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Ergebnisse aus Wasserschutzversuchen im Maisanbau lebhaft diskutiert

Bei der Veranstaltung „Maisanbau und Wasserschutz“ hatten rund 140 Teilnehmer aus Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und der Wasserschutzberatung am 14.11.2013 beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover die Gelegenheit, sich über aktuelle Ergebnisse von Wasserschutzversuchen im Maisanbau zu informieren und diese zu diskutieren. Das Veranstaltungsprogramm und die Vorträge können im Downloadbereich heruntergeladen werden.

Der Maisanbau steht zunehmend in der Kritik in Trinkwassergewinnungsgebieten. Insbesondere die grundwasserschonende Düngung und die damit verbundene Vermeidung von erhöhten Nitratausträgen im Maisanbau sind Thema zahlreicher Untersuchungen und Forschungsvorhaben.

Herr Eiler von der LWK Niedersachsen und Herr Dr. Schäfer vom LBEG informierten am 14.11.2013 über Einflüsse der Düngung, Reihenweite, Sortenwahl, Bodenbearbeitung und Fruchtfolge auf Resultate der gemeinsamen Wasserschutzversuche, die auch Sickerwasseruntersuchungen auf Nitrat umfassen.

Herr Dr. Springob (Büro Springob) und Herr Dr. Höper (LBEG) stellten weitere  Forschungsprojekte und Ergebnisse zur N-Nachlieferung aus dem Boden vor. Prof Dr. Taube von der Christian Albrecht Universität Kiel informierte über verschiedene  Anbauverfahren unter anderem über den kritischen Rohproteingehalt im Mais als Steuerungsinstrument zum grundwasserschonenden Maisanbau.

In zwei Vorträgen stellten Herr Masthoff, Büro GERIES Ingenieure und Herr Romundt, LWK  die  praktische Anwendung von Maßnahmen für den grundwasserschonenden Anbau von Mais in Wasserschutzgebieten vor. Neben Grasuntersaaten im Mais wurde die Honorierung von geringen Reststickstoffgehalten im Boden nach der Ernte als Maßnahme vorgestellt und diskutiert.

Zum Abschluss wagte Hilmar Gerdes von der  LWK Niedersachsen  einen  Ausblick über  Möglichkeiten und Grenzen  grundwasserschutzorientierter Anbauverfahren durch die neue EU- Agrarpolitik und dem sogenannten „Greening“ sowie über mögliche Schlussfolgerungen für die Landwirtschaft in Trinkwassergewinnungsgebieten.

Zu dieser gut besuchten Informationsveranstaltung haben das LBEG, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen gemeinsam eingeladen. Die Veranstaltung und die Wasserschutzversuche werden im Rahmen der landesweiten Aufgaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im kooperativen Trinkwasserschutz gemäß § 28 NWG finanziert.

EMS-Beratung
Wir bemühen uns derzeit um eine Anerkennung der Fachtagung als anerkannte Fortbildung für EMS-Berater. Wir möchten darauf hinweisen, dass uns derzeit leider weder Informationen über die Beratungsförderung 2014 noch über die dazu notwendige Beraterqualifikation vorliegen und daher das Anerkennungsverfahren rein vorsorglich angestrebt wird.
Wir empfehlen Ihnen daher, die Teilnahmebestätigung aufzuheben, um sie ggf. später bei der Förderabteilung zum Fortbildungsnachweis einreichen zu können.


Kontakt:
Andrea Knigge-Sievers
Nachhaltige Landnutzung, Ländlicher Raum
Telefon: 0441 801-431
Telefax: 0441 801-440
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Stand: 27.11.2013