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LWK Feldtag Poppenburg am 6. Juni 2019

Im Juni 2019 heißt es wieder „Der Feldtag für Niedersachsen – Da muss ich hin!“. Der zweite niedersächsische LWK-Feldtag findet statt am Donnerstag, 6. Juni 2019, in Poppenburg im Landkreis Hildesheim. Der Versuchsstandort Poppenburg bietet mit seinem ca. 28 Hektar großen Versuchsfeld den perfekten Ort zur Durchführung eines Feldtages in dieser Größenordnung.

Dazu erwarten wir auf unseren 280.000 Quadratmeter großen Versuchsflächen Gäste und Aussteller aus dem nationalen und internationalen Bereich.

Neutral, unabhängig, ausprobiert und wissenschaftlich fundiert können Sie bei uns „Pflanzenbau und Pflanzenschutz zum Anfassen“ erleben.

Die Versuchsstation Poppenburg ist besonders geeignet, um die unterschiedlichsten Versuchsanstellungen in der Pflanzenproduktion zu zeigen. In den Fruchtarten Weizen, Roggen, Triticale, Gerste, Mais, Raps, Zuckerrüben, Gras und in verschiedensten Bioenergiepflanzen werden dem breitgefächerten Fachpublikum alle Fragen beantwortet. Ökonomische Zielstellungen werden dabei immer zusammen mit Umweltbelangen und einer nachhaltigen Wirtschaftsweise berücksichtigt.

Das gesamte Spektrum wird darüber hinaus auch so ausgerichtet sein, dass interessierte Besucher aus allen Bereichen informiert werden; praktische Beispiele veranschaulichen das Ganze. Details dazu lesen Sie weiter unten.

Das Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Umwelt soll bewusst aufgegriffen werden, um mögliche Lösungswege aufzuzeigen.

Hier finden Sie den Film und weitere Informationen über den LWK Feldtag 2015.


Termin: Donnerstag, 6. Juni 2019
Ort: Versuchsstation Poppenburg, Reichsstraße 38, 31171 Nordstemmen (Kreis Hildesheim)

Der Eintritt ist kostenfrei! Es ist keine Anmeldung erforderlich.


Informationen für Aussteller

Besondere Teilnahmebedingungen zur Standanmeldung für den Feldtag 2019
Formular für die Standanmeldung für den Feldtag 2019
Allgemeine Ausstellerinformationen und Anfahrtskizze

Ziel des Feldtages ist es, den Besuchern neutral, wissenschaftlich und fundiert anhand von Feldversuchen‚ Antworten auf die Vielzahl von Fragestellungen im Pflanzenbau zu geben. Ein weiterer Höhepunkt wird eine Demonstration ausgewählter Maschinen sein. Hier wird die Ausbringung von Wirtschaftsdünger im Fokus stehen. Daneben werden mechanische Unkrautregulierungsverfahren im Mais vorgestellt.

Neben den acht großen Stationen, die anlässlich des Rundgangs zwischen 10 Uhr und 12 Uhr im 20-Minuten-Takt angeboten werden, gibt es zusätzlich eine Vielzahl von kleineren Stationen. Diese sind ganztägig mit Beratern besetzt und können von einzelnen Besuchern oder Besuchergruppen zur Beantwortung von speziellen Einzelfragen von 10 Uhr bis 15 Uhr genutzt werden.

Gezeigt werden im Rahmen der kleineren Stationen ein Bodenprofil, Sortendemonstrationen in Winterroggen, Wintertriticale, Winterraps, Hafer, Sommergerste, Sommerweizen, im ökologischen Anbau, in Sojabohnen und in Hirse. Weiterhin sind Dauerdüngungsversuche mit Laufzeiten von mehr als 30 Jahren im Bereich Phosphor, Kali und Stickstoff sowie verschiedene Fruchtfolgen in Ackerbauregionen im Wandel der Zeit zu sehen.

Abgerundet wird der Bereich durch Informationen zur Einzelkornsaat von Getreide, den Anbau alter Weizensorten, eine neuentwickelte Unkrautbekämpfung mit Strom und verschiedene Bekämpfungsmöglichkeiten von Zwischenfrüchten, falls diese in nachfolgenden Kulturen Probleme bereiten.

Wir laden alle Besucher des Feldtages ein, sich an folgenden acht Stationen zu aktuellen Pflanzenbau- und Pflanzenschutzfragen zu informieren:

1. Fruchtfolge und Düngung – Dauerversuch mit Saugkerzenanlage: Auswirkungen von unterschiedlichen Düngestrategien in verschiedenen ackerbau-typischen Fruchtfolgen hinsichtlich Ertrag, Qualität und Wirtschaftlichkeit werden untersucht. Vergleiche zwischen mineralischer und organischer Düngung werden aufgezeigt. Mittels einer Saugkerzenanlage wird das Sickerwasser aufgefangen und auf Nitrat untersucht. Damit kann der potentielle Nitrataustrag ins Grundwasser ermittelt werden.

2. Zuckerrüben: Unkrautbekämpfung, Sortenwahl und Beize: Schwerpunkt ist die chemische und mechanische Unkrautbekämpfung. Ein Exaktversuch zum Herbizideinsatz wird ergänzt durch verschiedene Streifen mit mechanischer Unkrautbekämpfung. Fragen zur Zuckerrübenbeize ohne Neonicotinoide und der richtigen Sortenwahl werden in Demonstrationsparzellen bearbeitet.

