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Marktbericht Getreide
am 27.11.2019

Der EU-Weizenexport hat sich im Herbst durchaus positiv entwickelt. Das vergleichbare Vorjahresvolumen wird inzwischen bereits um mehr als 50 % übertroffen. Das macht sich auch auf dem hiesigen Markt in Form tendenziell anziehender Preise bemerkbar, auch wenn der Löwenanteil der Ausfuhr auf Frankreich, Rumänien und die baltischen Länder entfällt. Die inländischen Mühlen müssen für Weizen mehr anlegen als geplant. Den gestiegenen Exporten stehen rückläufige Importe gegenüber. Die aktuellen Preise können nicht so leicht durch Zufuhren aus anderen Ländern unterlaufen werden, weil der Weizen in diesen derzeit meist auch nicht günstiger zu kaufen ist. Objektiv betrachtet kann noch lange nicht von hohen Weizenpreisen gesprochen werden. Sie sind immer noch um etwa 30 €/t niedriger als vor einem Jahr und gegenwärtig gerade einmal vollkostendeckend. Australien wird mit vielleicht 15-16 Mio. t Weizen gut ein Viertel weniger ernten als in Normaljahren und in Argentinien hat es den Erntebeginn zunächst einmal verregnet. Auf weitere kräftige Preissteigerungen zu setzen wäre dennoch spekulativ. Zumindest muss man wohl davon ausgehen, dass die bekannten Informationen schon größtenteils eingepreist sind. Auch in dieser Saison könnte sich die Zeit von Dezember bis Februar als gute Wahl für Getreideverkäufe erweisen.