Webcode: 01014840

Tätigkeiten der Landwirtschaftskammer im kooperativen Trinkwasserschutz

Bereits seit 1995 führt die Landwirtschaftskammer landesweite Aufgaben im kooperativen Trinkwasserschutz, beauftragt vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie,Bauen und Klimaschutz durch. Grundwasserschutzorientierte Maßnahmen werden untersucht und mittels Versuchsergebnissen in die Praxis umgesetzt.

  • Wir führen ökonomische Berechnungen von Ausgleichsleistungen auf Grundlage des Niedersächsischen Wassergesetzes für freiwillige Bewirtschaftungsmaßnahmen und für Beschränkungen der ordnungsgemäßen  Landbewirtschaftung in festgesetzten Wasserschutzgebieten durch. Veröffentlicht werden die Berechnungen jährlich im Blaubuch.
     
  • Wir leisten bei komplizierten Einzelfällen in Ausgleichsfragen Hilfestellung bei der Berechnung der ökonomischen Nachteile.
     
  • Wir ermitteln in Versuchen die Auswirkungen verschiedener Landnutzungformen (Fruchtfolge, Düngung, Produktionstechniken etc.) auf den Austrag von Nährstoffen in das Grundwasser und auf die Stickstoffdynamik im Boden an den Standorten Thülsfelde, Hamerstorf, Wehnen und Schickelsheim.
     
  • Wir werden bei den Versuchen durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) unterstützt, von dem die tatsächlichen Nitratausträge im Sickerwasser per Saugsondenanlage und im Lysimeter an vier Standorten (Thülsfelde, Hamerstorf, Wehnen und Schickelsheim) mit insgesamt fünf Anlagen ermittelt werden.
  • Wir führen in kleinerem Umfang auch Untersuchungen im Bereich Wasserschutz in der Forstwirtschaft und im Gartenbau z. B. zur Stickstoffmineralisation nach Spargelumbruch und zum Stickstoffeintrag in Wälder durch.
     
  • Seit Jahren sind die Versuchsergebnisse die Basis für die Beurteilung und Weiterentwicklung freiwilliger grundwasserschutzorientierter Bewirtschaftungsmaßnahmen. Auf der Grundlage der langjährigen Versuche können belastbare Daten als Maßstab für die Erfolgskontrolle regionalspezifisch gewonnen werden. Die Datengrundlage hilft außerdem aufwändige Ausgleichsverfahren zu vermeiden. Die jährlich ermittelten Werte dienen als Vergleichsmaßstab für die Wasserschutzberatung, unterstützen das landesweite Monitoring und dienen als Grundlage für die Umsetzung von Maßnahmen der Wasserrahmenrichtlinie.
     
  • Zur Unterstützung der Wasserschutzberatung werden neue Beratungsmethoden z. B. zum effizienten Einsatz von Düngemitteln erarbeitet.
     
  • In einem Arbeitskreis mit anderen Ingenieurbüros, Wasserversorgern und dem NLWKN werden die durchgeführten Arbeiten besprochen und die Wünsche der Teilnehmer in die Arbeitspapiere eingearbeitet.
     
  • In regelmäßigen Abständen werden die Ergebnisse interessierten Kooperationsteilnehmern - Beraterinnen und Beratern, Landwirten, Wasserversorgern, beteiligten Behörden und Berufsschulen für Landwirtschaft vorgestellt.

Kontakt:
Andrea Knigge-Sievers
Düngerecht
Telefon: 0441 801-431
Telefax: 0441 801-440
E-Mail:


Stand: 30.07.2018