3. Pflanzenschutz im Winterweizen: An der Station werden die Effekte des Saattermins auf den Unkrautauflauf, auf das Auftreten von Schädlingen und von Krankheiten sowie auf die Lagerneigung des Winterweizens dargestellt. Im Rahmen des jeweils angepassten Schutzes der Kulturpflanze wird zur Unkrautkontrolle auch mit einem Striegel gearbeitet.

4. Winterweizen: Sortenwahl und Bestellverfahren: In dem vorgestellten Landessortenversuch werden neben etablierten Weizensorten auch zahlreiche neue Sorten getestet. Neben dem Ertrag sind auch Eigenschaften wie Winterhärte, die Festigkeit gegenüber Krankheiten und Qualitätseigenschaften Entscheidungskriterium für die Sortenwahl. Aktuelle Fragestellungen zu Bestellverfahren und Aussaatstärken werden ergänzend in Extraversuchen vorgestellt. Selbstverständlich werden weitere Getreidearten in Sortenversuchen gezeigt.

5. Silo-und Körnermais: Aussaat und Düngung: Neben der Vorstellung von Silo- und Körnermaissorten liegt ein Schwerpunkt dieser Station auf produktionstechnischen Fragestellungen. Unterschiedliche Aussaatverfahren, wie Ansaat in Doppelreihen, im Damm, als Engsaat und die konventionelle 75-cm-Einzelkornsaat, werden vorgestellt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich Düngung bzw. Düngungsverfahren; vor allem die Unterfußdüngung in mineralischer und/oder organischer Form.

6. Stickstoffdüngung – auch mit Organik auf Erfolgskurs?!: Aufgezeigt werden verschiedene Düngestrategien und -verfahren mit dem Ziel, Nährstoffe zur richtigen Zeit, mit der optimalen Verfügbarkeit, aber gleichzeitig mit möglichst geringen Verlusten bei den Pflanzen zu platzieren. Schwerpunkt bildet der Einsatz organischer Nährstoffe mit der Frage nach der möglichen Substitution der klassischen Mineraldüngung bei den verschiedenen Kulturen. Demonstriert werden Lösungsmöglichkeiten zu Ausbringungstechniken und den unterschiedlichen organischen Düngerformen.

7. Leguminosen ökologisch und konventionell anbauen: Neben verschiedenen Sorten der Sommerformen Ackerbohne, Körnererbse und Lupinen werden auch Wintererbsen und Winterackerbohnen in mehreren Demonstrationsparzellen vorgestellt. Präsentiert wird der Gemengeanbau von Körnerleguminosen mit Getreide. In Niedersachsen wird der Sojabohnenanbau immer interessanter: Deswegen sind unter anderem verschiedene Sojasorten zu sehen.

8. Zwischenfrüchte: Aktuelles zu Greening und Blühmischungen: Aktuelle Fragen sowohl zum klassischen Zwischenfruchtanbau als auch zu ökologischen Vorrangflächen durch Zwischenfrüchte und Honigpflanzen werden anhand von Schauparzellen der einzelnen Arten und verschiedener Mischungen diskutiert.

Praktische Demonstrationen

Maschinenvorführung zur mechanischen Unkrautregulierung: im ökologischen Landbau von zentraler Bedeutung, im konventionellen Ackerbau zunehmend nachgefragt. Diese Maschinenvorführung wird ihren Schwerpunkt in Hack- und Striegeltechnik setzen. Neue Verfahren, wie die Unkrautregulierung mit Strom, werden vorgestellt.

Maschinenvorführung: Gülle und Gärreste emissionsarm und bodenschonend ausbringen. Der effiziente Einsatz von Wirtschaftsdüngern ist der Schlüssel zum Erfolg organischer Düngemaßnahmen. In der Praxisdemonstration werden verschiedene Techniken für eine emissionsarme und bodenschonende Ausbringung von Güllen und Gärresten vorgeführt.

Pflanzenschutztechnik: Die Demonstration am Pflanzenschutzgerät und auf dem Acker sollen deutlich machen, wie Einträge in angrenzende Flächen oder Gewässer verhindert werden können.


Im Juni 2016 wurde der Versuchsstandort Poppenburg nach 15-monatiger Bauzeit eingeweiht und somit das Versuchswesen Pflanze und der Standort Poppenburg gestärkt, so Kamerpräsident Gerhard Schwetje damals. Eine neue Maschinenhalle und moderne Büroräume stehen dem Versuchswesen in Poppenburg nun zur Verfügung. Auf dem etwa 28 Hektar großen Versuchsfeld werden in erster Linie Sorten- und Pflanzenschutzversuche zu Getreide und Raps durchgeführt, aber auch Fragestellungen zur Anbautechnik, der Düngung und zur Fruchtfolgegestaltung bearbeitet.

Ergänzt wird das Aufgabenspektrum durch Versuche zum Wasserschutz, zu Zuckerrüben und zu Bioenergiepflanzen. Beste Voraussetzungen, um den nächsten großen Feldtag in Poppenburg durchzuführen.


Kontakt:
Rudolf Fuchs
Leiter Fachbereich Marketing, Unternehmenskommunikation
Telefon: 0441 801-183
Telefax: 0441 801-174
E-Mail:


Stand: 05.09.2018