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Was uns mit der Milch verbindet

Aus- und Fortbildung, Betriebsberatung, Tierwohlprojekte, Fütterung, Qualitätskontrolle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen nennt zum Weltmilchtag zahlreiche Berührungspunkte mit dem Nahrungsmittel und seinen Produzent*innen

Oldenburg - Milch ist in Niedersachsens Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Im Jahr 2020 standen nach Angaben des Landesamts für Statistik in etwa 8.500 Betrieben rund 814.000 Milchkühe (2015: 10.560 Betriebe, 865.000 Milchkühe). Im Geschäftsjahr 2019/20 lieferten die Betriebe nach Angaben der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. 6,34 Milliarden Kilogramm Milch an die Molkereien.

Mit den Menschen, die Milchkühe halten, mit den Tieren sowie mit der Technik der Milchgewinnung hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) zahlreiche Berührungspunkte. Anlässlich des Weltmilchtages (1. Juni) haben wir beispielhaft folgende Aspekte zusammengetragen:

Ausbildung: Angehende Landwirt*innen erfahren in praktischem Unterweisungen in unserem Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) in Echem (Kreis Lüneburg) alles Wissenswerte zur Milchkuhhaltung. Milchwirtschaftliche Laborant*innen, die im Milchwirtschaftlichen Bildungszentrum der LUFA Nord-West ausgebildet werden, erfüllen wichtige Aufgaben bei der Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung in Molkereien und Käsereien. Die im selben Bildungszentrum der LWK betreuten angehenden Milchtechnolog*innen steuern nach erfolgreicher Ausbildung die hochtechnisierte Herstellung von Trinkmilch, Joghurt, Quark, Käse, Butter sowie Spezialprodukte für die weiterverarbeitende Industrie.

Beratung: Die Berater*innen der LWK stehen den niedersächsischen Milchviehbetrieben bei unerschiedlichsten Fragestellungen zur Seite - etwa im betriebswirtschaftlichen, im tiergesundheitlichen Bereich sowie bei der Fütterung und der Direktvermarktung via Hofladen oder Milchautomat. Futterbauberater*innen versorgen die Betriebe mit neuesten Informationen etwa zu passenden Saatmischungen oder zum optimalen Reifezeitpunkt der Pflanzen auf ihrem Grünland. 

Berufswettbewerbe: Alle zwei Jahre organisiert die LWK Melkwettbewerbe. Sie sollen zum einen die berufsständische Aus- und Weiterbildung unterstützen, zum anderen sind sie aber auch ein Leistungsvergleich für den landwirtschaftlichen Nachwuchs. Melkwettbewerbe werden manchmal augenzwinkernd als das „Leistungspflügen der Milchbauern“ bezeichnet. 2018 war das LBZ Schauplatz des Bundesmelkwettbewerbs.

Fortbildung: Für die Gesundheit von Milchvieh spielt zum Beispiel die Klauenpflege eine entscheidene Rolle. In Seminaren für unterschiedliche Berufsgruppen vermittelt das LBZ wertvolles Fachwissen an Praktiker*innen. Wer zur Direktvermarktung eine Hofmolkerei einrichten möchte, dem liefert ein Kurs im Milchwirtschaftlichen Bildungszentrum das nötige Fachwissen.

Klimabilanz: Einzelbetriebliche Klimabilanzen zu errechnen, gehört zum Angebot der LWK. Wie sieht die Klimabilanz einer Milchkuh aus? Antworten auf diese Frage gibt ein Plakat. Darauf sind die relevanten Daten zur Klimabilanz einer Milchkuh anschaulich dargestellt. Ein Fazit: Einen Kilometer weit mit einem benzinbetriebenen Auto zu fahren ist klimaschädlicher als die Erzeugung eine 0,2-Liter-Glases Milch. Eine Kuh liefert aber nicht nur Milch, sondern erzeugt zusätzlich wertvollen Pflanzendünger, bringt jährlich ein Kalb zur Welt und trägt damit zur Deckung des Fleischkonsums bei.

Melken: Das Melken ist schon lange keine Handarbeit mehr. Melkstände und Melkroboter unterstützen Landwirt*innen beim täglichen Melken. Wie das funktioniert und was mit der Milch anschließend passiert, wird in einem im LBZ gedrehten Video bestens erklärt, das in unserem YouTube-Kanal steht.

Melkroboter: Mit einem Melkroboter ist es möglich, Kühe ohne zusätzlichen personellen Aufwand mehrmals täglich zu melken. Die LWK hilft via Technik-Beratung bei der Entscheidung, ob der Einsatz solch eines automatischen Melksystems im einzelnen Betrieb sinnvoll ist. Seit vielen Jahren ist die LWK bei zahlreichen Melktechnik-Herstellern für die unabhängige Qualitätskontrolle zuständig. Jährlich nehmen die Kammer-Fachleute durchschnittlich rund 300 Anlagen unter die Lupe.

Tierwohl: In verschiedenen Projekten befasst sich die LWK als Kooperationspartnerin mit Wegen zu mehr Tierwohl im Milchviehstall. Dabei geht es zum Beispiel um Eutergesundheit sowie um die Optimierung des Melkvorgangs.

 

 


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Stand: 01.06.2021