitung ebenso sichergestellt wie die landespolitische Unterstützung durch das Niedersächsische Wirtschaftsministerium und seiner Stabsstelle für Digitalisierung.

So geht es weiter: Bis Ende August müssen sämtliche Planungen und Unterlagen des Projekts „Smart Country, 5G-Projekt BS-Land und HE-Revier“ beim BMVI in Berlin vorgelegt werden. Parallel setzt Vodafone die Planung und Realisierung um. Diese geschieht schrittweise und am Bedarf orientiert in diesem und im kommenden Jahr. 

Vorangegangen waren bereits zahlreiche Planungs- und Abstimmungsrunden mit allen Projektpartnern, um die jeweiligen technischen und personellen Bedarfe der Teilprojekte an den Standorten Schickelsheim und Söllingen (Landkreis Helmstedt) sowie Ostfalia Hochschule und Dettum/Lucklum (Landkreis Wolfenbüttel) zu erfassen und zu konkretisieren.

Die Beteiligten sind sich einig: Bei diesen ersten Schritten und Lösungen wird es nicht bleiben: Vielmehr werden sich Folgeprojekte und weitere Anwendungen hin auf dem Weg zur Digitalisierung, Beschleunigung und Verbesserung von Prozessen und Abläufen ergeben.

 

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Stand: 07.08.2020