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Marktbericht Getreide
am 24.07.2020

Die offenbar EU-weit nur mäßige Wintergerstenernte trifft auf einen bislang eher knapp versorgten Futtergetreidemarkt. Noch ist die Preistendenz relativ fest. Das wird auch unterstützt durch die instabile Wetterlage, die den Erntefortgang an vielen Orten verzögert. Demnächst wird mit einer gewissen Entspannung bei Futtergetreide zu rechnen sein, denn die Bedarfsspitzen infolge der zeitweiligen Schließungen von Schlachtbetrieben lösen sich erwartungsgemäß wieder auf. Der niedrige Weltmarktpreis von Körnermais schlägt aktuell nur wegen des EU-Importzolls nicht voll auf den Binnenmarkt durch. In Russland soll bereits ein Drittel des Weizens gedroschen worden sein mit Erträgen um knapp 10 % unter denen des vergangenen Jahres. Auch die ersten Weizenergebnisse aus Frankreich fallen entäuschend aus. Die hiesigen Weizenerträge dürften dagegen von den Niederschlägen der vergangenen Wochen noch profitieren.